Anfahrt: Spitzingsee-Lenggries 0:45 h
Wetter: Sonnig, +8 bis +10°C
Schnee: ca. 30-80 cm Feuchtschnee, teils Maschinenschnee
Anlagen in Betrieb: Alle am Berg; Tallifte nicht geprüft
Wartezeit: Keine bis 1 min
Gefallen: Erstaunlich abwechslungsreiches, teils anspruchsvolles Skigebiet mit schönem Alpen-Panoramablick; viele Schlepplifte; viele kleine Einkehrmöglichkeiten
Nicht gefallen: Nichts
Bewertung: 6 von 6 Punkten
Internet: http://www.brauneck-bergbahn.de/
Pistenplan: http://www.brauneck-bergbahn.de/fileadm ... ternet.pdf
Dieser Bericht ist Teil meiner Skifahrt Oberbayern-Schweiz vom 7.-10. März 2013. Die Stationen:
Aschau / Kampenwand 7. März 2013
Osterhofen / Wendelstein 7. März 2013
Oberaudorf / Hocheck 7. März 2013
Spitzingsee / Stümpfling & Taubenstein 8. März 2013
Lenggries / Brauneck 8. März 2013
Mollis / Schilt 9. März 2013
Amden / Mattstock & Arvenbüel 9. März 2013
Blatten / Belalp 10. März 2013
Rothwald / Wasenalp 10. März 2013
Das Kaiserwetter möchte ich nutzen, um möglichst viel von den oberbayerischen Skigebieten kennenzulernen, und so besteht die Mittagspause in der 40minütigen Transferfahrt nach Lenggries zum Brauneck. Forenkollege Fiescher hat mir angeraten, das Skigebiet am Brauneck im Fall einer Oberbayern-Fahrt wegen bevorstehenden Ersatzes des Milchhäusllifts durch eine KSB noch im Winter 2012/13 zu besuchen, um es - abgesehen vom neuen Schneiteich - noch im weitgehend originalen Zustand erleben zu können. Stau oder Parkplatzprobleme gibt es am Freitagmittag noch keine. Die Schneelage bis hinunter auf nur 700 m ist am Brauneck noch erstaunlich gut. Zügig stehe ich bester Dinge auf dem Brauneckgipfel und befahre einmal den Hang der 3SB Garland, bevor mich die Rundtour zum äußersten Skigebietsteil, dem Idealhang am Latschenkopf, führt. Der vom Isartal abgewandte Skigebietsteil ist viel panoramareicher als erwartet. So macht sogar die kurze Schiebestrecke auf dem Höhenweg zur Tölzer Hütte Spaß. Die kurzen Verbindungsschlepper zum Idealhang sind lustig. Irgendwann wird hier wohl eine Berg-Tal-Berg-Sesselbahn stehen ... Am Idealhang erstaunen mich die vielen kleinen Lawinenkegel, die von der Felswand des Latschenkopfs abgerutscht sind. Wie sich eine einzelne Doppellift-Stütze an den Ausstieg des Idealhanglifts verirren konnte, muss ich noch im Forum nachlesen ...
Aber eben nur der Skitag. Am Folgetag, dem Samstag, soll das Wetter in Oberbayern und dem Allgäu schlecht werden, und in der Nacht zum Sonntag soll es dort bis in große Höhen durchregnen. Das kann ich im Rahmen der Skifahrt nicht brauchen. In der Schweiz soll der Tiefausläufer nur wenig Niederschlag abliefern und früher durchgezogen sein. So sind z.B. fürs Schweizer Rheintal mehrere Sonnenstunden vorhergesagt. Also geht die Fahrt (teilweise im leichten Regen) in 3 Stunden über Mittenwald, Inntalautobahn und Arlbergtunnel dorthin. Bei Landquart nehme ich Quartier. Von hier sind der Raum Chur und die Skigebiete Pizol oder Grüsch/Danusa schnell erreichbar.
