Auslaufmodell Buckelpiste?
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Auslaufmodell Buckelpiste?
Ein Artikel aus dem "Walliser Boten"
http://www.1815.ch/wallis/aktuell/ausla ... 26294.html
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Re: Auslaufmodell Buckelpiste?
Blödsinn. Nur noch zehn Buckelpisten in Walliser Skigebieten. So viele gibt es ja alleine in Vebier/Quattre Vallees und das ist auch im Wallis.Gemäss Auskunft von Wallis Promotion wurden im Jahr 2010 noch rund zehn Buckelpisten in Walliser Skigebieten gezählt. Eine Umfrage in verschiedenen Oberwalliser Skigebieten bestätigt den anhaltenden Trend zu weiten und planen Pisten. Immer noch Buckelpisten oder zumindest weitere unpräparierte Pisten, sogenannte Varianten, können beispielsweise in Zermatt, in der Aletsch-Arena, in Hohsaas und Saas-Fee oder Bürchen befahren werden. Leukerbad teilt mit, dass diskutiert werde, wieder eine Buckelpiste ins Angebot aufzunehmen.
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valdebagnes
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Re: Auslaufmodell Buckelpiste?
Dort sind die Buckelpisten jedoch als Routen ausgewiesen. Ich denke, das man die nicht mitgezählt hat.
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Re: Auslaufmodell Buckelpiste?
Fab hat geschrieben:Weiß eh nicht wie man das auseinander halten will.
Die einzige Buckelpiste in den 4 Vallees, die als Piste ausgeschrieben ist, ist die vom Mont Fort nach Gentianes. Der Rest sind Routen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.valdebagnes hat geschrieben:Dort sind die Buckelpisten jedoch als Routen ausgewiesen. Ich denke, das man die nicht mitgezählt hat.
Saison 2018/19: 41 Skitage - 7 Saalbach, 3 Stuhleck, 3 Mölltaler Gletscher, 2 Hirschenkogel, 1 Maiszinken, 1 Feistritzsattel, 1 Annerlbauer, 1 Furtner Lifte, 1 Breitenfurt, 1 Simas-Lift, 1 Unterberg, 1 Schmoll Lifte, 1 Jauerling, 1 Hochbärneck, 1 Kalte Kuchl, 1 Königsberg, 1 Puchenstuben, 1 Kasberg, 1 Loferer Alm, 1 Thalkirchdorf, 1 Andelsbuch/Schneiderkopf, 1 Buron/Adelharz, 1 Bödele, 1 Thaler Höhe, 1 Schetteregg, 1 Hahnbaum, 1 Fageralm, 1 Mönichwald, 1 Niederalpl, 1 Hochkar
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Sebald Breskac
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Re: Auslaufmodell Buckelpiste?
Da gab´s vor einiger Zeit schon mal einen Artikel im Spiegel zu dem Thema.
Ist mir auch schon aufgefallen, daß auch schwarze Pisten mehr präpariert werden als früher und letztes Jahr in Sölden gab es sogar abseits der abgsteckten Pisten Hänge, die planiert worden sind. Nicht daß ich die extremen Buckelpisten bräuchte (vor Jahren bin ich in Alpe d´Huez aus Angst vor den Zwei-Meter-Buckeln das einzige Mal in meinem Leben mit der Gondel wieder runtergfahren), aber ich finde, in einem Schigebiet sollte doch jeder auf seine Kosten kommen dürfen.
Ist mir auch schon aufgefallen, daß auch schwarze Pisten mehr präpariert werden als früher und letztes Jahr in Sölden gab es sogar abseits der abgsteckten Pisten Hänge, die planiert worden sind. Nicht daß ich die extremen Buckelpisten bräuchte (vor Jahren bin ich in Alpe d´Huez aus Angst vor den Zwei-Meter-Buckeln das einzige Mal in meinem Leben mit der Gondel wieder runtergfahren), aber ich finde, in einem Schigebiet sollte doch jeder auf seine Kosten kommen dürfen.
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Re: Auslaufmodell Buckelpiste?
Ich finde auch, das man mit den taillierten Ski in Buckeln schlechter zurecht kommt als mit den alten Latten. Zumindest mir geht das so.
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Re: Auslaufmodell Buckelpiste?
Wollte jetzt keinen extra Thread aufmachen und die Suche hat nichts ergeben, deswegen hier die Frage:
Wie stellt man eigentlich eine Buckelpiste her?
Hat mich heute wegen Olympia meine Frau gefragt...
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Re: Auslaufmodell Buckelpiste?
