Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

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ATV
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Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von ATV »

In Argentinien hat sich ein schweres Seilbahnunglück ereignet, eine Katastrophe blieb wie durch ein Wunder aus. In der Cerro Catedral, einem Berg mit einer Höhe von 2.405 Meter im Nahuel Huapi Nationalpark in Patagonien, entgleisten mehrere Sessel eines Skilifts.
http://latina-press.com/news/158503-arg ... bariloche/
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.

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Pilatus
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von Pilatus »

Das interessante ist ja, dass es sich dabei um eine der wenigen "Neuanlagen" zu handeln scheint, die da unten in Betrieb sind!?
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Petz
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von Petz »

Hab ehrlich gestanden nix anderes erwartet und das bestätigt meine generelle Ansicht das der "Schrott" normalerweise nicht mit dem Abbau von Altanlagen von uns geht sondern mit Errichtuing von Neuanlagen erst ankommt...;D

Jedenfalls waren dort offenbar alle Schutzengel Südamerikas versammelt...:ja:
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von Pistencruiser »

Kann auch schnell mal tödlich ausgehen oder mit Querschnittslähmung ausgehen wenn die Sessel derart auf den Boden klatschen.
Trotz der Verletzten Glück im Umglück.
“Es gab mindestens acht Verletzte, der Betrieb der Seilbahn wurde für zwei Stunden ausgesetzt”
Das halte ich mal für ein Gerücht. In der Zeit ist niemals nach Evakuierung der Bahn das Seil wieder aufgelegt bzw.hat eine
Überprüfung stattgefunden - falls man auf sowas dort gesteigerten Wert legt. :!:
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von markus »

Bei Windböen von 90 km/h sollte so eine Bahn eigentlich nicht mehr fahren.
Schuldfrage also klar.
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GMD
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von GMD »

Kann ein Windstoss so stark sein, dass er das Seil nicht nur zum Entgleisen, sondern auch über den Seilfänger ziehen kann?
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von TPD »

Kann ein Windstoss so stark sein, dass er das Seil nicht nur zum Entgleisen, sondern auch über den Seilfänger ziehen kann?
Man erinnere sich an den Zwischenfall bei der DSB Fallboden im Winter 2008.
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von 1970 »

markus hat geschrieben:Bei Windböen von 90 km/h sollte so eine Bahn eigentlich nicht mehr fahren.
Schuldfrage also klar.
Es kann aber vorher weniger Wind gewesen sein. Und eine Windboee kann man nicht
voraussehen. Also Schuldfrage nicht geklaert.
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Petz
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von Petz »

Es rächt meiner Ansicht nach z. B. in dem Falle sich das man bei neueren Anlagen von den seitlich pendelfähigen Robas wie sie früher von Graffer, Trojer oder auch Leitner genau mit diesem Hintergedanken konstruiert, verwendet und auch beworben wurden völlig abgekommen ist und sie meiner Kenntnis nach für mich völlig unverständlicherweise mittlerweile bei Neuanlagen generell verboten sind.
Solche Robas hätten eine Seilentgleisung bei einer plötzlichen Windböe (bei der jede Form einer Sicherheitsabschalteinrichtung zu spät anspräche) höchstwahrscheinlich verhindern können...:ja:
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Kakadu
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von Kakadu »

Petz hat geschrieben:Es rächt meiner Ansicht nach z. B. in dem Falle sich das man bei neueren Anlagen von den seitlich pendelfähigen Robas wie sie früher von Graffer, Trojer oder auch Leitner genau mit diesem Hintergedanken konstruiert, verwendet und auch beworben wurden völlig abgekommen ist und sie meiner Kenntnis nach für mich völlig unverständlicherweise mittlerweile bei Neuanlagen generell verboten sind.
Solche Robas hätten eine Seilentgleisung bei einer plötzlichen Windböe (bei der jede Form einer Sicherheitsabschalteinrichtung zu spät anspräche) höchstwahrscheinlich verhindern können...:ja:
Gibt's irgendwo aufschlußreiche Infos darüber?
:argue: . . . . . . . . . :nixweiss: . . . . . . . . . :gruebel: . . . . . . . . . :verweis:

