Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

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snowflat
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Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von snowflat »

Die Kosten und der Energieaufwand für Kunstschnee hätten sich in den vergangenen Jahren halbiert - so die Vorarlberger Wirtschaftskammer. Die Naturschutzanwältin hält u.a. entgegen, dass die Kunstschneeproduktion weiter steige.
Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert
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Arlbergfan
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Re: Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von Arlbergfan »

Hier ein etwas anderer Bericht aus der TT.

Tirol wirft die Schneekanonen an
„Die Investitionen in die Beschneiung gehen stark zurück. 100 Millionen Euro waren es 2008 und 40 Millionen Euro 2012“, errechnet der Sprecher der Seilbahner, Franz Hörl. Doch weder Land noch Seilbahner gehen davon aus, dass es billiger wird. Die beschneiten Flächen werden größer, die Kosten dafür geringer, meint Burger.
Kann ich mir irgendwie gar nicht vorstellen. Es wird doch jedes Jahr in zig Speicherteiche investiert. Gehen die Kosten da wirklich zurück?
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Ihr könnt gerne auf Instagram vorbeischauen: https://www.instagram.com/powderhuntr
kaldini
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Re: Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von kaldini »

Naja, die großen Gebiete haben a) die wichtigen Pisten beschneibar gemacht (Leitungen, Schneeerzeuger, Adaptionen) und b) große Teiche mit guter Pumpleistung. Diese Gebiete optimieren und erweitern nun ihre Anlagen, das passiert aber peu a peu im Zuge der "normalen" Investitionen.
Ich sehe das ähnlich dem KSB-Boom der späten 90ger bis Mitte 2000er Jahre, da hat jeder aufrüsten müssen und viel Geld ausgegeben, anschliessend ging nun die Anzahl an Neubauten zurück.
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Re: Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von schneesucher »

In dem Artikel wird erwähnt, in Südtirol würden Versuche laufen Speicherseen zu kühlen. Leider wird das nicht näher ausgeführt. Aktive Kühlung? Passive Kühlung durch Umwälzen des Wassers dürfte schon lange üblich sein.
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Fab
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Re: Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von Fab »

Auf der Startseite des schweizer SLF steht, dass die eine Schneilanze entwickelt haben die keinen Strom braucht.

http://www.slf.ch/ueber/organisation/sc ... 2/index_DE
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Re: Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von Wombat »

Das stimmt nur wenn der Speichersee höher als die Lanze steht und der Druck reicht. Pumpen brauchen nämlich auch Strom. Melchsee Frutt hat 11 solcher Lanzen zu getan.
http://www.seilbahn.net/sn/index.php?i= ... 0B%E4chler
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Re: Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von fettiz »

grrr. Mal von den technischen Aspekten abgesehen, werden hier wieder mal verschiedenste Kosten-Sachverhalte vermixt.
Wenn ich günstiger Kunstschnee machen kann, aber vermehrt herstelle, ist er immer noch günstiger geworden. Nur in Summe habe ich dadurch etwas weniger, gleich viel oder sogar mehr dafür ausgegeben.
Also nochmal zurück auf 0. Betriebswirtschafslehre für Anfänger - stark vereinfacht:
Es gibt Stückeinzelkosten: Herstellungskosten/m^3.
Gesamtkosten: Anzahl m^3*Herstellungskosten/m^3

Zudem muss man Investitionen (Bau) von operativen Kosten (Betrieb) trennen.
Eine Investition wird auf x Jahre abgeschrieben und geht in die Berchnung stark vereinacht nur als Kapitalkosten in die operativen Kosten mit ein.
Ich kann also stark gestiegene Investitionen haben, aber trotzdem geringere operative Kosten.

So ich versuche jetzt mal zu interpretieren. Wobei es nicht klar ersichtlich: Mit günstiger geworden ist vermutlich gemeint, dass die Herstellung je Kubikmeter Kunstschnee wesentlich günstiger wurde. Dies liegt vermutlich wieder an der technischen Geräteentwicklung - die weiterging - und eben gestiegene Strompreise überkompensiert hat. Nur dafür mussten die Gebiete in neue Schneianlagen investieren. Dafür waren also Investitionen in der Vergangenheit notwendig - und positive Business Cases.

Welche Basis nutzt der vom Seilbahnverband? Vergleicht er Geräte von heute gegen die von vor 10/20 Jahre, welche im Showroom stehen? Oder nutzt er eine Querschnitt von den Skigebieten? Was hat er für Daten? Welche Referenzstrompreise hat er gerechnet? Zudem bestehen die Kosten nicht nur durch Stromkosten. Welchen Personalaufwand haben die Installationen heute? Wenn ich Propellerkanonen hinstelle, die ich umsetze dann habe ich einen ganz anderen Aufwand an Personal, Energie (Betrieb von Pistenraupen), Verwaltung, als automatisch gesteuerte Lanzen, ...