Der Samstagmorgen zeigt, dass sowohl die Schweizer als auch die deutschen Wetterprognosen gründlich daneben liegen. Von blauem Himmel ist im Schweizer Rheintal keine Spur. Die Panoramakameras des Schweizer Fernsehens zeigen Grau und Niederschlag in fast ganz Graubünden mit Ausnahme des Engadins. Auf allen Bergen kleben Wolken. Also wird die Planung für einen Besuch Graubündner Skigebiete in den Ausguss gekippt. Die morgendlichen Fernsehbilder vom Walensee sehen besser aus. Das Skigebiet Flumserberg sollte man am Wochenende andrangsbedingt meiden, und ob der Skilift am Flumser Kleinberg noch in Betrieb ist, weiß ich nicht. Also nehme ich mir die Kleinskigebiete Mollis/Schilt und Amden vor.
28 Fotos:
Talstation Brauneckbahn. Die hatte ich viel industrieller erwartet und nicht in angepasster Bauweise.
Trasse Brauneckbahn. Gute Schneelage bis ins Tal trotz niedriger Höhenlage und hoher Temperaturen.
Brauneckbahn. Originalbau 1957 von Krupp (!), Generalsanierung 1999. Man sieht den neuen, leider arg dominant ausgefallenen Speicherteich und den oberen Teil der Weltcupabfahrt, der von der Garlandbahn bedient wird.
Weltcupabfahrt mit Isartal.
Weltcupabfahrt, schön zu fahren. Hinten Garlandbahn und Brauneckbahn.
3SB Garlandbahn mit dem arg dominanten Speicherteich.
Blick vom Brauneck zur Zugspitze.
Querung vom Brauneckgipfel zum Idealhang.
Zirkuslift, einer der kurzen Zubringerschlepplifte am Brauneck.
Der Rückbringer auf der anderen Seite ist der Schneebarlift. Blick auf den wirklich schön gelegenen Idealhang.
Idealhanglift. Man beachte die vielen kurzen Lawinen, die durch von der Pistenraupe aufgeschobenen Schneewänden daran gehindert werden, die Piste zu erreichen.
Rückkehr vom Idealhang über die kurze Piste des Zirkuslifts.
Bayernhanglift mit Blick ins obere Isartal.
Bayernhanglift. Schön gelegene Piste.
Weiter zur DSB Finstermünz von 1976.
Finstermünzbahn mit schönem Panorama.
Schrödelsteinabfahrt der Finstermünzbahn.
Florihanglifte. Bei meinem Besuch lief nur der rechte.
Hinunter zur zweiten Aufstiegsachse des Braunecks über die Familienabfahrt, hier den Stockhang.
Die Familienabfahrt endet an der Talstation des Milchhäusllifts, die links im Bild ist.
Über den Draxlhang geht es bis ganz nach unten. Ein sachöner Übungshang!
Draxlhanglift.
Wieder hinauf in Richtung Brauneck mit dem 1200 m langen Milchhäusllift. Voraussichtlich wird er im Sommer 2013 durch eine KSB ersetzt ... schade. Die Waxensteinabfahrt nebem dem Lift war übrigens wegen Schneemangels im unteren Bereich als einzige Brauneck-Piste gesperrt.
Die Kotalm, idyllisch gelegen. Ob die zugeschneite Erhebung rechts der Bildmitte wohl ein Kothaufen ist?
4SB Ahorn auf der Kotalm, Ersatzanlage für die frühere DSB aus dem Jahr 2000. Auf den "Kothaufen" führt der kleine SCHL Zuckerhütl.
Ahornabfahrt mit Blick auf Lenggries.
Rückweg zum Parkplatz vom Brauneckgipfel über die Weltcupabfahrt, die nun im Schatten liegt.
Schlussstück und Zielhang der Weltcupabfahrt.
Nächster Bericht: Mollis / Schilt 9. März 2013