
In Breitenfurt bei Wien befindet sich ein ca. 550m langer Stemag-Schlepplift mit Liftomat. Seine Talstation liegt auf 385m Höhe, seine Bergstation auf 475m. Der kleine Schihang ist außerdem mit einer Flutlichtanlage ausgestattet. Sein Name: Brenneralm.
Was es hier allerdings nicht gibt, ist eine Beschneiungsanlage. Daher sind die Betriebstage dieses Schilifts, der übrigens der allernächste meines Wohnortes ist, sehr rar.
Heuer ist die Schneelage in Breitenfurt seit einer Woche wieder sehr gut, was auch schon der erste Grund war, weshalb ich diesen Lift mit meiner Frau heute besuchte.
Der zweite Grund war die Wettersituation in den größeren Schigebieten in meiner Umgebung. Manche Gebiete waren komplett gesperrt, in anderen gab es Teilsperren wegen der Unmengen Neuschnee und der daraus resultierenden Lawinengefahr. Und selbst in den geöffneten Gebieten war sehr stürmischer Wind vorhergesagt. Also lieber in den nahen Wienerwald als in die weiter entfernten Hausberge.
Der dritte Grund, der für einen Besuch der Brenneralm sprach, war das 25-Jahr-Jubiläum des Vereins, der den Schilift betreibt. Wegen dieses Jubiläums gab es nämlich heute Gratis-Schifahren für Alle.
Wetter:
Bei +2°C war es bewölkt und zeitweise sehr windig. Kurzzeitig schneite es sehr leicht.
Pistenzustand:
In der Nacht gab es wenige Zentimeter Neuschnee, die ganz schön kräftig windgepresst wurden. Bei den ersten beiden Abfahrten konnte man die Schier daher an einigen Stellen nur schwer drehen. Die zahlreichen Schifahrer haben aber immer mehr Spuren durch die gepressten Stellen gezogen, und den Schnee damit gelockert. Letztendlich waren wir den ganzen Vormittag auf einer pulvrig griffigen Naturschneepiste unterwegs.
Doch nun der Reihe nach:
Wir erreichten den Parkplatz kurz vor 9:00 Uhr und waren damit bei den ersten Gästen des Tages.
Blick hinauf zur Schipiste.

Ein paar Meter muss man zum Schilift hinaufgehen. Nochmals Blick zum Lift.

Bergfahrt.

Blick hinunter…

…und Zoom zur Talstation.

Man sieht auf obigem Bild, dass sich der Andrang zunächst noch in Grenzen hielt. Wirklich ohne Wartezeit waren wir nur bei unseren ersten beiden Bergfahrten. Dann steigerte sie sich auf fünf Minuten. Zwischen 11:00 und 12:00 Uhr waren wir dann schon fast bei zehn Minuten. Gratis-Schifahren lockt halt doch einige Gäste an.
Die vielen Menschen haben uns überhaupt nicht gestört. Alle sind sehr diszipliniert in der Warteschlange gestanden. Es wurde nicht gerempelt und nicht vorgedrängt (und auch nicht „aktiv angestellt“, wie es einige hier im Forum nennen). Geringe Förderkapazität, breite Schipiste; es war also sehr viel Platz.
Wieder eine Bergfahrt. Einige Windzäune hat der Schnee schon fast zur Gänze zugedeckt.

Umlenkscheibe Bergstation. Klassisch Stemag.

Es geht wieder ins Tal.

In der Warteschlange: Schaut hier etwa blauer Himmel durch die Wolkendecke?

Das mit dem blauen Himmel war gleich wieder vorbei. Und mit meinen Zoom-Fotos bin ich bei diesem Wetter leider kläglich gescheitert. Dennoch möchte ich Euch die Blicke von der Brenneralm Richtung Wien nicht vorenthalten.


Etwas mehr als drei Stunden haben wir uns auf diesem netten Hang vergnügt. Gegen 12:15Uhr haben wir das Schigebiet verlassen. Die Schlange vor dem Lift ist dann noch länger geworden. Für uns hatte es sehr gut gepasst. Wir hatten einen sehr schönen Vormittag auf herrlichem Pulverschnee. Diese Verhältnisse würde man sich im Wienerwald öfter wünschen.