Bei dieser Gelegenheit: ja, ich liebe solche Tage. Wenn der Sommer immer so wäre wie am vergangenen Samstag (OK, der Freitag wäre noch besser), würde ich diese Jahreszeit auch mögen: der Morgen war noch sehr frisch, der Tag warm, aber nicht heiss, der Himmel blau. Nur leider gab es zwischen einer Woche Regen und der momentanen Tropenhitze genau zwei solche Tage (und damit hatten wir noch Glück, meistens ists nur einer). Das was wir z. B. heute in Maribor haben, kann nicht einmal der grösste Sommerfan als 'Schönwetter' bezeichnen: schwüle 32 Grad, diesige Luft, keine Fernsicht, milchig - grauer Himmel von dem aber trotzdem die blöde gelbe Kugel runterbrennt
Der Berg selbst liegt in den östlichen karnischen Alpen, etwa oberhalb von Hermagor, an der österreichisch - italienischen Grenze. Die Anfahrt ist im Denzel -Alpenstrassenführer beschrieben (Nr. 32: Egger Alm, 1415m, und Poludniger Alm, 1724m), wo zu lesen ist: 'Von der Poludniger Alm hat man nur mehr einen 45 min langen Anstieg zum Poludnig (1999). Der Gipfel vermittelt ein bemerkenswertes Panorama (...)'. Also: Maribor - Klagenfurt - Hermagor, danach auf der knapp zweispurigen, asphaltierten und mautfreien (!) Strasse in 14 Kehren durch den Wald zur Egger alm. Sehr coole Bergstrasse, leider nicht fotogen. Oben erreicht mal ein malerisches, flaches Hochtal mit zwei bewirtschafteten Almen, einem flachen See und extrem vielen Rindern
... die Weiterfahrt ist aber erlaubt, nur das Parken im Almgebiet ist verboten:
Am östlichen Ende des Hochtals erreicht man die Dellacher Alm, und dort zweigt rechts eine noch schmalere Bergstrasse zur Poludniger Alm ab. Meistens einspurig, tlw. asphaltiert, tlw,. geschottert, verläuft sie aussichtsreicht zuerst durch den Wald und am Ende über Bergwiesen zum kleinen Parkplatz zirka 200m von der Poludniger Alm, wo dann die Weiterfahrt verboten ist:
Schon der Parkplatz ist aussichtsreich, Blick zum Gipfel:
Poludnigeralm, auch hier gibts ne winzige bewirtschaftete Hütte:
Zwischen den Gipfeln der Karnischen Alpen öffnet sich die Sicht auf den Mangart:
Zoom zu den schneebedeckten 3000ern der Ankogelgruppe:
Ganz gemütlich geht der Weg hinauf:
Rückblick zum Parkplatz, Poludniger- und Dellacher Alm:
Richtung Nordwesten ins Gail - und Gitschtal:
Leichter Zoom in die Nassfelder Berge:
Bekannter Blick: Garnitzenbahn 1 und 2:
Spitzegel auf der nördlichen Seite des Gailtals:
Westliche Julische Alpen mit dem Jalovec und Mangart:
Komischer Grenzverlauf auf dem Gipfel: obwohl es auf der Landkarte so aussieht als würden etwa 3/4 des Berges zu AT und der südwestliche Viertel zu Italien gehören, ist in Wirklichkeit die italienische Ecke noch wesentlich kleiner, ein spitzer Winkel von maximal 30 Grad:
Fazit: netter Tag in einer tollen Umgebung, will wiederholt werden. Wir sind schon recht viel in Kärnten herumgekommen, unten durchs Tal fahren wir mindestens 10 x pro Jahr, aber dieses Naturjuwel fanden wir beide einzigartig. Trotz relativ bequemer Anfahrt war dort oben erstaunlich wenig los, ausser uns waren maximal noch 10 Autos mit Touristen auf den beiden Parkpläzten zu finden (einer auch mit gelben Kennzeichen, die Kollegen aus NL finden aber auch wirklich alles