Homepage: http://www.hochfelln-seilbahnen.de/
Anfahrt: Winklmoosalm (Seegatterl) - Ruhpolding - Bergen in 0:25 h
Wetter: Anfangs heiter bis wolkig, um 14:30 Quellwolkenverdichtung mit Nebelwolke auf dem Hochfelln
Schnee: 50-100 cm griffiger Altschnee
Anlagen in Betrieb: Hochfelln-PB, SCHL Bründlinglift I und II. Seillifte Tal und Mittelstation sowie Südhanglift ohne Seil.
Wartezeit: keine, wenn man von dem planmäßigen Warten auf die Fahrt der Pendelbahn alle 15 Minuten absieht.
Gefallen: Klassisches Voralpengipfel-Skigebiet.
Nicht gefallen: Von geschlossener Bewölkung und Nebel auf Alpengipfeln war im Wetterbericht nicht die Rede.
Bewertung: 4/6 Punkten (1 Punkt Abzug für geringes Angebot, 1 Punkt fürs Wetter).
Dieser Bericht gehört zur meiner viertägigen Skifahrt im März 2015:
Mythenregion 12. März 2015
Hoch-Ybrig 12. März 2015
Flumserberg 13. März 2015
Pizol 13. März 2015
Winklmoosalm/Steinplatte 14. März 2015
Bergen/Hochfelln 14. März 2015
Berchtesgaden/Jenner 15. März 2015
Berchtesgaden/Rossfeld 15. März 2015
Nach dem Vormittag an der Winklmoosalm bzw. der Steinplatte ging es am Nachmittag meines Toursamstags zum Hochfelln, wie die Winklmoosalm ein Sommerwanderziel von Familie Harzwinter vor ein paar Jahren. Den sicherlich defizitären Skibetrieb am Hochfelln wollte ich noch gern miterleben, bevor sich die Seilbahngesellschaft anders entschließt und auf Sparkurs schaltet. Die Talabfahrt zur Kohlstatt mit Busshuttle sowie den Südhanglift hat man bereits geopfert. Es verbleiben schwarz-rote Gipfelabfahrt zur Mittelstation, Buckelpistenroute am Treffer, der längere Bründlinglift I und der kurze Bründlinglift II. Das reicht immer noch für einen kurzweiligen halben Skitag. Mein Besuch fiel auf den vorletzten Tag der Skisaison am Hochfelln. Am Hochfelln verloren sich ganze 30-40 Besucher.
Nach den Erfahrungen des Vortags mit frühem Bergschatten bemühte ich mich zuerst um Fotos von Pisten und Liftanlagen, solange es sonnige Abschnitte gibt. Mit Mühe war wegen der enorm feuchten Luft der benachbarte Ruhpoldinger Rauschberg zu erkennen. Im Vorland sah man nicht einmal den Chiemsee. Aussicht vom Gipfel würde es sowieso keine geben, also stieg ich die wenigen Höhenmeter von der Seilbahnbergstation zum Hochfellngipfel gar nicht erst auf. Nach der ersten Gipfelabfahrt erkundete ich die Schlepplifte. Bründling II ist so arg kurz, dass sich mir sein Sinn nicht erschließt, aber Bründling I und seine anderthalb Abfahrten machen sogar Spaß. Die Gipfelseilbahn fährt alle 15 Minuten, das reicht genau für Bergfahrt und zügige Abfahrt zur Mittelstation mit Schussfahrt im letzten Stück, um nicht aufsteigen zu müssen. Reicht die Zeit doch mal nicht, dreht man eine oder zwei Schleppliftrunden.
Das Wetter blieb den halben Skinachmittag lang brav, aber dann zog es überraschenderweise fast komplett zu, und der Gipfel des Hochfelln wurde von einer dicken Quellwolke verschluckt. Das konnte ich nur gar nicht brauchen. Also wurde die Kamera weggesteckt und nur noch Ski gefahren - schade. Wegen der schlechten Sicht machte das Befahren der Buckelroute keinen Spaß mehr. Der Skibetrieb endet am Hochfelln schon um 15:45 Uhr. Das erlaubte gerade so das Erreichen der Talfahrt-Seilbahn um 16:00 Uhr.
