Grenchenberg, 27.1.2016: Gutes altes Städeli-Feeling

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wso
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Grenchenberg, 27.1.2016: Gutes altes Städeli-Feeling

Beitrag von wso »

Der Skilift Grenchenberg liegt im Kanton Solothurn, gleich an der Sprach- und Kantonsgrenze, in einer kleinen Senke des Kettenjuras. Allein schon der Ausblick vom Untergrenchenberg (feine Crèmeschnitten im Restaurant!) auf die Alpenkette und den Jura bis weit in den Süden (Gegend Genfersee) ist atemberaubend. Städeli-Fans finden hier aber auch eine ausgezeichnet gepflegte, antike WSO-Anlage mit den guten alten SL7-Gehängen, wo alles noch tönt wie vor Jahrzehnten und wo anfangs der legendäre Theo Brunner sogar noch seine Finger im Spiel hatte.

Von Bern aus bin ich in einer Stunde über Haupt- und Nebenstrassen angefahren, man durchquert dabei einige malerische Orte und begegnet beim Flugplatz Grenchen sogar einer Lockheed F-104 Starfighter. Die Strasse vom Städtchen Grenchen auf den Hausberg ist teils mit zeitlich begrenzten Fahrverboten belegt (siehe auch Lfit- Website), aber in gutem Zustand. Es gibt auch einen regulärer Busbetrieb der lokalen Transportgesellschaft zum unteren Grenchenberg.

Der rund 600m lange Lift Skilift ist ein Mix aus Tebru- und Städeli-Elementen, wobei letztere wohl schon seit einem Umbau anno 1981 überwiegen. Laut einem Angestellten wurde das seltene Tebru-Firmenschild gestohlen. Hand aufs Herz, wer von euch hat es? :) Der ursprüngliche Skilift - mit Benzinmotor - wurde bereits 1959 eröffnet, wie auf der Geschichtstabelle der Betreiber nachzulesen ist. Es besteht eine Paten- und Partnerschaft mit Adelboden-Lenk; die Gemeinde Grenchen beteiligt sich an den Betriebskosten und ist Hauptaktionärin. Seit einigen Jahren wird auch Nachtskifahren angeboten. An einem flachen Hang zwischen WSO-Lift und Restaurant Untergrenchenberg ist ein Borer-Babylift aufgestellt.

Die Sicht war am Mittwoch nicht der Hammer, das Licht meist diffus. Auf dem Grat blies ein starker, milder Wind - die Schneelage am nordwestexponierten Hand ist aber trotz einiger brauner Stellen noch bei weitem genügend (Sulz/hart). Lokale Junioren-Skicracks waren am Trainieren. Vom Parkplatz und Buswendeplatz beim Restaurant fährt man über einen Waldweg ins untere Drittel des relativ steilen Skilift- und Pistenhangs. Da gibt es schöne alte Kartontickets (und einen Bienenstock im unter dem Holz der charmanten kleinen Talstation - die bereits ausfliegenden Bienen machten dem Personal das Leben etwas schwer). Mit dem WSO-Lift geht's dann von 1240m auf 1350m.

ATV hat die Anlage schon 2009 mit Bildern und einem Film dokumentiert, es existiert auf Youtube auch ein Drohnenvideo vom Sommer. Das SRF-Regionaljournal hat die Anlage 2014 porträtiert.

Mein Video von gestern:

Direktlink


Fazit: Auch wenn ich es lieber hätte, dass der Lift etwas länger wäre... schöner Hang, tolle WSO-Anlage, familiäre Atmosphäre, nette Beiz, sensationelle Aussicht. Komme gerne wieder!

Alle Bilder in diesem Album - hier das Best Of:

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