Willingen: Vollbetrieb
1. Stop: Willingen. Kurz vor Betriebsbeginn war noch nichts los, bei dem Wetter wohl auch kein Wunder. Dennoch leistete man es sich Vollbetrieb anzubieten.
Die Abfahrt am Oberen Wilddieblift hatte mich bei meinen letzten Besuchen sehr überzeugt, dort sollte ich dann auch meine ersten Schwünge ziehen. Insgesamt passable Bedingungen hier.
Am Mittleren Wilddieb ging es dann schon nicht mehr so gut. Gruß an die lsap-Fraktion.
Am Einstieg war Wasserski angesagt.
Eine Abfahrt an der noch nicht zerfahrenen EUB-Piste machte ich - inklusive beinahe-Sturz - dann ging es rüber zu den Köhlerhagenliften. Die Piste war grausam zu fahren...
Zu meiner Freude lief der kürzere Köhlerhagen II-Lift mit seinem unkonventionellen Einstieg: Erst die Trasse des Iers queren, dann einmal ums Gebäude rum und rein. Funktioniert sicher nicht immer problemlos
Kurz vor der ersten Premierenfahrt des Tages.
Der IIer startet weiter oben am Hang und zieht dann noch ein Stück weiter als der Ier.
Eine Wiederholungsfahrt machte ich, dann wechselte ich in den anderen Gebietsteil. Bei der "Verbindung" Köhlerhagen - Sonnenlift wirds echt mal Zeit für eine anständige Lösung...
Eine Etappe der derzeitigen "Verbindung"
Via Sonnenlift rüber zur zweiten Premiere am Ritzhagen.
An der 2013er 6-KSB angelangt.
Furchtbar unspektakulär...
Kastrierter Ritzhagenlift, läuft noch sommers für die SoRoBa.
Mittlerweile hatte es sich an der EUB deutlich gefüllt, die Abfahrt war entsprechend schlecht zu fahren.
Gut was los am Unteren Wilddieblift
Nichts wie weg!
Schlossberg, Medebach-Küstelberg: Sturz
Im Anschluss wollte ich noch einige der Einzellifte anfahren, die ebenfalls Betrieb gemeldet hatten. Zunächst hatte ich Pech: am Clemensfeldlift in Hildfeld reichte es noch nicht.
Also weiter nach Medebach, wo sich endlich mal wieder der Schlossberglift drehte. Standardleitner, bei dem irgendwie regelmäßig nie ganz klar ist, ob es nochmal Betrieb geben wird. Welche Zielgruppe man hier hat, dürfte offensichtlich sein
Das Gebiet besteht aus drei Seilliften und dem SL am linken Waldrand.
Sah von unten schon mal nicht gut aus...
Hier wummert noch ein lecker Dieselantrieb. Warum die das Teil bei den Bedingungen überhaupt angeworfen haben?
Ohje, gut dass ich die alten Ski dabei hatte. Die ganzen richtig fiesen Stellen waren von hier noch gar nicht zu sehen. Die Liftlerin an der Bergstation blickte mir Mut-machend zu. Naja, irgendwie muss ich ja runterkommen.
1. Schwung: Oha, überall Dreck, Wiese, Steine. Als Raucher hätt ich mir jetzt erstmal eine angesteckt.
2. Schwung, 1. Sturz: Bindung ausgelöst, bisschen Dreck gefressen, nix wildes.
3. Schwung, 2. Sturz: um ein Skipaar ärmer, Motivation im Keller.
Sauber durchgebrochen. Dass es jetzt nicht direkt an den miesen Bedingungen am Schlossberg gelegen hat, sieht man am Rost. Insofern war es fast noch Glück, dass sich die Bindung hier verabschiedet hat und nicht etwa mitten in einem größeren Mittelgebirgsgebiet weit ab von der Zivilisation. Zudem hatte ich das gute Paar ja noch im Auto. Der Skitag am Schlossberg war aber trotzdem gelaufen
Muss sehr unterhaltsam gewesen sein: Typ kommt an, kauft sich die sauteure Tageskarte für 18 € (darunter gibt es nichts), fährt mit dem SL, zerlegt sich zweimal am Einstieg in den Hang, sammelt seine Skireste ein, läuft die Piste nach unten, geht zum Auto und fährt wieder
Achja, ein Foto hab ich beim Abstieg noch gemacht...
Und nu? Da es gerade einmal Mittagszeit war und ich ja noch mit den neuen Ski ein Ersatzpaar im Auto hatte, ging es weiter.
Olpe-Fahlenscheid: Hmm...
So wirklich Lust auf Skifahren hatte ich nicht mehr, bei den mäßigen Bedingungen wäre wohl auch kein allzu großer Spassfaktor zu erwarten gewesen. Also entschloss ich mich für die gut 70 km lange Fahrt nach Olpe-Fahlenscheid, um zumindest noch ein neues Gebiet zu sehen.
Unterwegs machte ich noch den Schlenker zum Rhein-Weser-Lift in Kirchhundem. Schnee ja, Betrieb nein; dabei sah es fast nicht schlechter aus als in den Gebieten, in denen ich vorher war
Ultra kurz-flacher uralt Leitner-Kuli
Nach einer gefühlten Ewigkeit in Olpe angekommen. Zwei Schleppler erschließen in V-Form einen Hang. Bei meiner Ankunft lief nur noch der Ier.
Dank Beschneiung schauten hier nirgendwo Steckrüben raus, aber gut zu fahren wars auch nicht.
Der Ier links geht etwas weiter rauf und hat noch so etwas wie ein Steilstückchen, der IIer endet am Waldrand.
Müsste irgend so ein DM-LST-Graffel sein.
Wer aus der Spur fährt wird erschossen.
Oben hats noch einigermaßen gescheites Gefälle, unten ists einfach nur flach.
Ich fuhr meine Punktekarte nicht aus, sondern gönnte mir lieber noch ein Frika-Brötchen. Entgegen des Skivergnügens hatte sich das Wetter im Laufe des Tages immer mehr gebessert.
Tubinglift am Parkplatz
Fazit: Ein durchwachsener Skitag mit insgesamt mäßigen Ski- und Wetterbedingungen, dazu der Verlust der alten Ski. In Willingen hat es morgens noch einigermaßen Spass gemacht, später stand dann weniger das Skifahren im Fokus und ich hab den Tag mehr mit einer spontanen Liftsafari zuende gebracht. Trotzdem hat es sich doch insgesamt irgendwie gelohnt, an diesem 21. Februar 2015 ins Sauerland zu fahren und dabei zumindest zwei neue Gebiete kennen zu lernen. Regelmäßig brauch ich solche Tage aus der Kategorie Buntes und Kurioses aber nicht.