Homepage: http://www.flumserberg.ch/
Pistenplan: http://www.infosnow.ch/~apgmontagne/?la ... tab=map-wi#
Anfahrt: Ibergeregg - Ober- und Unteriberg - Sihlsee - Sattelegg - Wägital - Autobahn - Oberterzen 1:10 h
Wetter: Sonnig, -3 bis +5°C
Schnee: 10 - 150 cm griffiger Altschnee
Anlagen in Betrieb: Alle außer DSB Ziger (spontan stillgelegt)
Wartezeit: keine
Gefallen: Landschaftlich schönes Skigebiet mit sportlichen Abfahrten im oberen Teil, Terza-Abfahrt
Nicht gefallen: Abfahrten Prodkamm - Tannenheim arg flach
Bewertung: 6/6 Punkten
Dieser Bericht gehört zur meiner viertägigen Skifahrt im März 2015:
Mythenregion 12. März 2015
Hoch-Ybrig 12. März 2015
Flumserberg 13. März 2015
Pizol 13. März 2015
Winklmoosalm/Steinplatte 14. März 2015
Bergen/Hochfelln 14. März 2015
Berchtesgaden/Jenner 15. März 2015
Berchtesgaden/Rossfeld 15. März 2015
Eigentlich sollte meine Skifahrt von der Zentralschweiz aus gar nicht in die Ostschweiz gehen, sondern nach Westen. Noch zwei Tage vor Abreise war das Wetter dazu passend vorhergesagt, eine Tour ausgearbeitet. Einen Tag vor Abreise war dann alles anders: Ein Schwarzmeertief sollte nun dicke Wolken in die Westschweiz schicken. Also orientierte ich mich um. Welche Ostschweizer Ziele wollte ich schon länger ansteuern? Flumserberg und Pizol. Die Terza-Abfahrt war am 11. März noch geöffnet gemeldet, sieh an. Also nahm ich am Abend des 12. März aus der Zentralschweiz kommend Quartier in Oberterzen, wo die Terza-Abfahrt endet. Natürlich wurde die Terza-Abfahrt genau an meinem Anreisetag offiziell geschlossen, aber das war mir egal. Einen Tag später würde der Schnee schon noch reichen.
Die EUB von Unter- bzw. Oberterzen bringt den Besucher direkt zur Tannenbodenalp, was praktisch ist. Dort geht es mit der 4EUB, deren Grundkonstruktion von 1966 (!) stammt, weiter hinauf bis zum Maschgenkamm, der Schaltzentale im Gebiet. Hier starten die meisten Abfahrten, man kehrt immer wieder hierher zurück. Und erst von hier oben sieht man endlich den Säntisgipfel und erkennt die Gebäude auf dem Chäserrugg, dem Obertoggenburger Skiberg gegenüber überm Walensee. Natürlich muss ich zuerst die sportlichen Abfahrten am Leist und nach Panüöl fahren. Dann geht es über die 4KSB Twärchamm hinunter nach Tannenheim. Die Abfahrten nach Tannenheim sind leider arg flach; die rote Einordnung passt nicht. Nur im untersten Teil wird es etwas steiler. Man kann den Flumser Kleinberg einsehen, das bisherige Kleinskigebiet, doch seit diesem Winter wird dort der Skilift nicht mehr betrieben. Die flache Abfahrt nach Tannenheim brauche ich kein zweites Mal. Also wieder ganz hinauf, denn die Abfahrt vom Maschgenkamm zur Tannenbodenalp fehlt mir noch. Um die Abfahrt zur 4KSB Twärchamm nicht wiederholen zu müssen, wähle ich die blaue Waldabfahrt zur Tannenbodenalp aus. Die entpuppt sich als todlangweiliger Ziehweg - so lange, bis man an einem Aussichtspunkt plötzlich an der Stelle mit dem besten Walensee-Blick aus dem ganzen Skigebiet steht. Dort wird die Kamera rausgeholt, und das Schussfahren gerät in Vergessenheit.
