Nach dem grenzwertig dünnen Kunstschneeband am Jauerling vom Stefanitag haben wir uns nun aufs Hochkar begeben, in der Hoffnung, dort bessere Pistenverhältnisse vorzufinden. Gleich vorweg: Diese Idee hatten extrem viele andere Schifahrer auch. Als wir zehn Minuten vor dem offiziellen Betriebsbeginn am Hochkar ankamen, waren wir bei den letzten Autos dabei, die noch zum oberen Parkplatz fahren durften. Im Tagesverlauf wurde auch der untere Parkplatz voll. Bei der Abreise entdeckten wir, dass auch zahlreiche Besucher im Tal parken mussten, die dann mit Shuttlebussen ins Schigebiet gebracht wurden.
Wetter: Bei +5 bis +7°C zogen mit starkem Südföhn Schleierwolken durch. Es blieb aber niederschlagsfrei.
Lift- und Pistenstatus: Es waren alle Lifte geöffnet, die 4KSB/B Vorgipfel allerdings wegen des Föhns erst ab 14:00 Uhr. Es waren auch fast alle Pisten geöffnet. Geschlossen waren nur Blachlboden (10), Scheiterkogel (10a), Leckerplancarvingpiste (4a), Draxlerloch-Rennpiste (7c) und Karabfahrt (8). Da wir anscheinend immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren, hatten wir trotz des großen Besucherandrangs verhältnismäßig geringe Wartezeiten. Um die 5 bis 10 Minuten mussten wir nur einmal an der DSB Großes Kar warten, sonst meist knapp unter fünf Minuten an den Tagesrandzeiten auch deutlich weniger.
Pistenzustand: Optisch machte der Schitag endlich einmal wieder einen winterlichen Eindruck. Sogar auf den gesperrten Pisten war so viel Schnee, dass sie von einigen Sportlern befahren wurden. Leider wurden alle schönen knackig steilen Pisten im Tagesverlauf immer eisiger und daher extrem unangenehm schwierig zu fahren. Es wundert mich daher nicht, dass ich die größte Menschentraube ausgerechnet beim Almlift (der einzige Lift, der nur blaue Pisten erschließt) fotografiert habe. Am Häsing-Schiweg habe ich auch noch nie so viele Schifahrer gesichtet, wie diesmal. Auch mir haben diesmal die weniger eisigen flacheren Pisten mehr Spaß bereitet.
Neuheiten: Gegenüber meines Letzten Schitages am Hochkar, der gegen Ende der Saison 11/12 war, hat sich dort einiges verändert.
1.) Die Hochkar-Alpenstraße ist keine Mautstraße mehr. (Das wusste ich schon von einem Besuch im vergangenen Sommer.) Die Liftkarten werden daher nicht mehr bei der ehemaligen Mautstelle verkauft. Eine Kassa ist bei der Talstation der 4KSB/B Vorgipfel. Diese gab es schon immer, ist aber nur für Besucher, die bis zum oberen Parkplatz fahren können erreichbar. Eine neue Kassa ist am oberen Ende des unteren Parkplatzes. Zahlreiche Schifahrer, die am unteren Ende geparkt haben und die neue Situation noch nicht kennen, sind allerdings ins Draxlerloch abgefahren in der Annahme, sich dort die Karten kaufen zu können. Darauf ist man seitens der Betreiber bereits vorbereitet und hat bei der 4SB Draxlerloch links neben den Drehkreuzen einen Durchgang geschaffen. Es hat dann für ein wenig Unmut in der Menschentraube vor den Drehkreuzen gesorgt, als plötzlich ein ganzer Schwall Schifahrer ohne Liftkarte sich links daneben „vordrängte“.
2.) Der Zagerlboden-Tellerlift ist Geschichte. An seiner Stelle steht ein überdachtes Förderband. Auch das bisherige Förderband am Zagerlboden ist nun überdacht. Gegenüber des Almliftes gibt es ebenfalls ein neues Förderband.
3.) Sowohl die Karhütte als auch das Geischlägerhaus werden jetzt von JoSchi betrieben. Im Geischlägerhaus gibt es jetzt einen Pizzaofen und man wirbt damit, die höchste Pizzeria Niederösterreichs zu sein.
4.) Offensichtlich ist das Hochkar (und auch der benachbarte Ötscher) nicht mehr bei Skiline dabei. Jedenfalls konnte ich das Hochkar nicht auf der Skiline-Homepage finden.
Fazit: Auch am sonst so schneesicheren Hochkar herrschen aus meiner Sicht keine guten Pistenverhältnisse, die die deutlich längere Anreise gegenüber der Semmering-Wechsel-Region rechtfertigen.
Hochkar 28. 12. 2013
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