"Studie: Wintertemperaturen am Arlberg gefallen"
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cake
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"Studie: Wintertemperaturen am Arlberg gefallen"
Die Winter am Arlberg sind in den letzten 30 Jahren nicht wärmer, sondern kälter geworden, besagt eine neue Studie im Auftrag der Liftbetreiber der Arlberg-Region. Und die Naturschneemenge wurde über die Jahre auch nicht weniger.
http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2744324/
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valdebagnes
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Re: "Studie: Wintertemperaturen am Arlberg gefallen"
"...und amerikanische Wissenschaftler habe herausgefunden, das Rauchen doch nicht gesundheitsschädlich ist.
Gezeichnet: Dr. Marlboro"
(frei nach Otto Waalkes)
Mag ja sein, aber wenn lese das die Studie im Auftrag der Liftbetreiber druchgeführt wurde und zum Ergebnis kommt, das Skifahren am Arlberg sicher ist, dann stellen sich bei mir alle Nackenhaare, wenn keine genaueren Parameter einer solchen Studie genannt sind.
Gezeichnet: Dr. Marlboro"
(frei nach Otto Waalkes)
Mag ja sein, aber wenn lese das die Studie im Auftrag der Liftbetreiber druchgeführt wurde und zum Ergebnis kommt, das Skifahren am Arlberg sicher ist, dann stellen sich bei mir alle Nackenhaare, wenn keine genaueren Parameter einer solchen Studie genannt sind.
- extremecarver
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Re: "Studie: Wintertemperaturen am Arlberg gefallen"
Sowas ähnliches hat Zell am See doch auch präsentiert vor 1 oder 2 Jahren, da hat man wohl etwas kopiert
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Re: "Studie: Wintertemperaturen am Arlberg gefallen"
Richtig, war letztes Jahr und wurde von genau demselben Forscher erstellt: Seit 30 Jahren: Trend zu kälteren Wintern auf der Schmittenhöheextremecarver hat geschrieben:Sowas ähnliches hat Zell am See doch auch präsentiert vor 1 oder 2 Jahren, da hat man wohl etwas kopiert
Eigentlich könnte man das Ganze aber auch abkürzen und müsste nicht für jedes Gebiet eine neue Studie herausbringen, denn glaubt man den bereits verfassten Studien...
Die Homepage des Herrn ist übrigens folgende: http://www.zukunft-skisport.at...ist und bleibt die Suche nach der Erwärmung der Winter im Alpenraum die Suche nach einem Phantom. Dies gilt insbesondere auch für die Bergstationen in den deutschen Alpen bzw. die Mittelgebirge nördlich davon bis hinauf zum Brocken. An allen von "Zukunft Skisport" untersuchten deutschen Bergstationen haben sich die Winter innerhalb der vergangenen 30 Jahre abgekühlt. Es gibt keine einzige deutsche Bergstation mit ansteigenden Wintertemperaturen während der letzten 30 Jahre. Blickt man bis zum Jahr 1970/71 zurück, so ist keine signifikante Temperaturänderung feststellbar. Das belegen die Daten des DWD. Diese Fakten sind in der Meteorologie und Klimatologie seit langem bekannt und glasklar. Es ist erstaunlich, dass in der Wintersportbranche niemand darüber spricht, insbesondere erstaunt das lückenhafte Wissen von Wissenschaftern, welche die Wintersportbranche beraten.
Saison 25/26: 2× Ischgl, 1× Bergeralm, Kappl, Stubai, Zillertal Arena
Saison 20/21: 3× Patscherkofel, 2× Skiwelt, Zillertal Arena, 1× Hochfügen-Hochzillertal, Hintertux, Kühtai, Mayrhofen, Pitztal, SFL, Sölden, Stubai
Saison 18/19: 2× Hochfügen-Hochzillertal / 1× Hintertux, Ischgl, Kappl, Nauders, Pitztal, SFL / 0,5× Bergeralm, Hochgurgl, Schlick, Sölden
Saison 17/18: 5× Sölden / 2× Hintertux, Hochfügen-Hochzillertal, Ischgl / 1× Muttereralm, Pitztal / 0,5x Zillertal 3000, Zillertal Arena
Saison 16/17: 5× Sölden / 3× Hintertux, Zillertal Arena / 2× Ischgl, Pitztal, Stubai / 1× Gurgl, Hochzeiger, Hochzillertal, Kaunertal, Mayrhofen, Nauders, Saalbach, SFL, Skijuwel, Skiwelt
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christopher91
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Re: "Studie: Wintertemperaturen am Arlberg gefallen"
Meine Meinung als Meteorologiestudent zur Studie: Völliger Quatsch, dass Ergebnis stand schon vorher fest!
