Hüttentour im Rätikon/Montafon/Vorarlberg

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Oliver11
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Hüttentour im Rätikon/Montafon/Vorarlberg

Beitrag von Oliver11 »

Hallo liebe Bergfreunde,

Route: Grüneck - Lindauer Hütte - Carschinahütte - Totalphütte - Schesaplana - Lünerseebahn Bergstation

dieses Jahr ging es in den Rätikon/Montafon/Vorarlberg - leider als Alleingänger. Meine Pension (Haus Gafrina) befand sich in Schruns/Mauren. Diese ist sehr empfehlenswert.
Nach dem ich montags angereist bin und mich an diesem Tag erst ein wenig akklimatisiert habe, sollte es dienstags losgehen in Richtung Lindauer Hütte.
Am Dienstag morgen wusste ich noch nicht ganz recht, ob ich überhaupt losgehen soll, da sich Nebel aufgetan hatte und es wie aus Eimern goss. Nachdem ich den Hüttenwirt der Lindauer Hütte kontaktierte und danach fragte wie's denn oben aussieht, packte ich schnell meine Ausrüstung zusammen und fuhr mit dem Auto in Richtung Golmerbahn Talstation(Vandans). Von dort aus nahm ich die Gondel bis zur Bergstation (Grüneck). Als ich oben angelangte sah ich nur Wolken. Kein üppiges Panorama erstreckte sich vor mir. Also ging es los in Richtung Lindauer Hütte vorbei an der Latschätz Alpe. Ohne eine Menschenseele zu begegnen (wen wundert's) betrat ich nach ca. 2 Stunden die Lindauer Hütte. Sehr gepflegt, super Sanitäranlagen und einen schönen Neubau + Stube. Nettes Hüttenpersonal, gutes Essen und angemessene Preise.

Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht begann der Aufstieg gegen 12:30 Uhr in Richtung Drusentor. Leider bekam ich an diesem Tag kein Panorama zu Gesicht aufgrund von starkem Nebel und mässigem Regenfall. Zudem habe ich witterungsbedingt die Drei Türme weggelassen. Nach ca. 1 1/2 h mäßigem Aufstiegs erreichte ich das Drusentor. Von dort aus lief ich in 30/45 Minuten zur Carschinahütte. Eine sehr kleine und urige Hütte. Dort war keine Dusche vorhanden und kein warmes Wasser. Das Essen war der Hammer und das abendliche Feeling auf der Hütte ebenfalls. Ich als alleiniger Bergsteiger wurde schnell durch die Hüttenwirtin an andere Bergsteiger vermittelt und fand sehr schnell angenehmen Anschluss. Dort bekommt man allerdings nur Halbpension, aber dennoch sehr empfehlenswert. Am nächsten Morgen wurden wir alle von strahlendem Sonnenschein begrüßt. Die Berge der Schweizer Alpen wurden vom Sonnenlicht angestrahlt - ein Panorama wie aus dem Bilderbuch, wunderschöne Gegend.

Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es dann um 08:00 los in Richtung Totalphütte. Diese ist von der Carschinahütte nicht ausgeschildert. So lief ich erst Mal im Schatten der Drei Türme, vorbei am Schweizer Tor und den Kirchlispitzen in Richtung Gafalljoch. Ein ebenerdiger wunderschöner Panoramaweg. Von dort ging es geradeaus weiter in Richtung Schesaplanahütte. Mit Aussicht auf die Schesaplana und Berge der Schweizer Alpen lief ich weiter in Richtung Gamslückensteig, der am Anfang mässig bergauf ging. Später jedoch ist dieser an seinen steilsten Stellen mit Drahtseilsicherungen ausgerüstet. Auch ein kurzes Stück hinter der Gamslücke ist widerrum mit Drahtseilsicherungen gesichert - aber alles ohne Weiteres machbar, wenn man sich einigermaßen trittsicher bewegen kann. Vor mir lag dann die Totalphütte, die ich innerhalb einer halben Stunden gegen 14:30 Uhr erreichte.

Von der gut besuchten Hütte hatte man wieder ein wahnsinniges Panorama. Auch hier gibt es keine Duschen und nur kaltes Wasser. Das Abendessen sowie das Frühstück war gut. Das Feeling in der beheizten Stube wunderschön.

Am nächsten Morgen stand das Highlight der diesjährigen Route an. Die Schesaplana! Das Wetter war wieder bombastisch gut. Also ging es um 07:30 aufwärts. Der Weg verläuft anfangs mäßig steil bergauf. Später folgen einige Passagen mit Drahtseilsicherungen, aber gut machbar. Dann kommt eine etw. schmälere Passage, die ebenfalls mit Drahtseilen ausgerüstet ist. Hier ist auf jeden Fall Trittsicherheit gefragt - beim Abstieg noch mehr als beim Aufstieg. Es war sehr rutschig, da der Weg größtenteils noch befroren war. Nach dem der Grad erreicht wurde, hatte man eine super Aussicht in Richtung Schweiz. Der Gipfel ist von dort an leicht zu erreichen. Die Schesaplana erreichte ich exakt um 09:20 mit vollem Gepäck und ohne einer Menschenseele zu begegnen. Dieser war befroren, Schnee lag keiner (witterungsbedingt). Die Aussicht war noch besser. Der Brandner Gletscher, die Mannheimer Hütte, die Schweizer Alpen, das Rheintal, der Lünersee und und und... Wahnsinn! Handyempfang ebenfalls vorhanden.

Um 09:30 Uhr begann ich mit dem Abstieg bis zur Lünerseebahn - Bergstation. Diese erreichte ich leider genau zur Mittagspause.
Mit der Fahrt ins Tal wurde die Tour mit Höhen und Tiefen wahnsinnig zufrieden beendet.

Allem im Allem war es eine super Tour, ein super Urlaub - auch die Premiere als Alleingänger! Die Gegend ist wie so viele Ecken im Montafon wunderschön und attraktiv zu laufen. Ich war von allen Hütten begeistert. Empfehlenswert!

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