Die untere Schlepper-Sektion hatten sie leider schon abgerissen. (Ganz früher soll dort sogar ein alter Leitner gestanden haben.) Im Dorf weiter vorne gab es mal einen Stemag, der leider auch nicht mehr ist. Dazu ein weiterer abgebauter Schlepper vorm Ortseingang (lt. LSAP-Forum) , dessen genaue Lage mir aber unbekannt ist. Aber ganz oben am Berg existiert wenigstens noch ein 1,3 km langer DePretis-Lift, das Trostpflaster sozusagen...
Das ist das „Skigebiet“ Weerberg und am 05.03.2013 nutzte ich den raren Sonnenschein in dieser Saison, um einen Tag Urlaub zu nehmen und dorthin zu fahren. Endlich hatte es mal trockene Straßenverhältnisse und man konnte ohne wochenendliche Staus und Nerv-Kolonnen zu seinem Ziel gelangen – zumal es eh wenige Leute geben dürfte, die zum Skifahren den Weerberg oder das benachbarte Kellerjoch aufsuchen. Bei herrlichem Wetter jedenfalls fand ich gleich die Abzweigung und kurvte neugierig den Berg nach oben. Den langweiligen Stemag-Ersatz direkt in Weerberg ließ ich dabei links liegen und fuhr gleich zum Hütteglift hinauf. Der Weg dorthin zog sich und scheinbar endlos ging es Kehre um Kehre bergauf, immer weiter noch oben, umgeben von einzelnen Häusern, dessen Bewohner ich bei schneereichem Winterwetter ob der Anfahrt wirklich nicht beneide. Dafür aber umso mehr um die Ausblick aufs Inntal, das immer weiter unten lag...
Ich fürchtete schon, mich mal wieder verfahren zu haben, doch irgendwann kam schließlich ein Parkplatz und ich stellte dort das Auto ab. Die Sonne lachte vom Himmel und ein böiger Wind wehte. Ich ließ die Ski erst mal im Auto und suchte den Lift – ich war mir immer noch nicht ganz sicher, hier richtig zu sein. Doch weiter vorne erreichte ich eine menschenleere Piste. Aber wo war der Lift? Ich suchte weiter und reckte den Hals. Weiter oben konnte man schließlich einen Schlepplift sehen, dessen Bügel sich bewegten und da wusste ich, endlich den Hüttegglift erreicht zu haben. In früheren Zeiten hätte ich mir das ersparen können und einfach den langen Schlepper von Weerberg herauf nehmen können, den man aber leider abgerissen hat.
Schönes Wetter und rein gar nichts los! Ich genoss noch ein wenig die gute Luft und den schönen Ausblick ehe ich die Ski holte und zur Talstation hinabfuhr.
Kapelle in Bau...
Die Talstation des 1985 erbauten Hüttegglifts. Hier blies der Wind ziemlich und die Bügel tanzten wild umher.
Vom Ortsrand irgendwo da unten muss früher die erste Sektion heraufgekommen sein. Schade – zwei lange Schlepper in Folge hätten natürlich noch mehr Gefallen gefunden. Aber ich war froh, dass wenigstens der obere Lift überlebt hat. Vermutlich waren die Schneeverhältnisse am unteren oft schlecht, so dass sich der Betrieb irgendwann nicht mehr gelohnt hat.
Anstehen musste ich am Weerberg überhaupt nicht...
Hier sieht man, wie weit oben der Lift überm Inntal liegt.
Ein schöner, alter de Pretis-Schlepper. Mitte März später sollte ich dann noch einige solcher Lifte in Kärnten fahren.
An Berghütten vorbei geht es auf eine Waldschneise zu...
Ehe der Lift ewig lang am Pistenrand nach oben führt. Hier oben geht es leider relativ flach zu, aber dafür hat man bei der Abfahrt einen schönen Ausblick aufs Inntal und keine Hindernisse beim „laufen lassen“....
Oben angelangt...
Schöne Privatpiste....
Mir gefiel es sofort hier oben – der lange Schlepper mitten am Berg irgendwo, der super Ausblick....
Kleiner Fotostopp an der Waldschneise...
Unten blies der Wind allerlei Waldzubehör auf die Piste...
Einmal fuhr ich voller Übereifer zum Schleppereinstieg und bremste am Drehkreuz zu spät ab – AUTSCH.... Aber ansonsten war es ein schönes Vergnügen, da oben herumzufahren und nach ungefähr 10 Touren beschloss ich, ans benachbarte Kellerjoch zu wechseln.
