Übrigens trainierte der HC Davos früher hier oben als im Tal die Eisbahn noch nicht gefroren war.
Nun ging es also auf die Pischa. Der Parkplatz war relativ voll. Alle Parkplätze außerhalb des Parkdecks waren besetzt, insgesamt waren ca. 40 Leute auf dem Berg. Die Fahrt mit der Gondel auf ca. 2500m dauert fast 10 Minuten. Oben lag eigentlich ganz gut Schnee. Die Stimmung in der Station ist fast etwas gespenstisch. Es hatte kaum Leute, und der ganze Komplex völlig überdimensioniert ist. Hinzu kommt, dass hier seit Jahren nichts mehr investiert wurde, und alles (etwas zerallen) wie vor 40 Jahren aussieht. Wenigstens das neue Restaurant ist ganz nett. Man hat alles verkleinert und Holzwände eingezogen um die enormen Heizkosten zu sparen. Anstatt Plastikstühlen stehen überall Sofas und kleine Tische, sieht aus wie eine Lounge. Auch das Restaurant Mäderbeiz war auch geöffnet. Wie sich dieses ohne Skigebiet rechnen soll ist mir ein Rätsel.
Nun ging es daran das Angebot unter die Lupe zu nehmen. Mehrere Wintrwanderwege und eine Loipe waren geöffnet. Wir entschieden uns für den Pischarundweg.
Entlang des Weges wurden mehrere Bänke zum Sonnen aufgestellt
Der Weg im oberen Bereich
Blick ins grüne Prättigau
Blick zurück
Das Pischahorn und verborgen Pischa. Ursprünglich sollte das Gebiet mal bis ganz auf den Gipfel erschlossen werden.
Virgin Snow
Der Mitteltällilift . Man beachte das Gelände: Ideal für den Wintersport.
Abends kommt der Vorteil der Pischa erst richtig raus: Während andere Gebiete in ein Schattenloch versinken kann man hier den Sonnenuntergang genießen
Skiliftruinen
Der Pischbus wurde meiner Beobachtung nach gar nicht benutzt
Ausblick: Der Mittelgrat Lift wird wohl, neun Jahre nach seiner Stillegung, diesen Sommer endgültig abgerissen. Auch dem Flüelamederlift geht es an den Kragen. Nur der Mitteltällilift bleibt stehen. Man hat nun mit dieser Neuausrichtung die Kosten wirklich auf das Minimum reduziert. Für die Zukunft sehe ich aber trotzdem schwarz. Selbst wenn der Betrieb sich tragen sollte, geht wird es spätestens schwierig wenn größere Investitionen in die Gondel anstehen. Ich will die DKM gar nicht groß kritisieren. Irgendwie verstehe ich Herr Schertenleib auch. Er will, dass das Unternhemen wenigstens keine Verluste macht, er hängt schließlich mit seinem Privatvermögen drin. Und es ist auch logisch nur dort zu Investieren wo man Geld verdient. Enttäuschend dagegen ist die Leidenschaftslosigkeit der Davoser Bevölkerung (der Verein Pro Pischa hat sich ,glaube ich, sogar aufgelöst). In anderen Orten wird für die Schwachen Skigebietsteile gekämpft (Churwalden und Pradschier, Flims und Cassons), den Davosern ist der schleichende Niedergang einer ihrer Skigebiete scheinbar egal. Rückblickend währe es wohl schlauer gewesen, eine Skigebietserweiterung im Parsenngebiet zu machen, anstatt die Pischa komplett neu zu erschließen.