Die Winterbilanz der Bergbahnen im Oberwallis

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Jay
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Die Winterbilanz der Bergbahnen im Oberwallis

Beitrag von Jay »

Aus der RZ Oberwallis
Oberwallis / Die Winterbilanz der Bergbahnen im Oberwallis ist durchzogen. Das zeigt eine Umfrage der RZ bei den Bahndirektoren. Einbussen von vier bis fünf Prozent sind keine Seltenheiten. Allerdings: Wer mit Neuheiten in die Saison gestartet ist, konnte die Frequenzen steigern - so beispielsweise die Bettmeralp und die Lauchernalp.

Von German Escher


Die Bergbahnbranche ist unter Druck. Ein gutes Winterergebnis ist für viele Betriebe überlebenswichtig. Letztes Jahr konnten die Bahndirektoren dank einer langen Schönwetterperiode und guten Pistenverhältnissen über erfreuliche Zahlen berichten. Im Vergleich dazu sieht die Winterbilanz 2004 durchzogen aus. „Wir erwarten wie die meisten Bahnen eine Einbusse von rund vier Prozent“, erklärt Hans-Peter Zeiter, Direktor der Belalpbahnen, gegenüber der RZ. Nicht besser sieht es in den Top-Stationen aus. Albert Kalbermatten, stellvertretender Geschäftsführer der Saas Fee Bergbahnen, rechnet mit einen Minus von fünf Prozent. „Wir liegen etwa sieben Prozent unter den Vorjahreszahlen“, erklärt Max Müller von den Grächner Bergbahnen. Bei den Zermatter Bergbahnen ist man laut Direktor Christen Baumann in etwa auf dem Vorjahresniveau. Zufrieden mit der Wintersaison ist Heinz Imhasly, Direktor der Fiesch-Eggishorn-Bahn: „Wir sollten das Vorjahresergebnis leicht übertreffen.“


Es gibt auch Sieger
In der Tat können einzelne Bahndirektoren mit Stolz auf die zu Ende gehende Saison zurückblicken. So etwa Anton König, Direktor der Bettermalpbahnen: „Wir konnten die Frequenzen um sieben Prozent steigern.“ Er führt die Zunahme unter anderem auf die neue Sesselbahn zurück. Dieselbe Erfahrung macht auch Karl Roth, Unternehmensleiter der Luftseilbahn Wiler-Lauchernalp: „Die neue Gletscherbahn und das verstärkte Marketing haben sich für uns bezahlt gemacht.“ Konkret: Das Lötschentaler Skigebiet hat um 15 bis 20 Prozent zugelegt - und das, nachdem man bereits letzten Winter den Umsatz um 12 Prozent gesteigert hatte. „Unsere Erwartungen sind damit klar übertroffen worden“, freut sich Roth über die sehr gute Wintersaison.


Der März tat weh
„Nach dem letztjährigen Superwinter, bei dem Wetter, Feiertage und Ferienzeit optimal waren, konnte man nicht erwarten, dass diese Ergebnisse sich einfach so wiederholen lassen“, relativiert Max Müller. In Grächen verlief vor allem das Bergbahn-Geschäft über Weihnachten und Neujahr nicht wunschgemäss. Super sei hingegen der Februar gewesen. Vielerorts haben die Frequenzen der letzten vier Wochen die Winterfreude getrübt. „Bis Ende Februar waren wir besser unterwegs“, meint Direktor Christen Baumann in Zermatt. „Aber der März war um rund 15 Prozent schlechter.“ Ähnlich ist die Einschätzung auf der Belalp: „Bis Ende Februar war das Ergebnis noch ansprechend. Der März war aufgrund der fehlenden Sportferien-Woche und des weniger guten Wetters bedeutend schlechter.“ Albert Kalbermatten in Saas Fee sieht aber noch andere Gründe: „Wir haben zwar mehr Engländer und Holländer, aber markant weniger Gäste aus Deutschland.“ Unter dem Ausbleiben der Gäste aus Deutschland dürften die kleineren Skigebiete noch stärker gelitten haben.


Top-Verhältnisse für Ostern
Die meisten Bergbahnen hoffen, mit einem tollen Schlussspurt die eher durchzogene Winterbilanz noch etwas aufbessern zu können. „Wir sind optimistisch. Die Beherberger melden gute Buchungszahlen für Ostern“, heisst es in Grächen. Die Station dürfte sich nochmals füllen, glaubt auch Albert Kalbermatten in Saas Fee. Und Anton König meint: „Wir erwarten über Ostern nochmals einen richtigen Ansturm.“ Und alle Direktoren melden unisono: Top-Pistenverhältnisse zum Saisonausklang.

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Beitrag von Jojo »

Es gibt auch Sieger
In der Tat können einzelne Bahndirektoren mit Stolz auf die zu Ende gehende Saison zurückblicken. So etwa Anton König, Direktor der Bettermalpbahnen: „Wir konnten die Frequenzen um sieben Prozent steigern.“ Er führt die Zunahme unter anderem auf die neue Sesselbahn zurück. Dieselbe Erfahrung macht auch Karl Roth, Unternehmensleiter der Luftseilbahn Wiler-Lauchernalp: „Die neue Gletscherbahn und das verstärkte Marketing haben sich für uns bezahlt gemacht.“ Konkret: Das Lötschentaler Skigebiet hat um 15 bis 20 Prozent zugelegt - und das, nachdem man bereits letzten Winter den Umsatz um 12 Prozent gesteigert hatte. „Unsere Erwartungen sind damit klar übertroffen worden“, freut sich Roth über die sehr gute Wintersaison.
Diesen Absatz sollte man den Umweltschützern auf die Stirn schreiben!
Da sieht man mal wieder was Neuerschließungen für Auswirkungen haben können!
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