Dazu ein paar Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Buckelpiste
Buckelpisten entstehen meist, wenn die Piste sich selbst überlassen wird, also nicht mit Pistenraupen präpariert wird. Deswegen werden sie in vielen Skigebieten auch als Skirouten ausgewiesen. Die Buckel entstehen, weil durch das Kurvenfahren der Schnee zusammengeschoben wird und sich in Buckeln verdichtet.
Bei einer "natürlich" entstandenen Buckelpiste unterscheiden sich die Buckel nach Höhe und Umfang, weshalb für Wettkämpfe eine gleichmäßigere Buckelpiste angelegt wird. Dies erfolgt anhand einer maschinellen Grundpräparierung und anschließender "Handarbeit". Infos dazu hier
http://wiki.fis-ski.com/index.php/Devel ... uls_Course
http://de.wikipedia.org/wiki/Buckelpiste
Buckelpisten entstehen meist, wenn die Piste sich selbst überlassen wird, also nicht mit Pistenraupen präpariert wird. Deswegen werden sie in vielen Skigebieten auch als Skirouten ausgewiesen. Die Buckel entstehen, weil durch das Kurvenfahren der Schnee zusammengeschoben wird und sich in Buckeln verdichtet.
Bei einer "natürlich" entstandenen Buckelpiste unterscheiden sich die Buckel nach Höhe und Umfang, weshalb für Wettkämpfe eine gleichmäßigere Buckelpiste angelegt wird. Dies erfolgt anhand einer maschinellen Grundpräparierung und anschließender "Handarbeit". Infos dazu hier
http://wiki.fis-ski.com/index.php/Devel ... uls_Course
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Bjoerndetmold
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Re: Auslaufmodell Buckelpiste?
Offensichtlich "künstliche" Buckel mit Schanzen im oberen Bildteil, Skifahrer mit Helm, kurze, taillierte Skier. Ich weiß ja nicht, wann für den "Walliser Boten" die "Blütezeit des Buckelpistenfahrens" war, aber das Foto scheint mir ziemlich aktuell zu sein...Hohsaas: Nostalgie pur. Ein Foto aus der Blütezeit des Buckelpistenfahrens.
Wie heißt es schon in Monty Python's "Das Leben des Brian": Gepriesen sind die Skifahrer!
Sie lesen eine amtlich entschärfte Signatur. Bitte beachten Sie, dass die Verwendung dieses Zitats keinesfalls ein Affront gegenüber Personen sein soll, welche sich nicht auf Skiern bewegen.
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Re: Auslaufmodell Buckelpiste?
Wobei sich sich die Frage stellt: Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit sich eine "gute Buckelpiste" ausbildet?
Zunächst wäre das (nichmal so subjektive) Adjektiv "gute" (Buckelpiste) zu betrachten. Gütekriterien sind m.E.:
1.) Homogenität des Buckelmusters als wichtigstes Kriterium. Heisst, dass die Buckel möglichst in einem Raster entstehen, durch welches man "Zöpfeln" kann. Normal gefahren werden Buckel weder entlang der Senken (man wird zu schnell), noch direkt über den Hocker (Kostet nur Kraft, Freesytler machen das), sondern ein Mittelding aus beiden, je nach individueller Neigung bzw. Fähigkeit.
Bei steilen Piste ist das kontinuierliche Verzögern bei jedem Buckel wohl die Schwierigkeit Nr.1. Abbremsen kann man entweder durch reinpowern in die Hocke am Buckelanfang (freestyler...), oder aber durch "Einschneiden" beim Einfahren um den Höcker und folgendem "Abkratzen" sofoert nach der Drehung, wo der Buckel steil wird. Skispitzen gut nach unten, nicht abheben...
2.) Rundung der Buckel: In steilen Abfahrten soll die talwärtsgewandte Buckelseite nicht wie abgehackt daherkommen. Da kann man nicht mehr drehend reinschneiden. Kostet nur Kraft, geht nicht wirklich.
3.) Härte: Insbes. in Sonnenhängen sind Buckelpisten am Vormittag oft ein No-Go. Das weiss man und fährt erst wenn es weicher wird. (Heute freilich völlig inakzeptabel, das Wirtschaftsgut liegt ja hierbei Stunden unnütz brach). Ideal sind Buckelpisten für mich nachdem es richtig viel geschneit hat und viele gute Skifahrer unterwegs sind.
4.) Schneeart: Buckelpisten gibt es nur auf Naturschnee, ein weiteres KO für Buckelpisten. Auf Kunstschnee bilden sich prinzipiell keine Buckel. Allenfalls Zuckeranhäufungen zwischen Glatteisplatten. Ausnahme im Frühjahr bei Sulz- wobei die nicht so weil optimal sind.
