Dank des Internets ist es möglich, die Preise seit der Jahrhundertwende nachzulesen. In den nächsten Monaten werde ich verschiedene Skigebiete mit der Preisentwicklung der letzten 10-20 Jahren aufbereiten. Es geht nämlich nicht nur immer bergauf. Den Beginn mache ich mit dem Skigebiet Savognin.
Savognin
offizielle Pistenkilomter: 80
Transportanlagen (exkl. Förderbänder, Seillifte): 9
Betriebsaufnahme: 1962
Das Skigebiet Savognin liegt im Surses, auf Deutsch Oberhalbstein, zwischen Tiefencastel und dem Julierpass. Obwohl der Ort Savognin Namensgeber ist, lag der Grossteil des Skigebiets auf Gemeindegebiet von Riom-Parsonz. Mittlerweile haben die acht Gemeinden sowieso zur Gemeinde Surses fusioniert.
Da in der Region im Schnitt nur 928mm Niederschlag fallen, während der Skisaison von Dezember bis März sogar nur 189mm, baute man bereits 1978 die erste Gross-Schneeanlage auf der Talabfahrt zwischen Tigignas und Savognin.
Nun aber zu den Tages- und Mehrtageskartenpreisen. Bei der Betriebsaufnahme 1962, damals waren erst drei Anlagen von Savognin bis auf den Piz Martegnas gebaut, kostete die Tageskarte nur 10 Franken. Unter Berücksichtigung der Teuerung entspräche dies 38 Franken im Jahr 2015.
Im Folgenden werden die Preisentwicklungen der Ein-, Zwei- und Sechstageskarten seit der Wintersaison 2000/01 dargestellt. In Savognin unterscheidet man zwischen Erwachsenen (ab 20 Jahren), Jugendlichen (16-19 Jahre) und Kinder (6-15 Jahre). Ab der Wintersaison 2011/12 fuhren Kinder unter 10 Jahren während vier Saisons gratis, in der vergangenen Saison zahlten sie zwei Franken pro Tag, in der nächsten Saison werden es drei Franken sein.
Tageskarte
^^Die Erwachsenen zahlten zu Beginn nur 47 Franken für eine Tageskarte, erreichten aber bereits 2005/06 die 50 Franken-Marke und bezahlen nun 57 Franken, obwohl in dieser Zeitspanne nur eine neue Bahn gebaut wurde sowie die Beschneiung leicht erweitert und erneuert wurde. Bei den Jugendlichen zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Bei den jüngsten Gästen wurden die Preise zur Wintersaison 2005/06 und 2008/09 gesenkt. Savognin ist hier kein Einzelfall, auch in vielen anderen Skigebieten sanken die Preise für Kinder.
^^In diesem Diagramm ist zusätzlich zu den Skitageskartenpreisen auch die durchschnittliche Inflation in der Schweiz abgebildet. Dabei zeigt sich, dass die Inflation und die Skipreise bis zur Saison 2010/11 ähnlich stark anstiegen. Davon ausgenommen sind natürlich die Kinderpreise, die seit erst seit der Saison 2008/09 dem halben Tageskartenpreis eines Erwachsenen entsprechen.
Zweitageskarte
^^Die Zweitageskartenpreise entwickelten sich sehr ähnlich wie die Tageskartenpreise. Der wohl einzige Unterschied ist der etwas stärkere Preisanstieg über die letzten 15 Jahre, d. h. der Rabatt gegenüber zwei einzelnen Tageskarten wurde kleiner.
Sechstageskarte
^^Auch die Entwicklung der Sechstageskarten zeigen eine deutlichen Unterschied zwischen Erwachsene/Jugendliche und Kindern. Der Preis des Kinderskipasses liegt seit Jahren unterhalb des Preises der Wintersaison 2000/01. Allgemein sticht der Winter 2011/12 ins Auge, damals sanken die Preise für sämtliche Kategorien. Die Preise der Sechstageskarten nahmen prozentual gesehen am schwächsten zu, nur um 16% bei den Erwachsenen. Die Zweitageskartenpreise stiegen um 25%.
Das war der erste Vergleich, als zweiter wird vermutlich das Toggenburg folgen.