





Wenigstens einmal schaffte ich es im Dezember 2017, mir einen Skitag zu gönnen und damit die Saison zu eröffnen. Dabei ergab sich gleich zu Beginn eine recht interessante Tour in den Bregenzerwald, wo es ja eine Fülle von Einzelliften und Kleinstgebieten gibt.

Nach langer Fahrt von München aus und Gezockel durch die Dörfer über die Grenze galt es noch, eine schmale, schneebedeckte Straße hinauf ins Gebiet Hochhäderich zu nehmen, das recht abgelegen in netter Umgebung liegt. Los war kaum etwas und voller Freude begann der erste Saisontag.


Die Hauptanlage – die parallelen Hochhäderichlifte – knapp 1 km lang und 1974 von Steurer errichtet.




Das Steilstück oben...


Endlich mal wieder Schlepperfahren...

Im Steilstück, wo sich ein Zwischenausstieg (?) befindet. Hier hinauf hatte ich bereits mal mit dem Teleobjektiv von Sulzberg im Sommer 2016 gezoomt und mich dabei wieder dieses Kleinodes erinnert, das ich nun endlich aufzusuchen schaffte.




Interessante Stützenkonstruktion am Ausstieg – fast schon das Standardmotiv hier oben...



Der Schnee war gut, der Andrang wenig, schöne Stunden also...











Der kurze Schmidlift...



Häusl zwischen Schmidlift-Talstation und Hochhäderich-Talstation. Offenbar noch vom Hennemooslift, der bis 2006 hier gestanden hat:
→ http://www.seilbahntechnik.net/de/lifts/9984/datas.htm
Die Nachfolge-4SB verläuft viel weiter rechts.



Leider fotografierte ich nur direkt nach oben – der Hennemooslift dürfte weiter nach rechts gegangen sein und hat wohl im Bereich der jetzigen 4SB seine Bergstation gehabt.


Die Hennemoosbahn...recht kurz. Aber wenn weiter rechts der Pfangerlift gelaufen wäre, hätte man eine einigermaßen lange Abfahrt gehabt. Aber mangels Andrang hat man den außer Betrieb gelassen. Der Schlepper führt direkt vom Parkplatz unten herauf...

Zoom zum Falkenlift, einem Stemag mitten im Nirwana bei einer Berghütte gelegen. 2 x war ich da schon mal zum Wandern oben, aber im Winter habe ich es leider noch nie geschafft.

Dort hinten rostet auch noch ein stillgelegter Leitner vor sich hin...

Die Bergstation des besagten Pfangerlifts...


Da kommt der knapp 400 m lange Lift vom Parkplatzrand herauf...

Den Pfangerlift noch auf dem Weg zum Auto angezoomt, ehe es über die winterliche Straße wieder hinunter ins Tal in Richtigung Hittisberglift ging, einem einzelnen Gittermastenschlepper in der Nähe...

831 m lang und Baujahr 1964...ein interessanter Einzelschlepper, der nicht nur ein kleiner Übungslift ist, sondern eine ganz nette Abfahrt bedient.





Im Lift – ich hatte keine Ahnung, wie er oben weiter verläuft und dieses Vorfreudegefühl bei Liftpremieren ist einfach was Besonderes. Zuweilen hat man aber bereits ein Video auf Youtube gesehen oder einen Bericht im Forum gelesen, aber dieser Lift war bei mir bis zum Dezember 2017 noch gewissermaßen ein weißer Fleck.

Direkt am Haus vorbei – ob der Lift zuerst dort stand oder umgekehrt?


Zuerst dachte ich, der endet vor dem Wald, weil der so dicht verwachsen aussieht. Aber zu meiner Freude sollte es noch ein ganzes Stück weiter gehen.





Blick von Oben – anfangs hing der Nebel noch in der Mitte...



Rückblick auf den oberen Bereich.

Für einen Einzellift eine recht passable Piste – ich hätte es durchaus den restlichen Nachmittag dort ausgehalten, aber wenn ich schon mal bis da hinter gegurkt war, wollte ich später noch den alten Leitner-Kurzbügler in Weiler-Simmerberg aufsuchen.

Der Lift direkt neben dem Haus war zwischendrin für ein paar Motivspielereien gut.



Bregenzerwald-Idylle im Seitenblick.
Nach ein paar Fahrten die Skier wieder abgeschnallt und Kurs auf Weiler-Simmerberg genommen – auf der Bundesstraße ging des dann wieder in Bayern zurück dem Oberberg entgegen, wo zwei Schlepper scheppern, die ich bei einem Wanderurlaub 2016 entdeckt hatte.



Geht die Bundesstraße noch direkt an der Südseite des Oberbergs vorbei, muss man zur lifterschlossenen Nordseite ewig umeinander zockeln. Im letzten Kaff hätte es an der Abzweigung zum Lift hinter fast noch einen Unfall gegeben, weil ein dicker, alter Mann aggressiv aus einem Firmenparkplatz herausgestochen kam und sich wie wild aufführte. Ich machte Platz, denn ich wollte ja unbedingt den alten Leitner fahren...

Dafür macht man Aggressivlingen doch gerne Platz oder unterbricht schöne Stunden an einem Traumeinzellift wie dem am Hittisberg...


Ohne Worte...

Zoom in die Waldtrasse – gute 400 m lang müsste der Lift sein.


Weiter drüben verläuft noch der flachere Oberberglift 2...

Also für den ersten Saisontag ergab sich wirklich ein interessanter Liftemix...


Hier wirkt das ganze recht alpin...da gibt es doch in der Oberpfalz doch auch noch wo so einen Leitner?

Da oben kommt der Ausstieg, wo ich im Sommer 2016 schon mal den Lift in Wanderschuhen unterquert hatte.


Blick von oben auf die Hauptabfahrt.

Die verschneite Leitner-Umlenkung.


Der zweite Lift – nicht ganz so interessant, aber ein nettes Zuckerl...

Inzwischen stellte sich trübes Wetter ein und auf der Rückfahrt sollte Nebel aufziehen.



Winteridylle am Oberberglift 2. Eigentlich wollte ich den nur einmal fahren und wieder zum Leitner zurück. Doch dort kam gerade eine Gruppe Knirpse an, von denen einer unbedingt seine nicht definierbare Lieblingsmusik laut erschallen lassen musste. Diese hässlichen Geräusche passten so gar nicht zu einer gemütlichen Schlepperfahrt durch den Winterwald und verärgert fuhr ich wieder zum 2er-Lift. Später richtete ich es mir dann so ein, dass ich antizyklisch zur Deppenfraktion fuhr, so dass man den Lärm nur noch aus der Ferne ertragen musste.
Im Nebel dann wieder zurück nach München gefahren...