



Den Vatertag mit seinem hervorragenden Wetter nutzte ich, um noch einmal das LSAP-Skigebiet Taubenstein aufzusuchen, traurig, dass es nun wohl Geschichte ist, aber auch erleichtert, es 2012 wenigstens einmal dorthin geschafft zu haben.

Um zum Spitzingsee zu gelangen, musste ich erst einige Hürden überwinden – in der Früh zeigte es beim Auto einen Fehler bei der Motorkühlung an, so dass ich flugs noch ein Bayernticket kaufen musste. Wenigstens ergatterte ich in der feiertagsbedingt total überfüllten BOB noch einen Sitzplatz – wenn auch inmitten dreier etwas angetrunkener und ein wenig älterer Damen im Dirndl. Wenigstens wurde ich da nochmals als „junger Mann“ bezeichnet, was inzwischen kaum noch vorkommt und während der nächste Sekt geköpft wurde, fuhr der Zug Richtung Berge.
Ich wollte eigentlich vom Bahnhof dann hinauf auf den Spitzingseesattel laufen – dort, wo von Josefsthal aus bis 1963 die Gondelbahn hinaufging, doch ich fühlte mich noch arg benommen und nahm den Bus.

Endlich Ruhe, endlich frische Bergluft...kaum einer sonst noch lief den Weg zur Maxlraineralm hinauf und so konnte man in Ruhe die schöne Landschaft da hinten genießen.

Etwas später weiter oben...der Maxlraineralmlift – beim 2012er Besuch erstrahlte die Talstation noch im 60er-Jahre Menningrot – dient nun als Materialseilbahn. Kaum war ich eingetroffen, kamen auch schon welche angefahren und fuhren Gegenstände zur Berhütte hinauf.

Schade, aber wenigstens hat der Lift so noch überlebt...gerne wäre ich hier nochmal gefahren und von der Wirtin erfuhr ich später, dass sie ihn den letzten Winter zusammen mit dem oberen Schlepper auch nochmal hatten laufen lassen. Aber nun sei der Skibetrieb eben eingestellt...


Aber der Bergstation begann die Schnee-Zone...an der Hütte mussten sie sogar noch die weiße Pracht wegräumen, damit die Gäste draußen sitzen konnten. Inzwischen wurde der Maxlraineralm als ESL genutzt...

Der obere Schlepper – im Vergleich zum unteren Kurzbügler und Dieselantrieb eher uninteressant und nich so arg beweinenswert, wenn es nun in den LSAP-Himmel hinaufgeht...

Mit Baden war es noch nichts, aber an der Sonne konnte man es gut aushalten, auch wenn es noch von der Nacht her recht frisch da oben war.

Ein Vorteil hatte die Anreise mit der Bahn....

Während ich das Bier in der oberbayrischen Sonne genoß, war der Maxlraineralmlift wieder in Betrieb...

An der Bergstation schepperte der Diesel und Qualm stieg auf – eine gelungene Abschiedsvorstellung...


Am zweiten Lift...


Hier ging es dann schon über die verbliebenen, vor sich hin schmelzenden Schneefelder...

Von der Bergstation der Taubensteinbahn her kamen nun die ersten Gästerscharen...

Dieser Schlepper hingegen blieb still ...


Alle kamen sie, um nocheinmal die Schlepper zu besichtigen


Irgendwie gefiehl mir das Motiv mit der Retro-Bahn im Hintergrund, wo bei den nicht belegten Kabinen die Türen offenstanden...

Unter Beobachtung...

Wenigstens bleibt die Bahn erhalten....


Betonbrutalismus anno 1970...

Hier war natürlich einiges los und so sah ich zu, schnell weiter zu kommen.

Schöner Ausblick zur anderen Seite hinter der Bergstation...

Diesen Weg nahm ich dann...unten passiert man die Bergstation des Lochgrabenlifts und dahinter stieg ich dann im Wald zum Rauhkopf hinauf, um weiter zum gleichnamigen Schlepper auf der anderen Seite zu gelangen.



