Ich bin neu hier im Alpinforum und vor allem an elektrotechnischen Details zu alten Anlagen interessiert. Ich bin von Beruf Elektroniker und daher würde mich interessieren, wie bei alten Schleppliften (z.B. Baujahr 1960, Hersteller z.B. SEBA, Doppelmayr, ...) die "Not-Aus"-Funktion realisiert wurde. Ein Bekannter von mir arbeitet als Liftwart an einem Schlepplift in Bayern. Dieser konnte mir allerdings nur sagen, dass nach Betätigen des "Not-Aus"-Tasters an der Schalttafel im Maschinenraum die Leuchte "Störung Messschleife" aufleuchtet. Diese Leuchte bleibt solange aktiv, bis der "Not-Aus"-Taster wieder entsichert bzw. freigegeben wird. Im Anschluss daran erlischt die Leuchte und der Lift kann per Drehrad und der Taste "Ein" wieder in Betrieb genommen werden. Das Drehrad wird vor Betätigung des "Ein"-Tasters erst auf die Geschwindigkeitsstufe "0" zurückgedreht und dann nach Betätigen des "Ein"-Tasters wieder langsam und stufenweise auf die vorherige Geschwindigkeitsstufe gedreht.
Jetzt hätte ich hierzu ein paar Fragen
1) Wie funktoniert diese Messschleife und die Kommunikation der "Not-Aus"-Taster untereinander bzw. die Kommunikation zwischen den Tastern und der Schalttafel im Maschinenraum? Welche Kabeltypen wurden da früher verwendet und wie viele Adern wurden benötigt?
2) Könnte man diese Messschleife heute ganz einfach mit Feldbus-Datenleitungen betreiben?
3) Wie könnte man elektrotechnisch einen "Wiederholen"-Taster an der Schalttafel realisieren, der sich die Betriebsgeschwindigkeitsstufe vor Betätigen des "Not-Aus" merkt und diese nach Betätigen des "Ein"- und des "Wiederholen"-Tasters automatisch wieder von der Stufe "0" weg ansteuert? Ist sowas kompliziert umzusetzen und mit hohen Kosten verbunden bzw. wurde so ein "Wiederholen"-Taster bei Schleppliften oder anderen Seilbahnen überhaupt schon mal nachgerüstet?
Ich bedanke mich schonmal für eure Antworten und hoffe auf eine rege Diskussion
Gruß
liftboy