Insbesondere für 1. und 2. ist es wichtig, dass Skifahrer mit ähnlicher Könnenstufe fahren. Anfänger queren zick-zack von einer Seite zur anderen womit die verbleibenden Buckel talseits abgeheckt werden. Meist kaum mehr fahrbar. Insbesonere aber sind Snowboarder nach Neuschnee das Problem, da deren Fahrweise mit grossen Radien entstehende Schneehaufen ruinieren.
Eine fantastische Buckelpiste, und für mich Masstab der Dinge, auch um mein Können objektiv zu testen, war die Buckelpiste orographisch rechts am Trais Fluors Lift in Celerina. Das Ding was absolut homogen gemustert, gut steil und lang. Das zeigte mir gut, wie schlecht ich war, deprimierend
. Aber nur so kommt man ja weiter 
Aber es gibt auch einfache, lang gezogene, niedrige Buckel auf blauen Abfahrten, es muss also nicht immer eine Kraftbolzerei sein. Ich liebe diese Abfahrten! Entlang dieser schönen Buckel kann man kraftlos spielen. Kraftlos ist das drehen, musikalisch der Run insgesamt. Die Geschwindigkeit ist zur Carvingautobahn vergleichsweise niedrig, womit das Erlebnis insgesamt umso länger andauert. Solche Pisten gibt es nicht mehr, Ausnahmen meist dieser halbe Tag nach Schneefällen, bevor gewalzt wird. Blaue Pisten sind halt jene, auf denen sich die meisten Skifahrermassen am besten verteilen lassen auf planem Kunstschnee.
In heutiger Zeit, in der alle Pistentypologien - von Babypiste bis steiler Rinne- dem Massenskifahrer geöffnet werden, haben es Buckelpisten schwer sich überhaupt gut ausbilden zu können.
Was meinr ihr?
Zunächst wäre das (nichmal so subjektive) Adjektiv "gute" (Buckelpiste) zu betrachten. Gütekriterien sind m.E.:
1.) Homogenität des Buckelmusters als wichtigstes Kriterium. Heisst, dass die Buckel möglichst in einem Raster entstehen, durch welches man "Zöpfeln" kann. Normal gefahren werden Buckel weder entlang der Senken (man wird zu schnell), noch direkt über den Hocker (Kostet nur Kraft, Freesytler machen das), sondern ein Mittelding aus beiden, je nach individueller Neigung bzw. Fähigkeit.
Bei steilen Piste ist das kontinuierliche Verzögern bei jedem Buckel wohl die Schwierigkeit Nr.1. Abbremsen kann man entweder durch reinpowern in die Hocke am Buckelanfang (freestyler...), oder aber durch "Einschneiden" beim Einfahren um den Höcker und folgendem "Abkratzen" sofoert nach der Drehung, wo der Buckel steil wird. Skispitzen gut nach unten, nicht abheben...
2.) Rundung der Buckel: In steilen Abfahrten soll die talwärtsgewandte Buckelseite nicht wie abgehackt daherkommen. Da kann man nicht mehr drehend reinschneiden. Kostet nur Kraft, geht nicht wirklich.
3.) Härte: Insbes. in Sonnenhängen sind Buckelpisten am Vormittag oft ein No-Go. Das weiss man und fährt erst wenn es weicher wird. (Heute freilich völlig inakzeptabel, das Wirtschaftsgut liegt ja hierbei Stunden unnütz brach). Ideal sind Buckelpisten für mich nachdem es richtig viel geschneit hat und viele gute Skifahrer unterwegs sind.
4.) Schneeart: Buckelpisten gibt es nur auf Naturschnee, ein weiteres KO für Buckelpisten. Auf Kunstschnee bilden sich prinzipiell keine Buckel. Allenfalls Zuckeranhäufungen zwischen Glatteisplatten. Ausnahme im Frühjahr bei Sulz- wobei die nicht so weil optimal sind.
Insbesondere für 1. und 2. ist es wichtig, dass Skifahrer mit ähnlicher Könnenstufe fahren. Anfänger queren zick-zack von einer Seite zur anderen womit die verbleibenden Buckel talseits abgeheckt werden. Meist kaum mehr fahrbar. Insbesonere aber sind Snowboarder nach Neuschnee das Problem, da deren Fahrweise mit grossen Radien entstehende Schneehaufen ruinieren.
