
Bei den Königsbergliften in Hollenstein an der Ybbs bekommt man mit der Niederösterreich-Card ein Mal pro Saison eine Tageskarte. Und obwohl ich jedes Jahr eine Niederösterreich-Card habe, sind meine Besuche in diesem Schigebiet sehr selten. Das liegt einerseits an der für mich eher langen Anreise (deutlich über 2 Stunden), andererseits auch daran, dass ich diese lange Anreise in das kleine aus 4 Schleppliften und einem Tellerlift bestehende Schigebiet nur dann machen möchte, wenn Vollbetrieb ist. Und Vollbetrieb ist wieder nur an wenigen Tagen im Jahr, da es nur bei zwei Liften eine Beschneiungsanlage gibt. Im heurigen Rekordwinter war es nun wieder einmal so weit. Für meine Frau und mich hieß es: Ab auf den Königsberg.
Wetter:
Bei Temperaturen zwischen -10 und -3°C hatten wir meist strahlend blauen Himmel. Kein Niederschlag, kein Wind. Dennoch sahen wir wenig Sonne, was daran liegt, dass um diese Jahreszeit die Sonne vom Königsberg verdeckt wird. Der obere Teil des Lifts 2 sowie der Lift 3 sind den ganzen Tag im Schatten, an den anderen Liften bekommt man wenigstens am Nachmittag etwas Sonne ab.
Lift- und Pistenstatus:
Alles offen.
Wartezeiten waren meist bei wenigen FBM, nur an den Liften 1, 4 und 5 waren es am Nachmittag auch mal 3 bis 4 Minuten. (klar, in der Sonne ist es schöner als im Schatten)
Pistenzustand:
Am Morgen perfekt präparierte Teppiche; hart griffig. Auch am Nachmittag kamen keine Eisplatten oder Steine zum Vorschein. Besser geht es kaum.
Bilder:
Wir parken am Morgen bei den Talstationen der Lifte 4 und 5. Blick auf die Piste.

Bergfahrt mit Lift 4.

Die Anschlüsse für die Beschneiungsanlage ragen nicht besonders weit aus dem Schnee.

Im letzten Abschnitt ist der Lift 4 ganz schön steil.

Zunächst geht es gleich einmal den Steilhang rechts neben dem Lift hinunter.

Blick zurück nach dem Steilhang.

Im unteren Abschnitt dieser Piste.

Wenn man beim Lift 4 nach links aussteigt, landet man auf dieser Piste.

Direkt neben dem Lift 4 ist der Lift 5, ein Tellerlift.

Etwas weiter links der bisher gezeigten Lifte 4 und 5 ist der Lift 1.
Hier sind wir schon in unmittelbarer Nähe der Bergstation auf der zugehörigen Piste.

Wir nähern uns der Talstation des Lifts 1. Im Hintergrund erkennt man auch die Lifte 4 und 5.

Blick zurück auf die Piste.

Der Lift 2 ist im Prinzip die 2. Sektion des Lifts 1.

An seiner Bergstation kann man zwischen zwei Abfahrtsvarianten wählen. Die Hochschlagpiste…

…oder die Piste Bachlertal.

Bei der Bergfahrt mit dem Lift 2…

…passiert man diesen Schneemesspunkt. Ein paar Zentimeter mehr und er ist weg.

Rechts vom Lift 2, quasi als zweite Sektion des Lifts 4 befindet sich Lift 3. Dieser Lift verläuft fernab der Piste steil durch den Wald. Von der Bergstation des Lifts 4 sieht man auf die Trasse.

Lift 3 Talstation.

Bergfahrt mit Lift 3.

Dieser Lift ist der einzige im Gebiet mit Gitterportalstützen.

Ausstiegstelle Lift 3.

Blick hinab über die zugehörige Fis-Piste.

Der ständige Schatten und dazu die eisigen Temperaturen trieben uns bereits um 11:00 Uhr zum Mittagessen in den Gasthof. Eine doppelt gute Entscheidung. Denn erstens war es um diese Zeit noch leichter möglich zwei Sitzplätze zu ergattern, und zweitens kam dann gegen 11:30 Uhr endlich die Sonne hinter dem Königsberg zum Vorschein und sorgte für leichte Erwärmung.
Also schnell wieder zurück auf die Piste, sollen jetzt wo endlich die Sonne scheint, die anderen Gäste in den Gasthof und sich dort um die Plätze prügeln.
Zu den steilen zweiten Sektionen im Schatten hat es uns dann nicht mehr gezogen. Die meiste Zeit hielten wir uns nun beim Lift 4 auf. Blick über die sonnige Sattelabfahrt ins Tal.

Blick über den Steilhang neben dem Lift ins Tal.

Der Grat, an dem sich die Ausstiegstelle des Lifts 4 befindet ist so schmal, dass die Umlenkscheibe auf der anderen Seite weit unterhalb positioniert werden musste.

Fazit:
Sehr schöner Schitag. Solche Schneemengen wünscht man sich öfter am Königsberg. Schade, dass die Anreise so lange dauert, und dass es um diese Jahreszeit dort sehr schattig ist.