Bevor es auf die Terza-Abfahrt geht, ist noch Zeit für eine Wiederholungsfahrt nach Panüöl. Aber dann geht es los. Der Abzweig von der schwarzen Abfahrt vom Leist ist trotz Ausschilderung nicht einfach zu sehen. Wahrscheinlich ist der offizielle Start an der Talstation der Zigerbahn, aber dann müsste man anfangs kräftig schieben und ein Stück aufsteigen. Knapp vorher gibt es die Möglichkeit, einen kurzen Buckelhang per Schrägfahrt zu überwinden, um sich Aufstieg oder Schieben zu ersparen. Nach einem kurzen Schussstück zeigt die Terza-Abfahrt ihren wahren Charakter. Sie ist unpräpariert und bucklig von oben bis unten, viel anstrengender und zeitaufwändiger, als ich erwartet habe. Und da sie ja offiziell geschlossen wurde, hat man umgehend alle Markierungsstangen eingesammelt. Das erschwert die Orientierung ungemein, man kann nur den Spuren folgen und hoffen. Tatsächlich finde ich den Weg durch die unzähligen Buckel und über freie Flächen. Wie geplant komme ich ohne Abschnallen durch, brauche aber doppelt so lange wie erwartet. Hier wird Skifahren endlich wieder zu dem Sport, der es früher einmal war.
Als nachmittagsziel hätte ich gern den Flumser Kleinberg gewählt. Bis zum letzten Winter gab es hier neben der Zubringerseilbahn einen Schlepplift. Nun wurde er stillgelegt. Ohne Lift muss ich da nicht hin - schade. Also geht es mittags stattdessen weiter zum Pizol.
44 Fotos vom Flumserberg und der Terza-Abfahrt:
Pistenplan Flumserberg, abfotografiert an der Bergstation Maschgenkamm. Die Terza-Abfahrt ist die gelb eingetragene Skiroute unten rechts im Plan.
Parkplatz in Oberterzen. Genau hier endet die Terza-Abfahrt - dort, wo hinter den Autos die aperen Stellen am Hang sind.
6EUB Unterterzen - Oberterzen - Tannenbodenalp. Rechts der Walensee. Die Schulklassen links im Bild hatten mein Wunschhotel in Oberterzen okkupiert.
Bergfahrt in der 6EUB zur Tannenbodenalp. Oberterzen besteht aus drei Ortstilen: Dem alten an der Schneegrenze und zwei größeren oberhalb im Schnee.
Parkplatz auf der Tannenbodenalp mit Talstation 4EUB Maschgenkamm, einem völlig stillos zusammengeschusterten Gebäude. Links oben der Prodkamm mit seiner KSB-Bergstation.
Die Grundkonstruktion der 4EUB auf den Maschgenkamm stammt von 1966. Keine Ahnung, wie die 4er-Kabinchen den Zürcher Wochenendansturm bewältigen.
Bergfahrt zum Maschgenkamm mit der unansehnlichen 4EUB-Talstation.
Trasse 4EUB Maschgenkamm.
Bergstation Maschgenkamm, ebenfalls ein bauliches Sammelsurium. Der oben wiedergegebene Pistenplan ist von der Wand rechts der Bildmitte abfotografiert.
6KSB Leist. Erschließt sportliche schwarze Abfahrten, die freilich nicht ernsthaft schwierig sind.
Schwarze Panüöl-Abfahrt. Ganz nett, aber den Rummel um das bisschen Abfahrt kann ich nicht nachvollziehen.
Rückbringer-Schlepplift zur 6KSB Panüöl.
6KSB Panüöl, die auch eine rote Direktabfahrt hat.
6KSB Leist mit schöner schwarzer Abfahrt.
Blick vom Leist, 2222 m, auf Walensee, Churfirsten und - dahinter - den Säntis. Den sieht man am Flumserberg nur von hier oben.
Zoom zum Säntis. Davor der Zuestoll aus der Churfirstenkette.