... es kann sein, dass ich nicht alle eMail-Benachrichtigungen erhalte, die bei abonnierten Threads oder PN-Eingängen ausgelöst werden sollten; direkt an mich adressierte eMails müßten aber ankommen ...
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Petz
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von Petz »

Aus welchen Überlegungen raus die Robas verboten wurden ist mir nicht bekannt.
Graffer warb jedenfalls dezitiert mit der Sturmsicherheit seitenpendelfähiger Robas und was Trojer jun. in einem früheren Gespräch wortwörtlich von der neuen Vorgabe hielt ist aus juristischen Gründen nicht postfähig...:wink:
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von markus »

Ich denke mal wegen der jetzt vorgeschriebenen Überschlagsicherungen der Wippen, Wiegen....
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Petz
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von Petz »

Klingt logisch wobei sich für mich sehr wohl die Frage der Abwägung stellt welches System mehr Sicherheit böte.
Nicht nachvollziehbar ist für mich auch das Verbot geschraubter Seilrollen gerade im Vergleich mit jenen Seilrollen deren Borde durch nen Federring gesichert sind; es kann mir kein Mensch erzählen dass 10 oder mehr mit selbstsichernden Muttern montierte Rollenschrauben gleichzeitig locker werden können; ein Bruch eines einzigen sichernden Federrings hätte meiner Ansicht nach dagegen fatale Folgen...:ja:
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von markus »

Bei unserer Girakbahn mit den Federringbordscheiben fliegt uns im Winter im Schnitt mindestens einmal so ein Ring davon,bzw. bei den Lorünser Rollenkörpern bricht der Rollenkörper.
Bei den Schleppern mit den Geschraubten Rollen hatten wir noch niemals solche Probleme, bzw. bei den Federingscheiben schon...
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Petz
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von Petz »

Deine Aussage bestätigt exakt das was mir auch andere Oldtimerliftbetreiber/Mitarbeiter in Gesprächen erläuterten; die haben aufgrund ihrer Sicherheitsbedenken teilweise nen richtiggehenden Bammel vor der spätestens bei Konzessionsverlängerungen zwangsweise zu erfolgenden Umrüstung.
Mich würde wirklich interessieren welche Gedankengänge die sogg. Fachleute bewogen diese Vorschrift meiner Ansicht nach wider jede Vernunft einzuführen...:ja:
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von Wombat »

Meint Ihr Sprengring? Federring mach ich unter eine Schraube. :gruebel:
markus
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von markus »

Umgangssprachlich sagt man halt auch so dazu. Wenn ich beim Girak die Teile bestelle läuft das immer unter Federring. Ist ja auch aus Federstahl.

Richt wäre eigentlich Aussen Seegering. Sagt aber auch keiner dazu.

Wombat
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von Wombat »

Ich dachte Seegering sei umgangssprachlich.
Btw ich bin mir sicher das 80% nicht darauf achten wie sie den Seegering monieren. Von den 2 Möglichkeiten ist nämlich eine Falsch.
markus
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von markus »

Das wichtigste ist darauf zu achten, dass der Ring beim Entspannen des Gummis fest in der Rollennut sitzt. Und zwar komplett.
Ich nehme dazu immer 2 Grosse Schraubenzieher her.

Und danach IMMER kontrollieren das der Ring nicht eiert.

Das andere Problem ist einfach das, dass der Rollenkörper im alter gerne an der Fräsnut des Sicherungsringes (Federring...) bricht und sich dann die Bordscheibe komplett lösen kann.

Inzwischen verwenden wir Rollenkörper mit mehr Wandstärke.
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Talabfahrer
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von Talabfahrer »