Am Parkplatz schnallte ich gerade meine Ski ab und wollte zum Auto weiter hinten laufen, als ich noch von einem äußerst aufdringlichen Kerl aufgehalten wurde. Er war ca. 50 Jahre alt und mit Frau und Enkel/ Kind auf dem Weg zum Lift, den er wie ich in der Früh auch, nicht gleich sehen konnte. Ich erklärte ihm 345.245.212.100 mal, dass der Schlepper am Ende der Piste steht und man nur ein Stück nach unten fahren müsste. Als er einmal für 2 Sekunde die Klappe hielt, nahm ich meine Ski und beeilte mich, zum Wagen zu kommen. Während ich meine Straßenschuhe anzog, stand er auf einmal wieder neben mir und wollte wissen, warum ich alleine hier wäre und ob ich auch München komme und wohin ich nun fahren würde und was weiß ich noch alles. Seine Frau und stand währenddessen hinter ihm – ihnen gehörte wohl der neben mir geparkte Wagen und sie wollten noch ihre Sachen holen.
Ich schaffte es, freundlich zu bleiben und gab ein paar kurze Anworten. Da holte der Mann auf einmal eine Faltkarte hervor und wollte noch unfreundlich wissen, wie man zum Kellerjoch käme, dessen Lifte eingezeichnet waren. Auch das erklärte ich ihm geduldigst und irgendwann schaffte ich es, ins Auto zu gelangen und sah zu, dass ich mich vom Acker machte. Es gibt Leute da draußen, die schaffen es immer wieder, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen
Übrigens hatte ich auf der Karte von der Nervensäge noch einen oder zwei Lifte am Kolsassberg direkt gegenüber (also auf der anderen Seite wie das Kellerjoch) eingezeichnet gesehen. Schon bei der Ankunft in der Früh hatte ich dort ein paar mal hinübergezoomt, weil die Hänge irgendwie LSAP-verdächtig aussehen. Weiß da jemand mehr?
Hier die Kolsassberg-Zooms:
Hat es da nicht mal einen „Jägerlift“ gegeben?
Anschließend ging es wieder nach Weerberg über drei Mio Kurven hinunter und kurz nach Erreichens der Bundesstrasse im Tal unten musste ich wieder abbiegen und eben den benachbarten Berg hinaufkurven. Am Kellerjoch wurde leider die 1. der 3 Sektionen stillegelegt und so konnte ich nicht wie 2009 einfach von Schwaz aus in Skigebiet hinaufschweben.
Wo bitte geht’s zum Lift?
Passend zum Nostalschigebiet Kellerjoch die Anfahrt mitten durchs Gehöft hindurch...
In Arzberg angekommen. Ich stellte meinen Wagen ab, zog die Handbremse sorgfältig an und beeilte mich, zum ESL zu kommen. Die Sonne schien noch, aber leider zog der Himmel immer mehr zu.
Zoom nach Schwaz – rechts sieht man die Stützen des stillgelegten ESL vom Ort herauf.
Die steile 2. Sektion läuft wenigstens noch – aber wahrscheinlich auch nicht mehr lange. Die meisten fahren mit dem Auto bis zur dritten Sektion hinauf und meiden den Lift hier anscheinend. Aber vielleicht lag das an jenem 05. März auch daran, dass ganz oben beste Pistenverhältnisse herrschten, während die Abfahrt hier herunter schon sehr aufgeweicht war.
Auf zum ESL!
Blick zurück... (Die Abfahrt endet am linken Bildrand und man musste eben leider abschnallen und ein Stück zur Talstation hinauflaufen.)
Blick nach rechts...
Die Lifttrasse ist hier schon ziemlich eingewachsen, seit man 1989 den ESL erbaut hat. (Hat wiederum einen ESL ersetzt.)
Bei der ersten Auffahrt konnte ich die Ski angeschnallt lassen und hatte die Hände für etliche Nikonspielchen frei. Später ging das nicht mehr, weil der Wind den Teppich am Einstieg weggeblasen hatte und der faule Liftler ihn trotz einer höflichen Nachfrage nicht wieder hinlegen wollte. Immerhin hätte er hierfür ca. 1,50 Meter weit marschieren müssen...
Schöne Stimmung mitten im Wald...
Als Fan alter Lifte und insbesondere den aussterbenden Einsitzern gefiel mir diese Auffahrt durch den steilen Bergwald total. So fuhr ich an jenem Tag noch etliche Male einsam nach Arzberg hinunter und ebenso alleine wieder hinauf.
Ach, das könnte ich stundenlang haben...
Blick aufs Inntal...
Ganz hinten müsste man's Rangger Köpfl sehen?
Oben angekommen, galt es erst mal einen Skipass zu kaufen, ehe der Umstieg in die dritte Sektion erfolgt.
1988 hat hier eine DSB einen ESL ersetzt – Länge 1.800 m...
Nicht in Betrieb befindliche Mittelstation.
Hier oben wurde es dann leider wolkig, aber wenigstens blieben Niederschläge aus und der Schnee richtig schön griffig.
Seitenblick. Irgendwo dahinten ist auf dem Pistenplan noch ein „Projekt“ eingezeichnet...
Zoom ins Tal hinunter (nach rechts) – da juckte irgendwie die LSAP-Nase...
Tourengeher auf 9 Uhr...
Hier sieht man, dass die obere Piste wirklich in einem sehr guten Zustand war. Als Beschäftigungsanlage gibt es hier noch den Bockstalllift.