Vor viereinhalb Jahren bin ich da noch hochgezogen worden...schade...

LSAP...



Nach einer kleinen Wanderpassage und einer vorherigen Brotzeitpause auf einer Bank in der Sonne gelangte ich schließlich am Rauhkopflift an. An jenem Januartag 2012, als ich hier mal Skifahren war, herrschte trübes Wetter, Nebel und schlechte Sicht.





Hab's dran gelassen...

Seitenblick – hier oben hätte man an jenem 5. Mai 2016 noch gut Ski fahren können und bis zum letzten Stück des Schleppers, wo dieser nach der Talstation in den Steilhang hinaufgeht, wäre es noch gegangen.

Irgendwie eine kultige Konstruktion – erinnert mich an die alte Kreuzjoch-DSB in Garmisch. Da hatte es auch so was...


Im Schnee stapfte ich die Schlepptrasse hinunter.




Hier ist das Seil schon entsprungen...


Immer wieder auch Seitenblicke ohne Liftmotiv...



So ging es immer weiter hinunter, den grünen Wiesen entgegen...







Schon ein netter Schlepper da hinten und 2012 fuhr da kaum jemand, immer wieder ging es rauf und irgendwann rein in die nächste Hütte, Gulaschsuppe, Bier und wieder hinauf...





Blick von gegenüber, wo ich noch ein Bier auf einer gut gefüllten Berghütte trank. Beim Anstehen hatte es mal wieder ewig gedauert, weil vor mir 100.000 Sonderwünsche bearbeitet werden mussten („Mein Sohn mag aber kein... und...schmeckt ihm auch nicht...haben'se nicht noch....“). Wenigstens waren dann die fremden Tischgenossen draußen in der Sonne in Ordnung.

Wieder auf dem Rückweg – am Raukopflift habe ich noch mal die Nikon rausgeholt...


Etwas später dann am Lochgrabenlift, der parallel zur Seilbahn auf dem letzten drittel oder viertel verläuft.











Kennt wer von den Jüngeren noch Kassettenrekorder?







Ebenso Retro – die alte Schreibweise fürs „I“ findet man auch nicht mehr oft. Früher auf der alten B19 vor Immenstadt gab es noch ein Schild mit „Jmmenstadt“, aber seit dem Ausbau bis zur A980 hinauf wurde das erneuert.

Ich ging wieder weiter, den Lift und die Schneereste hinter mir lassend.




Einen Lift gab es noch zu besichtigen – den Seillift an der Piste hinab zur Talstation. Am Wank hatte es früher an der Talabfahrt, glaube ich, auch so ein Teil. Zumindest war es so in einer Karte eingezeichnet.

So ging es einen unbequemen Wanderweg (viel Matsch, mitten im Wald) zurück zum Spitzingsattel.

Hier noch ein Zoom zum Kurvenlift...dürfte auch bald leider Geschichte sein.

Ein Schlepper im Nirwana – der Dreitannenlift.

In dem Haus links der Spitzingstraße war früher die Bergstation der Josefstalbahn. Hinter dem Bus auf der Straße sieht man noch den Beginn der Waldschneise, die immer noch von der Existenz dieser kurzlebigen Bahn zeugt (1949-1963). Die Talstation im Ort unten hat es ja auch noch, aber die suchte ich an jenem Tag nicht mehr erneut auf.
Am Rückweg musste ich erst ewig auf den Zug warten, dann wurden wir in Schliersee abgesetzt und mussten auf Busse umsteigen, weil sich jemand vor Miesbach auf die Gleise gelegt hatte. Immer mehr heimkehrende Ausflügler sammelten sich in Schliersee vorm Bahnhofsgebäude, während erst ewig kein Bus kam und dann nur einer, um den sich Alt und Jung teilweise fast prügelten. Spät am Abend war ich erst daheim, aber dieser Abschiedsbesuch hat sich dennoch gelohnt...