Das warten hatte sich gelohnt. Karfreitag Mistwetter, ebenfalls in Gargellen da der Verkehr im Lände nichts gutes verheißen sollte wurde kurzfristig rechts nach Gargellen abgebogen. Von Pulver keine Spur. Eher Sulzskifahren, wir waren verwundert wie innerhalb knapp zwei Wochen die Verhältnisse gekippt sind. (Kar)Samstag spielten wir den Bonus aus in Partenen stationiert zu sein. Flucht in die Höhe, die Saarbrückener Hütte war das Ziel, aber mangels Sicht und Infrastruktur haben wir uns ohne Ziel auf die gut ausgebaute Spur Richtung Wiesbadener Hütte begeben. Selbst bei schlechter Sicht führen einen Wegbegrenzer wieder zurück. Dank des einsetzenden Nebel und Schneefall wurden diese auch von Nöten. Der Schlußaufstieg zur Hütte musste deshalb aber abgebrochen werden. Auch der Fußmarsch über den zugefrorenen Silvrettastausee ist nicht zu unterschätzen. Ostersonntag sollte vom Wetter nicht besser werden. Wir entschieden uns die Skisafari in Angriff zu nehmen in der Hoffnung dem überfüllten Montafon zu entweichen. Leider sind ausser uns nur zwei weitere auf die selbe Idee gekommen, und somit fiel das Pistenbully Taxi aus, dass einen bis Galtür zieht, und mittags wieder zurück bis Zenis um die Abfahrt nach Partenen zu bewältigen. Kein Problem, laufen wir eben. Den Weg bis Galtür kannten wir bereits dank der Aktion im Januar (Skisafari XXL Schruns-Partenen-Galtür-Ischgl-ÖBB zurück). Jedoch erfordert nebst dem Hinweg auch der Rückweg bis Zenis einiges an Schmalz in den Beinen. Belohnt wurden wir mit einer beinah unverspurten Abfahrt bis Partenen (Unsere beiden Wegbestreiter in der früh lassen grüßen). Durch diverse Vorgärten wo uns freundliche Anwohner den Weg um unwegsames Gelände zeigte endete unsere Unternehmung schließlich direkt am Auto. Skier rein und ab unter die Dusche, Sauna war keine mehr nötig.
Danach lernt man die Vorzüge Partenens zu schätzen, keine Touristenmassen, keine Party, kein Gedränge nur die Ruhe und dank der Höhenlage wohl die einzigste verschneite Ortschaft im Montafon. Eines steht fest, wir kommen wieder.
Ostermontag sollte der große Tag sein. In den hochlagen frischer Schnee, jedoch die Vortage noch in den Knochen, Heimreise und neuer Ski zwangen uns zu einer kleinen Tour.
Rauf aufs St. Antönier Joch in Gargellen. Hier findet quasi ein Treffen aller Tourengeher statt, die einen kommen die anderen gehen. Der giftige Wind zwang uns jedoch nur kurz oben zu verweilen. Nicht schlimm denn eine Wahnsinnsabfahrt stand bevor. Folgend kommentarlos die Bilder vom Aufstieg sowie Abfahrt. Alles aus der gopro, daher nicht zu viel erwarten. Ich glaube das Material reicht noch nicht für ein eigenes Video, daher ist noch nix in Arbeit aber vielleicht schaff ich Ende April wieder einen April reloaded Edit zu cutten.
Nach dieser Abfahrt hatten wir gar keine Lust mehr im Skigebiet rum zu Eiern, denn diese Abfahrt lies sich (heute) nicht toppen.
In dem Fall 12:30Uhr bye bye St. Antönier Joch.