
Die freien Tage zu Weihnachten nutzten meine Frau und ich zum Wandern. Ein Mal waren wir im Lainzer Tiergarten, ein Mal testeten wir den neuen Alpin-Coaster in Sankt Corona und gingen den Ameisen-Erlebnisweg und ein Mal flüchteten wir aus dem Nebel ins Mostviertel und wanderten von der Ortschaft Annaberg auf das Hennesteck (und fuhren mit dem Lift danach talwärts).
Schifahren stand in einem Winter wie diesem vorerst nicht am Programm. Am Neujahrstag sollte sich das nun ändern. Dank der kalten Temperaturen der letzten Tage konnte Mönichkirchen die Beschneiungsanlage aktivieren und am Neujahrstag die Saison eröffnen. Außerdem wissen wir aus Erfahrung, dass am Neujahrstag (vor allem am Vormittag) die Pisten menschenleer sind.
Beginnen wir mit dem Lift- und Pistenstatus:
Geöffnet waren die Sonnenbahn, die Schwaigbahn und der Tellerlift samt allen Pisten, die von den geöffneten Anlagen bedient werden. Wartezeiten gab es keine. (Immer nächstes FBM genommen)
Geschlossen blieb somit die Panoramabahn samt den Pisten, die durch diese Bahn bedient werden. Die Öffnung dieses Bereiches sollte einen Tag später erfolgen. Wegen des Teilbetriebes wurde die Tageskarte mit 25,50 Euro deutlich ermäßigt verkauft.
Bewegen wir uns nun mit Bildern durchs Schigebiet: Bergfahrt mit der Sonnenbahn.

Wir blicken zur Schwaigbahn, unserer Hauptbeschäftigungsanlage an diesem Tag.

Die Schwaigbahn bedient drei Pisten: Die Rennpiste,…

…die Carvingpiste,…

…und die Panoramapiste, von der ich es leider verabsäumt habe, ein Foto zu machen. Daher jetzt jener Teil der Carvingpiste, wo unten links im Bild die Panoramaabfahrt einmündet.

Zwar war die Schwaigbahn unsere Hauptbeschäftigungsanlage, dennoch verlängerten wir immer wieder die relativ kurze Abfahrt mit ein paar Schwüngen über die Schwaigwiese zum Tellerlift,…

…oder wir fuhren sogar die sehr flache Piste bis nach Mönichkirchen zur Sonnenbahn. Dies hatte vor allem am Nachmittag den Vorteil, dass man immer wieder Sonne tanken konnte, als das restliche Schigebiet in den Schatten tauchte.


Damit komme ich auch schon zum Wetter: Den ganzen Tag bewegte sich die Temperatur um den Gefrierpunkt. Kein Niederschlag, kein Nebel, kein Wind. Am Vormittag verdeckten Wolken erfolgreich die Sonne, dennoch war die Bodensicht ausreichend. Als am Nachmittag die Wolken fast völlig verschwunden waren, war leider auch der größte Teil des Schigebiets im Schatten.
Hier ein Bild vom Morgen: Die Sonne ist noch hinter den Wolken.

Ein Bild vom Nachmittag: Der Himmel ist wolkenlos, die Carvingpiste aber schon im Schatten.

Damit komme ich abschließend zum wichtigsten Punkt des Schneeberichtes, nämlich zum Pistenzustand. Die Kunstschneebänder waren hauchdünn und fast überall griffig. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass die Zeit für das Verteilen der Schneehaufen auf den Pisten für das Pistenteam zu knapp bemessen war. Es gab teilweise Niveauunterschiede zwischen den Raupenspuren, immer wieder Eisknollen und Schneeklumpen auf den Pisten. Teilweise war die Pistenbreite eingeschränkt. Dass die meisten Pisten den ganzen Tag griffig blieben ist vor allem dem extrem geringen Besucherandrang zu verdanken.
Hier die Carvingpiste mit Schneeklumpen:


Pistenzustand im Detail:
Schwaigwiese: Perfekt pulvrig griffig, ein Paradies für Anfänger und all jenen, denen eine Übungswiese zum Schifahren reicht.
Talabfahrt Mönichkirchen: Deutlich härter als die Schwaigwiese. Beim Befahren hat es unter den Schiern mehr gerumpelt.
Panoramapiste: Kompaktes griffiges Kunstschneeband, allerdings sehr rumpelig und unruhig zu fahren.
Carvingpiste: Ging etwas ruhiger zu fahren als die Panoramaabfahrt und war deshalb die beste Piste an der Schwaigbahn. Allerdings musste man auf Schneeklumpen und Eisknollen achten.
Rennpiste: Die mit Abstand schlechteste Piste des Tages. Großflächige Eisplatten, große Eisknollen, extreme Schläge unter den Schiern beim Befahren. Wären alle Pisten wie diese gewesen, wäre es besser gewesen, auf den Schitag zu verzichten.