Wombat hat geschrieben:Ich dachte Seegering sei umgangssprachlich.
Btw ich bin mir sicher das 80% nicht darauf achten wie sie den Seegering monieren. Von den 2 Möglichkeiten ist nämlich eine Falsch.
Zuerst mal: Hinsichtlich des Themas "Bariloche" sind wir jetzt schon arg :offtopic: Wenn's aber zur Erklärung einer möglichen Unglücksursache hilft, dann bitte um Nachsicht. Also offiziell (nach der DIN 471) heißen die Dinger "Sicherungsringe (Halteringe) für Wellen". Nach dem Traditionsunternehmen Seeger (jetzt Seeger-Orbis) ist der Name Seeger-Ring seit langem gebräuchlich. Jetzt hätte ich aber gerne noch erklärt, wie man den (Norm-)Wellen-Sicherungsring "falsch" montieren kann. Der Ring ist symmetrisch, d.h. außer dass er nicht vollständig in der Wellennut sitzt, was ja auch markus schon als entscheidend erwähnt hat, kann man bezüglich Lage und Orientierung eigentlich nichts falsch machen. Dass man keinen Sicherungsring für Bohrungen nach DIN 472 (Innensicherungsring) auf einer Welle verwendet, sollte allerdings schon klar sein. Und zum Montieren gibt es spezielle Sicherungsringzangen.
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von markus »

Die braucht es bei der größe der Ringe nicht, die haben einen Durchmesser von ca. 35 cm je nach Bahntyp und sind relativ Elastisch.
Ich mal mal ein Foto in der nächsten Woche.
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Talabfahrer
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von Talabfahrer »

markus hat geschrieben:Die braucht es bei der Größe der Ringe nicht, die haben einen Durchmesser von ca. 35 cm je nach Bahntyp und sind relativ Elastisch.
Ich mal mal ein Foto in der nächsten Woche.
Bei dem Durchmesser sind das ja schon recht massige Teile. Hab mal im Seeger-Orbis Katalog nachgeschaut, und da sieht man, dass ein einzelner solcher Ring mit Nennmaß d1=350mm immerhin 850g wiegt.
Dass einzelne ältere Rollenkörper ausgehend von der Sicherungsringnut einen Ermüdungsbruch erleiden, ist natürlich ein unakzeptabler Murks. Wäre aber kein Hexenwerk gewesen, die so auszulegen und zu fertigen, dass das mit ausreichend hoher Wahrscheinlichkeit nicht vorkommt, und ich gehe mal davon aus, dass neue Rollenkörper bzw. Ersatzteile dieses Problem nicht mehr aufweisen. Kostet halt um einiges mehr als eine Sparlösung. In meiner Branche wäre nach solchen Vorkommnissen sofort die Zulassung dahin.
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von markus »

Muss euch da ein Foto machen, denn die Ringe sind ja keine echten oder richtigen Seegeringe. Ich sag ja, dafür gibt es einige Audrucksweisen. Ich nenne die Ringe Federringe.
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von Wombat »

markus hat geschrieben:Das wichtigste ist darauf zu achten, dass der Ring beim Entspannen des Gummis fest in der Rollennut sitzt. Und zwar komplett.
Ich nehme dazu immer 2 Grosse Schraubenzieher her.
Und wenn der Ring nicht richtig sitzt, liegt das meist daran das die Nut entweder zu Schmal ist oder Konisch. Was beides nicht der Norm entspricht.
Talabfahrer hat geschrieben:Jetzt hätte ich aber gerne noch erklärt, wie man den (Norm-)Wellen-Sicherungsring "falsch" montieren kann.
Dann gehörst Du zu den oben erwähnten 80%. :wink:
Talabfahrer hat geschrieben: Der Ring ist symmetrisch, d.h. außer dass er nicht vollständig in der Wellennut sitzt, was ja auch markus schon als entscheidend erwähnt hat, kann man bezüglich Lage und Orientierung eigentlich nichts falsch machen.
Demnach hast Du die Ringe nicht richtig angesehen. Es gibt eine scharfe Kannte und eine runde Kannte. Die scharfe Kannte muss immer nach aussen, also in die Richtung in welche die Kraft wirkt. So rutscht der Ring weniger schnell aus der Nute.
markus
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Re: Schweres Seilbahnunglück in Bariloche

Beitrag von markus »

Die Ringe sind rund.
Und es liegt nicht daran, dass die Nut zu Schmal oder Konisch ist, sondern daran dass beim Entlasten der Ring einfach nicht richtig sitzt.
Man muss schon selber auch aufpassen was man macht.
Ich habe sicher schon Hunderte Seilrollen montiert und denke ich weiss wovon ich spreche.
Die Nuten sind immer die selben.

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