wieviel neue Seilbahnen.....

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DiDa
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wieviel neue Seilbahnen.....

Beitrag von DiDa »

verträgt ein Skigebiet? Ich will jetzt mal als Beispiel Sölden aufbringen. Die haben jetzt ja in 8 Jahren bestimmt an die 4 neuen 8EUB und bestimmt auch an die 7-8 neue KSB's gebaut, oder?

Wenn man sich das in der Kapazitätserhöhung vorstellt, sind das doch sicher mal um die 40%, vorallem weil der Gletscher den ganzen Winter offen ist. Damit sich das ja rentiert, müssten ja auch 40% mehr Leute kommen. Wie soll das denn gehen? Ist die Zahl der Gästebetten um 40% gestiegen?
Ich will mal so eine Diskussion darüber anregen wieviel neue Lifte, die eine Kapazitätserhöhung zur Folge haben, kann ein Skigebiet vertragen kann.
Nimmt man zum Vergleich das hier oft genannte Museumskigebiet Veysonnaz, kenn ich zum Glück auch sehr gut. Sicherlich stimmt es dass sogut wie alle Lifte immer an der Kapazitätsgrenze sind, aber inwieweit würde eine so große Kapazitätserhöhung ein Skigbiet verändern. Das schöne in Veysonnaz ist ja das auf den Pisten weniger Leute sind, was ja auch nicht schlecht ist und die Piste wird nicht so stark abgenutzt.

Gerade ich Veysonnaz finde ich die alte Gondel kultig und es ist auch mal schön wenn man zwischendurch mal länger nicht auf den Beinen steht, die fährt ja immerhin 15 Minuten.

So und jetzt dürft ihr mal eure Meinung dazu sagen, wie großzügig von mir :D .

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skikoenig
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Beitrag von skikoenig »

Vielleicht mal zu Anfang noch ein gedanke, der auch mit einfliessen sollte! Der Komfortbedarf der Gäste und die Bequemlichkeit ist entschieden gestiegen! Das alle Lifte an der Kapazitätsgrenze operieren kann ich auch nicht wirklich bestätigen! Es trägt halt dem komfortgedanken rechnung, das ich eine KSB habe, bei der lieber mal ein Sessel leer fährt, als das der Gast warten muss. denn die anderen gebiete rüsten ja auch auf und da muss das Skigebiet im Wettbewerb bestehen!
Das viele pisten überfülltsind, damit hast du unzweifelhaft Recht, aber die meisten möchten halt lieber viel ski fahren, als 15 minuten in der Gondel hocken!
"Denn da fahre ich lieber in XY, als das ich hier in der Schlange stehe" werden sich die meisten sagen!
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Oscar
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Beitrag von Oscar »

Gutes Beispiel für Komfortverbesserung sind die Kriegerhornbahn in Lech und die Lägerbahn in Grindelwald. Beide sind hauptsächlich aus Komfortgründen aufgerüstet worden. Bei der Kriegerhornbahn bestand vielleicht noch Kapazitätsbedarf bei der Lägerbahn auf keinen Fall. Hier gings nur um Komfort, und das ist auch gelungen!
kaldini
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Beitrag von kaldini »

Eines sollte man bitte bei der Diskussion nicht vergessen: eine Seilbahn egal welcher Art hat eine Lebensdauer von circa 20 bis 30 Jahren!! Das muss miteingerechnet werden! Wenn ich heute eine neue Bahn baue und die ist gleich wieder voll- oder gar überlastet hab ich in spätestens 5 Jahren wieder ein Problem. Und bei Baukosten von mehreren Mio Euro ist das dann selbst für Sölden ein Problem. Aus diesem Grund werden momentan auch so viele 6KSB?s gebaut mit recht geringer Kapazität - die kann man später durch einfaches Einhängen weiterer Sessel auf maximale Kapazität bringen - momentan reichen 2/3 aus (geringere Betriebskosten).
Weitere Gründe, warum Skigebiete ihre Bahnen in den letzten Jahren modernisiert haben, sind, dass bei vielen die 20 bis 25 Jahre Grenze erreicht wurde und das gegenseitige Aurüsten der Gebiete gegeneinander. Deshalb muss jeder jedes Jahr am Besten wieder etwas Neues bieten.
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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand »

Außerdem Spielt die Bekanntheit auch eine Rolle.

Den je bekannter ein Skigebiet desto mehr Leute kommen.
Wenn diese Leute dann auch zufrieden sind, dann erzählen die das Ihren Bekannten, die dann dort auch mal hinfahren wollen. Also kommen dann noch ein paar mehr.

Und diesen Leuten muß man was bieten.
Keiner fährt in ein Skigebiet wo es lange Schlangen am Lift gibt.

Und wer mehr bietet, kann auch Preislich höher liegen als wenn es nur einen Lift im Ort gibt.


Sölden hat ja auch klein angefangen. Mit einen 1-CLF nach Hochsölden (1948).
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Emilius3557
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Beitrag von Emilius3557 »

Da ich mich in den Trois Vallées ganz gut auskenne (behaupte ich jetzt mal, oder im Espace Killy):

Dort wurden seit Anfang der 1990er auch über 10 KSB gebaut, meistens hat das aber die Gesamtkapazität nicht groß verändert, da es schon früher kaum Wartezeiten gab. Die Anlagen, die heute ersetzt werden haben oft schon hohe Kapazitäten (4 SB mit 2400 p/h, 3 SB mit 1500 p/h). Hier werden oft mehrere alte, durch einen neuen ersetzt:

- 4 KSB Borsat => ersetzt 3 SLte
- 335 SSB Perce neige => ersetzt 2 x 4 EUB in 2 Sektionen (also 4 Sektionen!)
- 8 KSB Tommeuses => ersetzt 2 parallele 3 SBs mit zusammen 3400 p/h
- 6 KSB Tichot (wird diesen Sommer gebaut) => ersetzt 4 SB und 2 SLte, die zusammen heute 2200 + 600 + 600 p/h schaffen = 3400. Die neue Bahn wird 3600 p/h schaffen, also minimal mehr.

Oder Les Menuires:
- 6 KSB Béca => ersetzt 3 SLte und schafft 2400 statt 3 x 600 p/h. Sie erschließt aber insgesamt 4-5 verschiedene Abfahrten, also von Überfüllung kann keine Rede sein

Dadurch habe ich nicht den Eindruck, dass die Pisten dort per se voller geworden sind als früher, da wie dargelegt die Kapazität früher schon hoch war. Dieses Problem sehe ich eher in Österreich, wo einzelne SLte einer dicken KSB weichen (müssen). Gegenbeispiel: Zeblasbahn in Ischgl, die ebenfalls zwei SLte ersetzt hat, was wohl insgesamt die Kapazität in diesem Sektor nicht groß verändert hat
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GMD
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Beitrag von GMD »

Noch ein Beispiel: Die neue 4KSB Gamsalp im Toggenburg. An schönen Wochenenden hoffnungslos überlastet.
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An solchen Tagen bräuchte es eine 6KSB. Das Problem ist nur, dass die dazu gehörenden Abfahrten alle durch den Wald führen und sehr schmale Passagen aufweisen.
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Probably waking up
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