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gernot
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Re: "Studie: Wintertemperaturen am Arlberg gefallen"
wieso?christopher91 hat geschrieben:Meine Meinung als Meteorologiestudent zur Studie: Völliger Quatsch, dass Ergebnis stand schon vorher fest!
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Emilius3557
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Re: "Studie: Wintertemperaturen am Arlberg gefallen"
Er spricht zwar von Deutschland, aber mal ein paar Daten aus dem HISTALP-Projekt über die Schmittenhöhe (Daten zum Download auf der ZAMG Website):Es gibt keine einzige deutsche Bergstation mit ansteigenden Wintertemperaturen während der letzten 30 Jahre. Blickt man bis zum Jahr 1970/71 zurück, so ist keine signifikante Temperaturänderung feststellbar.
Temperaturmittelwert Dez-Febr (1965-1975): -4,9°C
(1975-1985): -5,4°C
(1985-1995): -3,8°C
(1995-2005): -4,4°C
(1998-2008): -4,5°C
Das ist natürlich sehr sehr grob und ungenau, aber ich würde daraus schon schließen, dass es tendenziell wärmer wird, ca. 0,5°C seit 1970.
Deutlich stärker ist laut diesen Daten aber die Erwärmungstendenz im Sommer (Jun-Aug), z.B. 1978-2008: von 7,4°C auf 10,1°C => +2,7°C! Kein Wunder, dass das Schmiedinger Kees so aussieht wie es aussieht...
Besinnung auf die Kernkompetenzen - altbewährte Dummschwätzerei...
- extremecarver
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Re: "Studie: Wintertemperaturen am Arlberg gefallen"
Tja wenn man sich den Mittelwert von beliebig kaltem Jahr raussucht in den letzten 10 Jahren - dannn ein überraschend warmes von 20-30 Jahren vorher - dann schafft man es wirklich so zahlen rauszufinden. Warum Skigebiete meinen sich so lächerlich machen zu müssen?
(Sinnvoll wäre 80er Durschnittstemperaturen über alle Winter vs 2000er)
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Emilius3557
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Re: "Studie: Wintertemperaturen am Arlberg gefallen"
Bitte sehr! Erneut Schmittenhöhe, Mittelwerte Dezember bis Februar:(Sinnvoll wäre 80er Durschnittstemperaturen über alle Winter vs 2000er)
1960-69: -6,1°C
1970-79: -4,3°C
1980-89: -4,8°C
1990-99: -3,8°C
2000-08: -4,4°C
Temperatur ist aber natürlich noch nicht alles für eine Naturschneedecke, dazu braucht es auch im richtigen Moment den entsprechenden Niederschlag.
Sommer zum Vergleich, Juni bis August:
1960-69: 8,1°C
1970-79: 8,3°C
1980-89: 8,7°C
1990-99: 9,5°C
2000-08: 10,1°C
Wenn man sich den hypsometrischen Temperaturgradienten dazu denkt (zwischen 0,3 und 0,6°C/100 Hm), dann wird, wie oben bereits festgestellt, aus meiner Sicht klar, warum die Gletscher so stark abbauen: die Gleichgewichtslinie ist viel weiter nach oben gerutscht bzw. gar nicht mehr in einer Höhe, in der der Gletscher liegt (vermute ich beim Schmiedinger Kees). Hier können schon Variationen um weniger hundert Hm entscheidend sein.
Zum Vergleich Zell am See, also eine Tallage:
Winter Mittelwerte Dezember bis Februar:
1960-69: -4,5°C
1970-79: -2,7°C
1980-89: -4,0°C
1990-99: -2,7°C
2000-08: -2,4°C
Also insbesondere im Vergleich zu 1960er und 1980er Jahren in den 2000er Jahren deutlich wärmer, zwischen 2,1 und 1,6°C...
Eine andere Messstation Obergurgl/Vent (Höhenlage 1938 m):
Winter Mittelwerte Dezember bis Februar:
1960-69: -3,8°C
1970-79: -3,1°C
1980-89: -2,9°C
1990-99: -2,6°C
2000-08: -2,6°C
Also ein schlappes halbes Grad seit den 1970er Jahren Erwärmung, je nach Temperaturgradient ein Anstieg einer Schneehöhengrenze um 100 bis 200 Hm. Peanuts?
Sommer zum Vergleich, Juni bis August:
1960-69: 8,9°C
1970-79: 9,0°C
1980-89: 9,4°C
1990-99: 10,1°C
2000-08: 10,6°C
Erwärmung seit den 1960er Jahren um 1,7°C!
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christopher91
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Re: "Studie: Wintertemperaturen am Arlberg gefallen"
Weil es eindeutig so ist, dass die Temperaturen steigen.gernot hat geschrieben:wieso?christopher91 hat geschrieben:Meine Meinung als Meteorologiestudent zur Studie: Völliger Quatsch, dass Ergebnis stand schon vorher fest!
