Oberstdorf: Schlammlawine verwüstet Skisprungstadion -
Eine Schlammlawine sorgt für Schäden im Zuschauerbereich des Oberstdorfer Skisprungstadions. Nach ersten Informationen soll die Sprungschanze selbst kaum betroffen sein.
Der andauernde Starkregen in Oberstdorf hat am Sonntagabend eine Schlammlawine ausgelöst, von der auch das Skisprungstadion "Erdinger Arena" betroffen ist. Wie die Polizei mitteilte, war der Oybach oberhalb von Oberstdorf zwischenzeitlich stark angeschwollen und hat Schlammmassen gelöst, die talwärts gerutscht und teilweise erhebliche Schäden angerichtet haben. Die Betreiber des Stadions hatten dabei offenbar Glück im Unglück: "Trotz einiger Schäden sind wir noch glimpflich davongekommen", teilten die Organisatoren des Auftaktspringens der traditionellen Vierschanzentournee am Sonntagabend mit.
Nach Informationen von skispringen.com ist nur der Außenbereich der Arena unterhalb der Zuschauertribünen betroffen, an der Schanzenanlage selbst sollen nach aktuellem Stand keine nennenswerten Schäden entstanden sein.
500 Einwohner evakuiert
Schlammlawine rast durch Skistadion von Oberstdorf
Sonntag stürzte eine Schlammlawine durch den Zielbereich der Schanze.
Auslöser: ein schweres Gewitter. Am Nachmittag zog es über das Alpental von Oberstdorf. Teilweise fielen 100 Liter Regen pro Quadratmeter in kürzester Zeit.
Die Bäche an den Steilhängen schwollen an. Der Oybach oberhalb von Oberstdorf trat über seine Ufer. Das Wasser unterspülte Erde und Steine, eine Mure löste sich, fast zehn Meter hoch.
Kurz nach 17 Uhr raste sie knapp 200 Meter den steilen Hang hinunter mitten in den Zuschauerbereich der Schanze. Danach überschwemmte sie die anliegenden Straßen