Wegen des blöden Wetters werde ich den Hochfelln sicherlich noch einmal zum Skifahren besuchen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Aber wie lange mag der unrentable Skibetrieb dort wohl noch fortgeführt werden?
38 Fotos vom Skitag am Hochfelln:
Pistenplan Hochfelln.
Talstation der Hochfellnseilbahn in Bergen. Der Pistenplan ist von hier abfotografiert.
Warten auf die Abfahrt.
Rückblick aus der Kabine der Hochfellnbahn auf Bergen. Rechts im Bild die (beschneite?) Übungswiese mit Seillift.
Blick aus der Kabine der Hochfellnbahn ins Kohlstatttal. Der Kabinenbegleiter meinte, man müsste vom Ende der Kohlstattabfahrt "einige Kilometer laufen". Irgendein Forenuser (starli?) ist meiner Erinnerung nach vor ein paar Jahren auf Ski neben der Straße hergeschoben und fand es nicht weiter schlimm.
Die Gegenkabine fährt vorbei. Der Chiemsee sollte hinten links zu sehen sein, verschwindet aber im Dunst.
Kiosk in der Bergstation im original 1960er Jahre-Stil.
Ponton der Hochfelln-Gipfelbahn. Warten auf die Weiterfahrt.
Hochfelln-Gipfelregion im Zoom. Links führt die präparierte Abfahrt entlang, rechts die bucklige Route.
Gegenkabine der Gipfelbahn.
Hochfelln-Route aus der Pendelbahn gesehen.
Wegen der extremen Luftfeuchtigkeit konnte man kaum bis zum benachbarten Ruhpoldinger Rauschberg sehen. Der Unternberg mit seiner Sesselbahnschneise kommt besser heraus.
Südhanglift am Gipfelhang, leider immer noch ohne Seil. Aus den Pistenplänen ist er längst verschwunden. Für schattige, kalte Hochwintertage wäre er gut zu gebrauchen.
Hochfelln-Standardabfahrt mit Blick zum Rauschberg und Unternberg.
Nochmal der Südhanglift. Die hölzerne Einstiegsplattform an seiner Talstation ist auch schon abgebaut.
Steilhang der Standardabfahrt.
Steilhang der Standardabfahrt von unten.
Skilift Bründlingalm I am Auslauf der Hochfellnabfahrt.
Bründlingalm-Gebäude.
Skilift Bründlingalm II, ein kurzer Tellerlift.
Hier hat der Skilift Bründlingalm sogar ein eigenes Stück rote Piste.
Gipfel-Pendelbahn.
Piste Skilift Bründlingalm. Mit dem Lift fuhr nur sporadisch jemand.
Die Quellwolke im Gipfelbereich des Hochfelln verdichtete und senkte sich allmählich.
Skilift Bründlingalm 1. Doppelmayr Gitterfachwerkportalstützenklassik der 1960er Jahre ...
... teils geisterhaft leer ...
... aber wer wie hier die nächste Kabine verpasst hatte, drehte brav seine Ehrenrunde am Lift.
Kabine in diesem merkwürdigen Altrosa ... oder war die mal rot?
Wuffi durfte mit auf die Piste - bei so wenigen Besuchern kein Problem. Wie die fliegenden Ohren beweisen, war der Vierbeiner vor Begeisterung völlig aus dem Häuschen. Schade, dass man Gebell nicht fotografieren kann!
Die Talstation SCHL Bründlingalm 1 war mit einem Rentner besetzt.
Hoch oben kreuzt die Pendelbahn die Schlepplifttrasse.
Und dann zog es im Gipfelbereich zu - genau das wollte ich mit meinem Standortwechsel von der Schweiz nach Oberbayern vermeiden. Oben links ist noch schemenhaft die Sonne zu erkennen.
Gipfelwolkennebelstimmung.
Oben.
Die Luftfeuchtigkeit stieg und stieg. Hier wurde eine unfahrplanmäßige Zwischenfahrt mit leeren Kabinen eingelegt - keine Ahnung, warum.
Da man mir dringend vom Ausprobieren der Kohlstattabfahrt bei den aktuellen Bedingungen abgeraten hatte, ging es mit der Seilbahn wieder zurück nach Bergen.
Kabine der unteren Sektion für die Talfahrt.
Letzte Impression bei deutlich zugenommener Bewölkung.