Dieses Skigebiet ist mir schon öfters durchs Vorbeifahren auf dem Weg nach Kössen aufgefallen. Von Oberaudorf war es nur ein Katzensprung über die Grenze, also war ich gespannt auf dieses kleine Skigebiet.
Auf dem Parkplatz waren sehr wenige Autos, ich freute mich wie schon heute Vormittag auf leere Pisten.
Nachmittagskarte für 24,00 Euro gekauft, Skischuhe geschlossen und da war es auch schon passiert. Eine Schnalle gab den Geist auf und brach ab. Mit vereinten Skistock-Kräften bekam ich das Teil dann doch noch zu.
Parkplatz und Talstation Sesselbahn
Pistenplan
^ Bis auf ein paar Seillifte waren alle Anlagen und Pisten geöffnet. Bei der geringen Höhenlage von 660-1200 m keine Selbstverständlichkeit. Aber ich hatte mir diese Gegend ja auch für so eine tolle Schneelage ausgesucht
rauf gings mit dem 4er-Sessel
Bergstation
Riedalmlift
Trasse Riedalmlift
^Ich machte mich gleich rechts der Sesselbahn auf Richtung Riedalmlift durch ein wirklich urigen Waldweg, bei dem man locker laufenlassen konnte. Der Riedalmlift dient als Verbindung zum Aschingeralmlift.
Ein schöner kurzer Tellerschlepper, der sogar eine eigene kleine Piste erschließt, die aber wohl kaum genutzt wird, da man auf dem Rückweg vom Aschingeralmlift eigentlich direkt die Talabfahrt nimmt.
^Ich hatte Lift und Piste zu diesem Zeitpunkt für mich alleine! Der Liftler war total freundlich und die Piste war absolut genial! Auf dem Bild sieht sie sanfter aus, als sie dann tatsächlich war. Abschnittsweise waren richtig schöne Wellen darin. Einfach eine tolle, unkorrigierte Almpiste. Ich wollte gar nicht mehr weg von diesem schönen Fleckchen und drehte Runde für Runde, bis dann doch mal zwei andere Skifahrer "meinen Lift" mitbenutzen wollten.
Abzweigung zurück ins Hauptgebiet
^Ich machte mich zurück Richtung Hauptgebiet, nahm dann aber die Abzweigung zur Talabfahrt (Piste 3)
Talabfahrt
Talabfahrt
Talabfahrt
Talabfahrt
^ Auch diese Piste gefiel mich wirklich gut. Es wurde nicht die komplette Piste präpariert, so hatte ich bei dem tollen Schnee richtig schöne Abschnitte dabei.
Eisberglift
Am Ende dieser Talabfahrt muss man etweder verdammt viel Schwung mitnehmen oder man nutzt den Seillift (oder auch Handschuhmörder, wie ich hier im Forum gelernt habe ) "Eisberglift" für einen kleinen Anstieg, um dann ohne schieben wieder mit der Sesselbahn auffahren zu können.
Ötzlift
Anschließend fuhr ich wieder mit der Sesselbahn rauf und teste mal die linke Seite.
Hier bedient der Ötzlift den oberen Teil der zweiten Talabfahrt (eigentlich die beschneite Hauptabfahrt).
Ganz nett, aber die Seite beim Aschingeralmlift hat mich einfach so begeistert, dass ich schnellstmöglich wieder rüber wollte.
Also ab ins Tal!
Amberglift
Hier ist in der Entfernung der Amberglift zu sehen, der leider nicht mit dem Hauptgebiet verbunden ist. Mir fehlte leider die Zeit, denn interessant sah es schon aus!
^ Ich konnte mich noch an einem Bericht eines Users erinnern, der die Aschingeralm für eine Einkehr empfohlen hatte.
Ich kann mich dem Kollegen nur anschließen. Das Essen war wirklich unheimlich lecker, die Hütte selbst ist sehr gemütlich und die Preise sind auch voll in Ordnung. Kein Vergleich zu den großen Ski-Fabriken.
Langsam floss die Zeit nur so dahin. Ich drehte noch ein Paar Runden an "meinem" Aschingerlift, nahm die rechte Talabfahrt und beeilte mich, noch die letzte Bergfahrt mit der Sesselbahn (leider schon um 16.00 Uhr) zu erwischen. Um Punkt 16.00 Uhr flitzte ich noch schnell durchs Drehkreuz. Der Liftler war offenbar etwas verdutzt, dass da noch jemand auftauchte, wünschte mir aber eine schöne letzte Fahrt.
Auf halber Strecke stoppte der Lift plötzlich. Etwas mulmig wurde es mir da schon. Hat man mich etwa vergessen??
Aber dann ging es doch noch weiter
An der Bergstation wartete schon der nächste Liftler auf mich und schaltete mir sprichwörtlich unter dem Hintern den Lift aus. Das hatte ich so auch noch nie geschafft
Ein letztes Mal ging es also wieder "meine" rechte Talabfahrt runter. Diese hatte ich wieder für mich alleine und ließ mir extra viel Zeit, da es mir hier echt gut gefallen hat.
Dann war der Skitag leider auch zu Ende, ich hätte noch ewig weiterfahren können!
Fazit:
Ich kannte das Skigebiet bisher nur vom Vorbeifahren und von einem Bericht eines Forum-Kollegen hier. Ich hatte nichts groß erwartet.
Im Ergebnis hat mich dieses unterschätzte Gebiet aber sehr positiv überrascht.
Ein wie ich finde sehr schön angelegtes kleines Skigebiet, sehr wenige Menschen auf den Pisten, top Schneelage, freundliche Liftler und gutes und günstiges Essen.
Wenn der Schnee passt und der rechte unbeschneite Teil des Gebiets offen ist, kann ich den Zahmen Kaiser wirklich als Geheimtipp empfehlen.
Die Geschmäcker sind da sicher verschieden, aber mir hat es hier viel besser gefallen, als in so manchem großen Skigebiet.
Zum Abschluss noch mein Lieblingsbild bei der letzten Fahrt im Aschingeralmlift:
So positiv aus skifahrerischer Sicht hatte ich das Gebiet vom damaligen Bericht gar nicht in Erinnerung. Damit rutscht es auf der to-do-Liste gleich ein paar Plätze nach oben
Zottel hat geschrieben:So positiv aus skifahrerischer Sicht hatte ich das Gebiet vom damaligen Bericht gar nicht in Erinnerung. Damit rutscht es auf der to-do-Liste gleich ein paar Plätze nach oben
Ich bin damals auch bloß hauptsächlich wegen dem Swoboda-Schlepper rauf...kann man echt mal besuchen. Gerade an diesem Schlepper da hinten fand ich auch dann auch wirklich ganz nett von der Landschaft her. Leider ist ja der Stemag im Tal unten LSAP.