
Das Angebot für eine Tagesfahrt ist mittlerweile gering geworden. Zur Auswahl standen Hirschenkogel, Aflenz, Präbichl, Lachtal, Stuhleck und Hochkar. Alles andere hat bereits geschlossen oder wäre mir für eine Tagesfahrt zu weit.
Nun, der Hirschenkogel gefällt mir nicht besonders, da finde ich nur das Nachtangebot unschlagbar. In Aflenz gibt es im aktuell geöffneten Schigebiet keine brauchbare Hütte, dabei ist das gerade beim Sonnenschilauf ein wichtiges Argument. Am Präbichl ist mein Lieblingslift bereits geschlossen (Weidtallift). Lachtal wäre die weiteste Anreise. Stuhleck war ein besonders heißer Kandidat, dort war ich heuer aber bereits vier Mal. Am Hochkar war ich zuletzt 2017. Den neuen Sonnenlift bin ich noch nicht gefahren. Also sollte das für meine Frau und mich das Ziel sein.
Wetter:
Bei Temperaturen zwischen +4° und +11°C war es sehr sonnig. Hohe Schleierwolken störten nicht. Der Wind wehte nur äußerst schwach.
Lift- und Pistenstatus sowie Pistenzustand und Wartezeiten:
Diesmal fällt es mir nicht leicht, offene und geschlossene Pisten klar zu definieren. Ich muss etwas weiter ausholen.
Bei der Ankunft am Hochkar um 8:50 Uhr (10 Minuten vor dem offiziellen Betriebsbeginn) war ich kurzzeitig schockiert, wie groß der Andrang bereits war. Wir wurden bereits am unteren Parkplatz eingewiesen. An der Kassa hatte ich dann auch gleich eine Wartezeit von knapp zehn Minuten, um unsere Tageskarten zu erwerben. Dabei blickte ich schon enttäuscht zum Thomas Sykora-Hang, der für ein Training reserviert war.
Erste Bergfahrt mit der 4SB Leckerplan.

Warten mussten wir weder bei dieser, noch bei irgendeiner anderen Bergfahrt. (0 bis 2 FBM) Nur beim Sonnenschlepplift war manchmal eine kleine Schlange, diese haben wir aber gemieden, da man dessen Bergstation ja auch mit der 4SB Leckerplan erreichen kann.
Erste Abfahrt am Sonnenhang.

Beim Blick hinüber zum Hochkar dann die nächste Enttäuschung. Die Piste 1 (Familienabfahrt) war wegen eines Rennens gesperrt. Daher waren auch alle Pisten, die in die Eins einmünden gesperrt (1a, Schiweg 3a)

Das hatte zur Folge, dass sämtliche Schifahrer, die mit der DSB Großes Kar oder mit der 4KSB Hochkar bergwärts unterwegs waren, danach über die rote 6 (Standardabfahrt) ins Tal mussten, da auch die 8 (Karabfahrt) wegen Lawinengefahr gesperrt war.

Dementsprechend schlecht war der Pistenzustand auf der 6 bereits am Vormittag (starke Hügelbildung)
Wir ließen uns davon aber nicht stören und verbrachten am Vormittag viel Zeit am Leckerplan und am Häsing.
Bergfahrt mit dem Almlift, Blick zur Piste 9 (Leckerplanabfahrt)

Noch immer am Almlift. Darunter die Piste 2 (Almhang).

Bergfahrt mit dem Sonnenlift.

Wieder einmal Bergfahrt mit der 4SB Leckerplan. Blick auf den Schlusshang der Piste 9.

Blick vom Leckerplan zum Häsing.

Und nun in die Gegenrichtung: Blick vom Häsing zum Leckerplan.

Aber was ist mit der Piste 4a (Carvingpiste) passiert?

Das ist jetzt der Snowtrail Route 99.

Und damit komme ich jetzt zur Erklärung, warum ich diesmal Probleme mit dem Pistenstatus habe.
Lt. Interaktivem Pistenplan auf der Hochkar-Homepage waren alle Lifte und mit Ausnahme der Karabfahrt auch alle Pisten geöffnet.
Was die Lifte betrifft: Ja, da waren wirklich alle geöffnet.
Aber Pisten?
Gut, die 1 und die 10a (Thomas Sykora-Hang) wurden zu Mittag wieder freigegeben.
Aber was ist mit der 4a?
Lt. Pistenplan existiert neben dem Snowtrail noch der Carving-Hang, und dieser ist als „geöffnet“ angegeben. Tatsächlich gibt es ihn aber nicht mehr.
Ein ähnliches Problem habe ich mit der Piste 7c (Draxlerloch-Steilhang). Auch diese Piste ist am interaktiven Pistenplan als „geöffnet“ markiert, tatsächlich aber derzeit nicht vorhanden.
Und was den Pistenzustand betrifft, so war dieser sehr unterschiedlich. Grundsätzlich galt: Am Morgen war es noch hart aber griffig, im Tagesverlauf wurde es je nach Hangneigung und Hangrichtung früher oder später weich. Wo viele Schifahrer unterwegs waren, kam es zur Hügelbildung.
Die einzige Piste, die den ganzen Tag hart blieb, ja sogar eisig wurde, war die 5a (Häsing-Steilhang).

Bergfahrt mit der 4SB Häsing.

Blick von der Bergstation zum Hochkarboden…

…und zur Gemeindealpe.

Weiter geht es ins Draxlerloch.
Bergfahrt mit der gleichnamigen 4SB.

Blick von der Piste 7 (Draxlerloch-Rennpiste) zur gesperrten Karabfahrt…

…und hinunter zur Talstation.

Auf der sonnigen Terrasse der Karhütte gibt es dann ein gutes Mittagessen.

Wir blicken vom Tisch zur Schipiste.

Am Nachmittag geht es dann unter anderem zu jenen Pisten, die am Vormittag gesperrt waren.
Mit der 4KSB Hochkar geht es bergwärts.


Dabei blicken wir zur DSB Großes Kar, bei der eine der letzten Stützen nach den Jänner-Schneefällen weit eingeschneit war.

Es geht zur Familienabfahrt.

Unten im Tal ist es schon sehr grün.

Szenenwechsel: Über die Piste 10 (Blachlboden)…

…geht es zur 10a (Thomas Sykora-Hang)

Und da wir gerade bei Steilhängen sind: Zum Abschluss des Berichtes noch der Häsing-Steilhang.

Fazit:
Auch wenn ich am Morgen ob Andrang und Pistensperren leicht schockiert war, ist es letztlich ein fantastischer Schitag geworden. Bei den unterschiedlichen Hangrichtungen habe ich immer wieder die Pisten zur richtigen Tageszeit im optimal auffirnenden Zustand erwischt. Und die zahlreichen Besucher haben sich im Schigebiet gut verteilt.


