Abfahrt vom Leist mit Churfirsten, Walensee und Alvier. Schöne Abfahrt.
Eine der schwarzen Abfahrten vom Leist.
Talstation DSB Zigerboden auf der Seebenalp mit dem gleichnamigen Berghotel am namenlosen See. Die DSB wurde grundlos mitten in der laufenden Saison stillgelegt und fristet nun ihr trauriges Dasein. Wer von hier zum Maschgenkamm will, muss nun zwei Sesselbahnen benutzen. Hinten die Churfirsten.
Die eigenwillige, gefällig verkleidete Talstation der 6KSB Seeben.
4KSB Arve. Muss zusammen mit der 6KSB Seeben nun zusätzlich die Beschäftigungsaufgabe der Zigerbodenbahn übernehmen.
Schöne Abfahrt vom Maschgenkamm zur Tannenbodenalp.
Blick von der Abfahrt der Prodkamm-Sesselbahn hinüber zum Flumser Kleinberg, den das Forum wohl überhaupt nur durch ATVs Bericht kennengelernt hat. Gern wäre ich dort am Nachmittag Ski gefahren. Da man dort aber zur Saison 2014/15 den Skilift stillgelegt hat, lohnt sich der Besuch (für mich) nicht mehr. Auch nachlängerer Suche habe ich auf meinen Fotos keine Infrastruktur des Flumser Kleinbergs erkennen können (Stützen etc.).
Arg flache Abfahrt der 8KSB Prodkamm gegen Alvier. Keine Ahnung, warum die rot gekennzeichnet ist. Blau wäre schon übertrieben.
Waldabfahrt von der Prodalp nach Tannenheim. Die wird weiter unten wenigstens steiler.
Chaletsiedlung Tannenheim, 1220 m.
Bergfahrt in der EUB Prodalpbahn.
Talstation Prodalpbahn in Tannenheim.
8KSB Prodkamm auf der Prodalp. Hier kann man sehen, dass ihre Abfahrten im unteren Teil ziemlich flach sind.
Hinterrugg, Nebengipfel des Chäserrugg, mit dem Chäserrugg-Restaurant im Zoom.
Blick von der blauen Waldabfahrt Maschgenkamm-Tannenbodenalp nach Westen in Richtung Kerenzerberg, wo es leider kein Skigebiet mehr gibt.
Auslauf blaue Abfahrt vom Maschgenkamm auf der Tannenbodenalp.
Bergstation 4EUB Maschgenkamm mit klassischer Stütze und Einfahrt.
Bergstation der einsamen Zigerboden-DSB. Wird wohl im Sommer 2015 abgerissen.
Stillgelegte DSB Zigerboden, eine BMF-Anlage von 1984. Die hat ja nicht mal richtige Rückenlehnen ...
Schwarze Abfahrt nach Panüöl. Sooo eine große Schneeschüssel bis zum Spitzmeilen hat der Flumserberg im Rücken ... sollte die nie erschlossen werden?
Restaurant Panüöl. Panüöl ist eine ziemlich unansehnliche Alphüttensiedlung.
Beginn der Terza-Abfahrt unterhalb Seebenalp. Schöner Tiefblick zum Walensee.
Die Terza-Abfahrt zieht sich vorwiegend als ausgefahrene Buckelsammlung bis hinunter nach Oberterzen.
So sieht ein typischer Terza-Abschnitt von unten aus. "Einsam schwitzen" hat Forenuser Will seine Routenabfahrt in der Mythenregion betitelt - hier kann man das auch sehr gut.
Zwischendurch darf man auch mal eine Alpwiese ohne Buckel passieren.
Wenn Oberterzen in Sichtweite kommt, wird die Terza-Abfahrt flacher.
Am Ortsrand von Oberterzen gilt es diesen ausgeaperten Hang zu bewältigen, ohne abzuschnallen.
Danach ist es fast geschafft, bis zum Parkplatz gibt es nur noch wenige schneefreie Stellen.