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gernot
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Re: "Studie: Wintertemperaturen am Arlberg gefallen"
so hab mir jetzt die histalp daten (http://www.zamg.ac.at/histalp/dataset/station/csv.php) für sonnblick, patscherkogel, schmittenhöhe und zugspitze angesehenchristopher91 hat geschrieben:Weil es eindeutig so ist, dass die Temperaturen steigen.gernot hat geschrieben:wieso?christopher91 hat geschrieben:Meine Meinung als Meteorologiestudent zur Studie: Völliger Quatsch, dass Ergebnis stand schon vorher fest!
eindeutig sieht anders aus
vor allem im vergleich zum frühjahr bzw. gesamtjahr
auch im Österreichischer Sachstandsbericht
Klimawandel 2014 http://hw.oeaw.ac.at/7699-2 wird auf s.268 auf diesen umstand hingewiesen
auch die zamg winterberichte weisen auf diesen umstand hinInteressant ist auch das saisonale Verhalten des Temperaturverlaufs in den aktuellen drei Jahrzehnten mit Unterschieden zwischen unverminderten (Frühling) bis beinahe unvermindert (Sommer) anhaltenden Erwärmungstrends bis zu
schwächerer Erwärmung (im Herbst) bis zu angedeuteter aktueller Rückläufigkeit auf hohem Niveau im Winter. Letztere
ist im hochalpinen Bereich noch etwas stärker ausgeprägt als
in den Österreich-Gesamtmitteln („Klimanewsletter“ auf der
ZAMG-Website).
http://www.zamg.ac.at/cms/de/dokumente/ ... -2012-2013
http://www.zamg.ac.at/cms/de/dokumente/ ... 3_2014.pdf
http://www.zamg.ac.at/cms/de/dokumente/ ... -2014-2015
dh so falsch ist die aussage dass es in den letzten 30 jahren in den wintermonaten nicht wärmer geworden ist, nicht (eigentlich ein alter hut).
nachdem die skisaison aber auch normalerweise den märz und april (und da ist sehr viel wärmer geworden) umfasst ist letztlich wieder nur die halbe miete.
da du ja meteorologie student bist - ich nhem an du hast zugang zu einschlägigen bibliotheken bzw. fachliteratur?!
ist dieses thema, hochgebirge macht im winter nicht oder nur tlw. bei der klimaerwärmung mit, schon untersucht worden?
ich hab mit google&co nichts gefunden und im sachstandsbericht ist auch nur dieser kurze absatz zu finden
wenn ja, was sind die gründe für diese entwicklung?
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christopher91
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Re: "Studie: Wintertemperaturen am Arlberg gefallen"
Naja selbst wenn du in die von dir gezeigte Grafiken eine Linie reinlegst sieht man einen Trend hin nach oben
Ja die Erwärmung ist im Winter bisher nicht so hoch, da eben durch liegende Schneedecken und die dadurch erhöhte Ausstrahlung die Strahlungsbilanz nicht so entscheidend ist. Deshalb erkennt man hier zunächst den Effekt der Klimaerwärmung am stärksten in Regionen wo durch die Erwärmung die Schneedeckentage schon abnimmt, also im Flachland bzw. niedrigen Tälern. Dies wird sich aber im Laufe des Jahrhunderts mit auch sinkender Anzahl der Schneedeckentage in höheren Regionen verändern. Das richtige Ergebnis der hier zitierten Studie wäre: Momentan ist nur ein leichter Erwärmungstrend am Arlberg zu erkennen, der geringer ist wie im Sommer. Das die Wintertemperaturen gefallen sind am Arlberg ist halt dagegen eine falsche Aussage, denn klimatologisch muss man mindestens 30 Jahre betrachten. Zudem wie du sagst zählt das Frühjahr eben auch zum Skizeitraum und da ist kein Trend seit 1990 der leicht nach unten geht zu erkennen.
Ja habe ich, und ja diese Themathik wird im Alpenraum stark untersucht, vor allem in der Schweiz wird dies extrem stark verfolgt. Und diese Studien zeigen eben genau, dass die Entwicklung zuerst in den Tallagen stattfindet und sich langsam nach oben fortpflanzt. Wenn du mir deine emailadresse schickst per PN kann ich dir mal 2-3 Paper schicken zu ähnlichen Themenraum.
Ja habe ich, und ja diese Themathik wird im Alpenraum stark untersucht, vor allem in der Schweiz wird dies extrem stark verfolgt. Und diese Studien zeigen eben genau, dass die Entwicklung zuerst in den Tallagen stattfindet und sich langsam nach oben fortpflanzt. Wenn du mir deine emailadresse schickst per PN kann ich dir mal 2-3 Paper schicken zu ähnlichen Themenraum.