
An diesem Tag waren meine Frau und ich am Nachmittag zu einer Familienfeier geladen. Den Vormittag wollten wir dennoch zum Schifahren nützen.
Wir entschieden uns zu einem Besuch des Stuhlecks. Für dieses Schigebiet sprach die kurze Anreise (1h aus Wien), der frühe Betriebsbeginn (Schieferwiese 8:00 Uhr, Rest 8:30 Uhr. Die meisten anderen Gebiete öffnen erst um 9:00 Uhr), sowie die Tatsache, dass am Stuhleck auf Grund des zu erwartenden hohen Andrangs, die Pisten ohnehin rasch nachlassen werden, und es somit das ideale Schigebiet für einen halben Tag ist.
Wir erwarben also eine 3-Stunden-Karte und begannen den Schitag um 8:20 Uhr auf der Schieferwiese.

Kurz nach 8:30 Uhr ging es mit der Stuhleckbahn auf den Berg. (Das Bild zeigt den letzten Abschnitt der Standardabfahrt zur 4KSB)

Danach blieben wir für zahlreiche Wiederholungen bei der 6KSB Weißenelf hängen. Schließlich galt es, die neue Piste zu testen. Das erste Bild zeigt die 6KSB vor dem Schneeberg.

Die ersten Bilder haben bereits einen Eindruck bezüglich des Wetters vermittelt:
Abgesehen von der morgendlichen Nebelbank im Tal war es ein sehr sonniger Vormittag. Bei -10°C spielte der Wind keine besondere Rolle. Schneefall gab es nur aus einigen Kanonen.
Aber nun zurück zur neuen Piste: Mein Standort beim nächsten Bild ist auf Höhe der Schwaiger-Hütte. Ab diesem Punkt wurde die Piste verbreitert. Voriges Jahr konnte man hier noch die Schneise des alten(!) Weißenelfschlag-Schlepplifts (dem Vorgänger des Kurvenschlepplifts) erkennen. Nun hat man den gesamten Wald zwischen ehemaliger Schneise und bisheriger Piste entfernt. Die Turm-Kanonen am linken Pistenrand stehen quasi in der alten Schleppliftschneise.

Auf der neuen Piste kreuzt man die 6KSB. Im Hintergrund erkennt man Rax und Schneealpe.

Es folgt ein Rechtsknick. Unter der Nebelbank ist Mürzzuschlag. Der Berg dahinter ist die Hohe Veitsch.

Vor der Einmündung in die alte Piste (die auch an dieser Stelle verbreitert wurde), geht es noch kurz den Sessellift entlang.

Bergfahrt mit der 6KSB Weißenelf. Man erkennt in der Bildmitte die alte Schlepplift-Trasse, die im oberen Abschnitt jetzt dem Rand der neuen Piste entspricht.

Bergfahrt mit der 6KSB durch schöne Winterlandschaft.


Es hat einige Zeit gebraucht, bis wir uns von der neuen Piste trennen konnten, und wir wieder zur Schieferwiese gefahren sind.

Dass das ein großer Fehler war, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Erst als wir wieder von der Schieferwiese weg wollten, und deshalb zur 4KSB Stuhleckbahn fuhren, sahen wir diese Menschentraube.

Normalerweise würde das einer Wartezeit von fünf bis zehn Minuten entsprechen. Aber die Bahn stand leider wegen eines Defekts still da. Und als sie sich nach guten 15 Minuten endlich wieder bewegte, fuhr sie im Schneckentempo und stoppte immer wieder für kurze Zeit. So verbrachten wir 30 Minuten in dieser Menschentraube, was 1/6 unserer Zeitkarte entsprach. Wenigstens transportierte uns dann der Lift bereits im Normaltempo mit nur einem Stopp zur Bergstation. Leider hatte das zur Folge, dass wir nicht das gesamte Lift- und Pistenangebot an diesem Tag nutzen konnten. Sonst waren die Wartezeiten gering (max 3 Minuten). Damit komme ich zum
Lift- und Pistenstatus:
Geöffnet waren:
6KSB Steinbachalm mit beiden Pisten (10/10a und 11)
6KSB Weißenelf mit beiden Pisten (1 und 12)
4KSB Promibahn mit der Kaltenbach-Fis-Piste (3)
4KSB Stuhleck mit den Pisten 1b (Standard) sowie der Verbindung zur Schieferwiese und den Verbindungen zur und von der Talstation des Familienlifts
SL Schieferwiese mit der westlichen Variante der Piste 2
SL Familie mit Piste 5
Minilift mit Piste 6
Pistenzustand:
Bei 6KSB Weißenelf und SL Schieferwiese harter Grund mit pulvriger Auflage, sehr schön zu fahren.
Bei 4KSB Stuhleck harter, teilweise knolliger Untergrund, weniger schön zu fahren.
Alle anderen Lifte und Pisten sind wir nicht gefahren.
Nach drei Stunden sind wir um 11:20 Uhr noch zum Mittagessen ins W11-Restaurant gegangen. Bevor wir die letzte Talfahrt antreten, erfreuen wir uns noch am Winter-Wunderland.


Letzte Abfahrt auf der Stuhleck-Standard.


Fazit: Eine wirklich gut gelungene neue Piste kennengelernt, aber leider viel Zeit vor einem defekten Lift verbracht.