Insgesamt haben sich bei mir bei dem Artikel die Fußnägel hochgestellt. Weil die Aussage irgendwie aus der Luft gegriffen erscheinen. Aber Hauptsache die Kosten sind halbiert...
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snowflat
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Re: Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von snowflat »

Seit 1. November darf in Tirols Skigebieten beschneit werden - da und dort laufen die Schneekanonen schon mit Vollgas. Wie viel Wasser, Strom und Geld wird für die Beschneiung aufgewendet? Wenn man die Zahlen in Relation bringt, wird Überraschendes sichtbar.
Verblüffendes Zahlenspiel mit Kunstschnee
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Re: Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von Rüganer »

^^Journalistensprech eben
Laut Steinwander ist der Wasserverbrauch mittlerweile pro Winter enorm. Pro Hektar beschneiter Piste sind 3.000 Kubikmeter Wasser erforderlich. In Tirol werden etwa 4.500 Hektar Piste mit Kunstschnee bedeckt, das ergibt einen Wasserbedarf von rund 16 Millionen Kubikmeter Wasser.

Das entspreche dem jährlichen Wasserverbrauch der vier größten Städte beziehungsweise Gemeinden Tirols. Innsbruck, Kufstein, Telfs und Schwaz verbrauchen zusammengerechnet das ganze Jahr über so viel Wasser wie Tirols Schneekanonen in einem Winter.
Wusste garnicht, dass Wasser für Schneekanonen wirklich VERBRAUCHT wird.
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Re: Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von br403 »

Naja, aktuell ist es dann als Trinkwasser nicht mehr verfügbar. Ein Teil verdunstet, ein anderer Teil geht in das Erdreich und wird wieder zu Grundwasser. Wie jedes Wasser was verbraucht wird.
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Re: Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von Werna76 »

"Unbeschneite Winter könnte sich Tirol nicht mehr leisten"
https://www.wko.at/Content.Node/branche ... isten.html
"Es wäre nicht auszudenken, was passiert, wenn wir in Tirol ein, zwei Ski-Openings nicht wie angekündigt durchführen können oder es nacheinander zwei schneearme Winter gibt
Ein Winter, in dem die Skigebiete leer stehen, wäre eine Katastrophe.... Bei zwei aufeinanderfolgenden schneearmen Wintern käme das gesamte System ins Wanken
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thun
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Re: Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von thun »

fettiz hat geschrieben:So ich versuche jetzt mal zu interpretieren. Wobei es nicht klar ersichtlich: Mit günstiger geworden ist vermutlich gemeint, dass die Herstellung je Kubikmeter Kunstschnee wesentlich günstiger wurde. Dies liegt vermutlich wieder an der technischen Geräteentwicklung - die weiterging - und eben gestiegene Strompreise überkompensiert hat.
Auch Skaleneffekte dürften eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Stichwort Wartungskosten, Auslastung bestimmter Systemteile, Stromeinkauf (Großverbraucherpreise), etc.
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Petz
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Re: Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von Petz »

br403 hat geschrieben:Naja, aktuell ist es dann als Trinkwasser nicht mehr verfügbar. Ein Teil verdunstet, ein anderer Teil geht in das Erdreich und wird wieder zu Grundwasser. Wie jedes Wasser was verbraucht wird.
Nachdem die meisten Quellfassungen tiefer als Schigebiete bzw. deren Pisten liegen und auch ein wesentlicher Teil des Trinkwassers speziell im Flachland aus dem Grundwasser entnommen wird, ist meiner Meinung nach dessen Verfügbarkeit durch die Beschneiung praktisch nur um ein Jahr verzögert. Und jener Schneeanteil der verdunstet kommt bekanntermaßen auch wieder als Niederschlag runter wenn auch meist nicht im selben Gebiet. Insoferne seh ich Beschneiung nicht als "Verbrauch" sondern eher als temporäre Zwischenspeicherung an.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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Re: Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von Werna76 »

http://salzburg.orf.at/radio/stories/2616949/
Ein Kubikmeter Schnee kostet 3,50 Euro
Salzburgs Liftgesellschaften sollen den Strom für den Betrieb von Schneekanonen selbst erzeugen. Das verlangt Landesumweltanwalt Wolfgang Wiener. Seilbahnen und Liftgesellschaften sind im Winter die größten Stromverbraucher im Land.
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Re: Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von snowflat »

Der Energie-, Wasser- und Kostenaufwand für Kunstschnee ist deutlich zurückgegangen - so jubeln die einen. Die Umwelt wird dennoch nicht geschont, weil als Antwort auf den geringeren Energieverbrauch noch mehr Beschneiungsanlagen und Wasserspeicherbecken gebaut werden - klagen die anderen.
Spareffekt schmilzt dahin
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Re: Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von EBM »

In Ischgl kostet der qm 5€, jährliche Gesamtkosten für Beschneiung 11 Mio €.
http://www.spiegel.de/reise/europa/tiro ... 35592.html
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Re: Kosten für Kunstschnee haben sich halbiert

Beitrag von alpina11 »

Wenn die Kosten 11Mio Euro kosten, mich würde interessieren was dann einnehmen

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