Nicht umsonst wirbt man schon lange mit dem Slogan "Das Skigebiet, das dem Bundeshaus am nächsten liegt". Vom Stadtrand Berns sind es rund 30 Kilometer ins Selital. Dass hier viele Enthusiasten am Werk sind, zeigt auch dieser Bericht über die Snowpark-Freiwilligen, die Grossartiges leisten.
Inzwischen war es 13.15 Uhr und der Himmel schon beinahe dunkelgrau, den Alpen entlang tobte der Föhn und die klassischen Südwind-Wolkenformationen machten sich breit - die heftige Luftströmung konnte allerdings an diesem Montag die aus Westen nahende Störung noch knapp abhalten und die Wolken teils so sehr aufreiben, dass einige Abfahrten mit direkter Sonne möglich waren. Ich kaufte eine 4-Stunden-Karte für 25 Franken - und los ging's. (Ab 14.30 wären es noch 20 Franken; die Lifte laufen leider nur bis 16 Uhr.)
Die Schneelage ist gut; im Schatten liegt wohl ein guter Meter, im Durchschnitt wohl so 40-60cm. Der Schnee war pulvrig bis nass/glasig, jedenfalls machte es Spass, in unmittelbarer Umgebung kurz mal einige Schwünge zu ziehen. Vor fünf Jahren war ich hier bereits einmal, und es war allerhöchste Zeit, zurück zu kommen.
Die Bilder des heutigen Tages sind in dieser Galerie zu finden.
Angesichts der guten Schneelage kann man alle Gebiete des Gantrischgebietes derzeit wohl wärmstens empfehlen. Weitere Berichte: Gurnigel (etwa 34km ab Stadtrand Bern), Rüschegg-Eywald (ca. 30km ab Stadtrand Bern).
Teils blinde Sicht, aber nie ein grosses Problem.
Dieser Habegger-Lift aus dem Jahre 1956 ist ein echter Leckerbissen für Nostalgiker, auch wenn Strecke / Stützen nicht mehr original sind. So sahen die Stützen früher aus.
YouTube-Tipp: Video vom Februar 2009 - inzwischen wurden die röhrenden mechanischen Gehänge leider durch moderne Habegger HA75 und Borer BSG77 ersetzt. Mehr zum Selital in meinem Blogbeitrag von 2009.