Skispaß am Kellerjoch...
Wieder ein Tourengeher...
Oben angelangt, holte ich gleicht wieder die Kamera raus, denn da gibt es wirklich ein paar sehr schöne Ausblicke!
Zoom auf Schwaz hinunter...
Blick zurück...
2, 3 mal gab ich mir den Bockstalllift.
Kurz, aber schön gelegen.
Der frühere Gittermastenlift ging auch noch diesen Hang weiter hinauf.
Anschließend noch ein paar Liftszenenbilder...
Bockstalllift und Innsbruck.
Hier musste man auf dem Weg zur 2. Sektion leider abschnallen und ein Stück laufen. Das schreckte wahrscheinlich die meisten ab, bis nach Arzberg zu fahren.
Blick zurück.
Bei den Abfahrten nach Arzberg zur Talstation des ESL machte ich immer noch am Sonnenlift Halt, der in Höhe der Bergstation Sektion II / Talstation Sektion III verläuft.
Ein kleiner, netter Kurzbügler, wie man ihn sich als Schlepperfan nur zu oft erwünscht.
Schon 2009 hat es mir hier total gut gefallen.
Oben standen die meiste Zeit irgendwelche Leute herum und wunderten sich wahrscheinlich, dass ich recht oft den kleinen Lift fuhr.
Auf weichem Schnee ging es dann auch mal nach Arzberg runter.
Hier war Vorsicht angebracht. Übrigens verlief am linken Bildrand früher ein langer Schlepper. Man kann weiter unten noch die Schneise sehen.
Hier ging es weiter durch den Wald hinauf bis etwa in Höhe der Bergstation des Sonnenlifts. 2009 hatte ich die Trasse dieses LSAP-Lifts bereits erkundet, drum ließ ich es dieses Jahr sein.
Unterwegs mal zur Inntalautobahn gezoomt.
Nach einem ewig langen Ziehweg, der aber genau das richtige Gefälle aufweist, um nicht anschieben zu müssen, erreicht man mitten im Wald diesen schönen Steilhang. 2009 hatte es hier super Bedingungen, doch 2013 waren leider Nasschnee und Rübenacker angesagt.
Wieder in Grafenast angekommen – hier der Blick auf die untere Trasse der 3. Sektion.
Oben angelangt, entdeckte ich noch im Tal unten auf der anderen Seite des Inns bei Schwaz einen Schlepper...(kannte ich bislang gar nicht)
Currywurst, Pommes und eine halbe Bier – fast so schön wie Liftfahren...
Am Nachmittag war immer weniger da oben los.
Hier hat es unter der DSB noch nen 1A-Hang...
Am Schluss taten mir die Beine weh und mich reizte außerdem eine Talfahrt mit dem ESL...
Zweite und dritte Sektion...
Fundament der 1. Generation der 2. Sektion...
Durch den dämmrigen Bergwald schwebte ich dann nach Arzberg hinunter...
Von anderen Leuten war nichts zu sehen. Das hatte echt was bei dem diffusen Licht – auch wenn mir die Abendsonne lieber gewesen wäre.
Ich schwebte in Arzberg ein und der Liftler wunderte sich, dass ich nicht die Abfahrt genommen hatte. (Es fuhren außer mir keine Leute tagsüber runter, drum blieb ich ihm wahrscheinlich im Gedächtnis...)
Die steile Waldtrasse der 2. Sektion...
Gleich nebenan – vom Liftler unbemerkt – besichtigte ich die stillgelegte 1. Sektion. 2009 bin ich hier noch raufgefahren – damals benutzte außer mir, glaube ich, keine S... diesen Lift. Aller fuhren sie mit ihren Autos bis zur 2. oder 3. Sektion hinauf, während ich meines einfach in Schwaz unten abgestellt hatte.
Zwar nicht so lang und steil wie die 2. Sektion, aber den „Flug“ über Straßen, Gärten, an Häusern vorbei und durch ein kleines, zugewachsenes Waldstück zwischendrin fand ich damals auch ganz nett. Früher gab es auch mal eine Abfahrt, aber 2009 lag da zu wenig Schnee und man hatte sie bereits damals offiziell aufgegeben.
Auch hier wurde 1989 ein ESL von einem ESL ersetzt.
Dreht sich wohl nie wieder...
Tja....
Wenigstens kann man ihn noch fahren. Doch wie lange noch?
In Schwaz unten stellte ich meinen Wagen im Parkhaus ab und besichtigte die direkt nebenan liegende Talstation der 1. Sektion.
Noch hat man hier nichts abgerissen, sondern nur stillgelegt.
Dort oben geht der ESL zweimal über die Bergstraße rüber und davor schwebt man mal direkt bei den Anwohnern über dem Garten.
Die vergessene Stütze lag 2009 bereits auch schon an dieser Stelle. Die Sessel hingen hingegen noch dort, wie ich sie 2013 gerne gehabt hätte...