Eine fantastische Buckelpiste, und für mich Masstab der Dinge, auch um mein Können objektiv zu testen, war die Buckelpiste orographisch rechts am Trais Fluors Lift in Celerina. Das Ding was absolut homogen gemustert, gut steil und lang. Das zeigte mir gut, wie schlecht ich war, deprimierend
Aber es gibt auch einfache, lang gezogene, niedrige Buckel auf blauen Abfahrten, es muss also nicht immer eine Kraftbolzerei sein. Ich liebe diese Abfahrten! Entlang dieser schönen Buckel kann man kraftlos spielen. Kraftlos ist das drehen, musikalisch der Run insgesamt. Die Geschwindigkeit ist zur Carvingautobahn vergleichsweise niedrig, womit das Erlebnis insgesamt umso länger andauert. Solche Pisten gibt es nicht mehr, Ausnahmen meist dieser halbe Tag nach Schneefällen, bevor gewalzt wird. Blaue Pisten sind halt jene, auf denen sich die meisten Skifahrermassen am besten verteilen lassen auf planem Kunstschnee.
In heutiger Zeit, in der alle Pistentypologien - von Babypiste bis steiler Rinne- dem Massenskifahrer geöffnet werden, haben es Buckelpisten schwer sich überhaupt gut ausbilden zu können.
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>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
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Re: Auslaufmodell Buckelpiste?
Die Buckelpiste ist in der Tat - leider - ein Auslaufmodell. Ich finde es aber gut, dass dies in Presseartikeln - wie im Spiegel - problematisiert wird.
Viele Großskigebiete in Österreich haben keine richtigen Buckelpisten mehr. In ganz Vorarlberg fällt mir nur der (vom Skigebiet eher kleine) Diedamskopf ein, der über eine gute und steile Buckelpiste, wenn auch kurz, verfügt. Der Vorteil dort zu fahren ist, dass es meistens auf der Buckelpiste recht leer ist und man sich ungestört seinen eigenen Weg suchen kann. In Tirol fällt mir auf Anhieb kein Skigebiet mit einer echten Buckelpiste ein. Selbst dort, wo sie ausgezeichnet werden (z.B. in Kühtai, bin letzten Winter extra wegen der im Skigebietsplan ausgewiesenen Buckelpiste hingefahren) haben sie sich - manchmal auch wegen Schneemangels oder wegen zu geringen Befahrens durch Skifahrer - nicht richtig ausgebildet (wegen des geringen Befahrens konnte man dafür nach Neuschnee an manchen Tagen dort gut ein bisschen Tiefschneefahren). Auch die großen Salzburger Skigebiete wie die Schmittenhöhe oder nach meinem Kenntnisstand auch Flachau und Obertauern haben meist keine richtigen Buckelpisten mehr. In der Schweiz sieht es etwas besser aus, wenn man an das Triftji oder das Stockhorn in Zermatt denkt (was aber in meinem letzten Zermatt-Urlaub leider viel zu oft wegen Schneemangels geschlossen war). Zu Frankreich oder den 4 Vallees oder Italien kann ich mangels jüngerer Erfahrung leider nichts sagen.
Ich stimme voll und ganz der Auffassung zu, dass aus Sicht der Skigebietsbetreiber sich eine Piste, die nur von wenigen Skifahrern befahren wird und die sich nicht beschneien lässt, heutzutage nicht mehr "lohnt". Da auf Buckelpisten der Schnee mangels Bearbeitung mit Pistenwalzen auch nicht so stark verdichtet ist, taut er in Warmwetterphasen (die nunmal auch im Januar und Februar immer häufiger werden) auch schneller weg und die Pisten lassen sich nicht so viele Skitage offen halten. Ich kann es daher aus wirtschaftlichen Gründen nachvollziehen, dass viele Betreiber auf Buckelpisten in ihrem Skigebiet verzichten.
Allerdings sind die heute in vielen Skigebieten oftmals vorherrschenden Pisten"autobahnen" selbst für (nicht mehr ganz junge) Freitzeitfahrer wie mich - wenn man nicht gerade auf Tempo aus ist - keine richtige Herausforderung, sondern bieten eher nur Genussskifahren (wenn es nicht gerade voll ist). Wenn man aber das Risiko des Freeridens scheut, waren und sind Buckelpisten immer die beste Gelegenheit, ohne hohes Tempo und mit eher geringem Verletzungs- und Kollisionsrisiko sportlich Ski zu fahren.
Viele Großskigebiete in Österreich haben keine richtigen Buckelpisten mehr. In ganz Vorarlberg fällt mir nur der (vom Skigebiet eher kleine) Diedamskopf ein, der über eine gute und steile Buckelpiste, wenn auch kurz, verfügt. Der Vorteil dort zu fahren ist, dass es meistens auf der Buckelpiste recht leer ist und man sich ungestört seinen eigenen Weg suchen kann. In Tirol fällt mir auf Anhieb kein Skigebiet mit einer echten Buckelpiste ein. Selbst dort, wo sie ausgezeichnet werden (z.B. in Kühtai, bin letzten Winter extra wegen der im Skigebietsplan ausgewiesenen Buckelpiste hingefahren) haben sie sich - manchmal auch wegen Schneemangels oder wegen zu geringen Befahrens durch Skifahrer - nicht richtig ausgebildet (wegen des geringen Befahrens konnte man dafür nach Neuschnee an manchen Tagen dort gut ein bisschen Tiefschneefahren). Auch die großen Salzburger Skigebiete wie die Schmittenhöhe oder nach meinem Kenntnisstand auch Flachau und Obertauern haben meist keine richtigen Buckelpisten mehr. In der Schweiz sieht es etwas besser aus, wenn man an das Triftji oder das Stockhorn in Zermatt denkt (was aber in meinem letzten Zermatt-Urlaub leider viel zu oft wegen Schneemangels geschlossen war). Zu Frankreich oder den 4 Vallees oder Italien kann ich mangels jüngerer Erfahrung leider nichts sagen.
Ich stimme voll und ganz der Auffassung zu, dass aus Sicht der Skigebietsbetreiber sich eine Piste, die nur von wenigen Skifahrern befahren wird und die sich nicht beschneien lässt, heutzutage nicht mehr "lohnt". Da auf Buckelpisten der Schnee mangels Bearbeitung mit Pistenwalzen auch nicht so stark verdichtet ist, taut er in Warmwetterphasen (die nunmal auch im Januar und Februar immer häufiger werden) auch schneller weg und die Pisten lassen sich nicht so viele Skitage offen halten. Ich kann es daher aus wirtschaftlichen Gründen nachvollziehen, dass viele Betreiber auf Buckelpisten in ihrem Skigebiet verzichten.
Allerdings sind die heute in vielen Skigebieten oftmals vorherrschenden Pisten"autobahnen" selbst für (nicht mehr ganz junge) Freitzeitfahrer wie mich - wenn man nicht gerade auf Tempo aus ist - keine richtige Herausforderung, sondern bieten eher nur Genussskifahren (wenn es nicht gerade voll ist). Wenn man aber das Risiko des Freeridens scheut, waren und sind Buckelpisten immer die beste Gelegenheit, ohne hohes Tempo und mit eher geringem Verletzungs- und Kollisionsrisiko sportlich Ski zu fahren.
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Re: Auslaufmodell Buckelpiste?
Servus!
Schöne Grüße,
Jan
Kitzbühel, Hochsaukaser. Nicht "offiziell" und gepflegt, aber durchaus das was du meinst. Je nach Schneelage auch der Steinbergkogel im Bereich Richtung alter Steinbergkogel 1.Buckelpistenfan hat geschrieben:
In Tirol fällt mir auf Anhieb kein Skigebiet mit einer echten Buckelpiste ein.
Schöne Grüße,
Jan
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Re: Auslaufmodell Buckelpiste?
Also als ich letzes und vorletztes jahr in frankreich war konnte ich nichts von buckelpiste als auslaufmodell entdecken. Z.b wurden viele schwarze pisten einfach nicht präperiert was dann zur entwicklung von buckelpisten führt.
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Re: Auslaufmodell Buckelpiste?
Persönlich finde ich die weitverbreitete Praxis, zwischen Pisten und Routen insoweit zu unterscheiden, als dass Pisten grundsätzlich präpariert werden und Routen nicht, gut und praktikabel.
Damit gäbe es keine Buckelpisten, sondern nur “Buckelrouten“. Solange davon ausreichend ausgewiesen sind, hat der Buckelpistenliebhaber keinen Nachteil.
Abgesehen davon bilden sich ja auch im Gelände und neben der Piste oftmals Buckel, so dass ich das zum Thema gemachte “Auslaufen“ nicht wirklich nachvollziehen kann...
Damit gäbe es keine Buckelpisten, sondern nur “Buckelrouten“. Solange davon ausreichend ausgewiesen sind, hat der Buckelpistenliebhaber keinen Nachteil.
Abgesehen davon bilden sich ja auch im Gelände und neben der Piste oftmals Buckel, so dass ich das zum Thema gemachte “Auslaufen“ nicht wirklich nachvollziehen kann...
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Sie lesen eine amtlich entschärfte Signatur. Bitte beachten Sie, dass die Verwendung dieses Zitats keinesfalls ein Affront gegenüber Personen sein soll, welche sich nicht auf Skiern bewegen.
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