Mein letzter Wintersport-Tag liegt mittlerweile schon wieder ca. 1 Monat zurück, meine letzte Snowboard-Tour schon fast zwei Monate.
Eigentlich wollte ich ja noch heuer die Lahningries runter fahren, aber den ganzen Mai hindurch hat dann das Wetter nie gepasst am Wochenende, wo ich Zeit hatte. Das einzig schöne Wochenende hab ich dann am Hochkar verbracht, da dort überraschenderweise noch mal geöffnet wurde (Hauptsache nach dem 1. April-Wochenende und vor allem in den Osterferien war zu
Anfang Juni hatte ich auch wieder andere Dinge zu tun, aber nun am 15. Juni war endlich wieder Zeit für eine Tour. Am Schneeberg gibts um diese Zeit keine lohnenswerten Abfahrten mehr, am ehesten noch die Hackermulde.
Aber auf der Rax, so habe ich im Internet gelesen, im Bereich Karl Ludwig Haus, dort gibts ein richtiges Touren-Eldorado, mit mehreren lohnenswerten Abfahrten direkt nebeneinander, die meistens alle auch noch im Juni zu fahren gehen. Da es heuer ja angeblich einen Rekord-Winter gab sollte dort also noch alles gut zu fahren gehen.
Die Bekanntesten Juni-Abfahrten dort sind die Hauswechte und der Langermanngraben. Diese weißen Streifen sieht man schon von weitem bei der Anfahrt.
Oben jedoch gibt es noch 3 weitere Abfahrts-Varianten auf der Rückseite der Rax zur Taupentalalm hinab.
Mein Plan war es also zum Karl-Ludwig-Haus rauf zu gehen und dann zumindest 3 Varianten abzufahren, je nachdem wie es sich zeitlich ausgeht noch eine weitere.
Anfahrt:
Von Leobersdorf über A2 und S6 nach Gloggnitz, danach weiter über die B27 zum Parkplatz am Preiner Gscheid in 50 Minuten
Rückfahrt:
in umgekehrter Reihenfolge in ca. gleichen Zeit
Wetter:
ganz in der Früh gab es noch Sonnenschein bei vielen Wolken, aber schon bald war es komplett bewölkt
Temperatur:
Temperatur in der Früh +22 im Tal.
Zu Mittag als ich wieder die Heimreise antrat hatte es unten + 28 Grad.
Oben war es sehr windig und kalt, hier brauchte es eine Jacke
Schneehöhe:
0 cm im Tal, am Berg großteils auch 0
Schneezustand:
sehr fest und nass
Gefallen:
Snowboarden mitte Juni, weniger als 1 Stunde Autofahrt entfernt
So spät war ich überhaupt noch nie Snowboarden
Anstieg geht schneller als gedacht, 1 Std. 15 Min geht man zum Karl-Ludwig-Haus. Von dort wiederum ist es wirklich nicht mehr weit zu den Einfahrten der Abfahrts-Varianten.
Aufstieg ohne Schneeschuhe, ganz gemütlich und schneefrei mit Wanderschuhen.
Nicht gefallen:
Hauswechte ging nur mehr ein Stück weit in den Schneegraben hinunter zu fahren und nicht wie von mir erwartet bis zur Taupentalalm. Die zweite Variante von der Hauswechte zur Taupentalalm über die Blutrinne ging nicht mehr, dort hatte es garkeinen Schnee mehr. Auch die beiden Rinnen vom Predigtstuhl zur Taupentalalm hinab hatten keinen Schnee mehr
Also durch die Nordlage dieser Varianten hab ich mir schon mehr erwartet
Fazit:
Wieder etwas neues kennengelernt
Erstmals Mitte Juni Snowboarden gewesen, so spät wie nie. Bisher war das späteste Anfang Juni, jedoch am Dachstein-Gletscher
Leider war der Juni bisher wirklich sehr heiß, wodurch ich nichtmehr alles von mir erhoffte fahren konnte, aber wenigstens der Langermanngraben ging noch auf voller Länge zu fahren.
Recht aufregend war das ganze jedoch nicht, nur für das was ich dort an diesem Tag fahren konnte werde ich wohl nicht mehr dort rauf gehen. Das Wetter hat das Erlebnis auch etwas getrübt, war es doch total bewölkt während ich am Berg war und total trüb, somit schlechte Fernsicht.
Der Erlebnisfaktor war also irgendwie geringer als zuvor gedacht.
ich vergebe:
5 von 6 Punkten
Nun aber zu den Bildern:
Schon bei der Anreise sind die Abfahrts-Ziele zu sehen, links oben die Hauswechte, rechts der lange dünne Streifen ist der Langermanngraben:
Rauf gehts vom Preiner Gscheid, hier kreuze ich die Material-Seilbahn, Blick nach Unten:
Blick nach Oben:
Bereits nach 1 Std. und 15 Minuten habe ich das Karl-Ludwig-Haus erreicht:
Blick zur Hauswechte, welche in den Schneegraben hinab geht:
Und schon geht es los:
Am Übergang Hauswechte-Schneegraben, Blick nach Oben:
Und hier, am halben weg runter zur Taupentalalm, war leider schon wieder Schluss:
Mittlerweile bin ich auf den Predigtstuhl aufgestiegen, Blick zur Preiner Wand und Schneeberg :
Die Blumen blühen:
Hier beginnt die nächste Abfahrt, der Langermanngraben:
Hier bei der Kreuzung mit dem Göbl-Kühn-Steig schnallte ich ab und ging zurück zum Ausgangspunkt:
Nach einer kurzen Unterbrechung hätte man noch weiter hinab fahren können, aber weiter unten kommt kein Wanderweg mehr, daher bin ich nicht weiter hinab gefahren:
Beim Abstieg ging es noch am Waxriegelhaus vorbei:
ENDE
EDIT:
Nach dem Wandern und Snowboarden ging es dann am Nachmittag/Abend noch zum Schwimmen am Neufeldersee:
Also zuerst Wandern und Snowboarden und danach nur eine Stunde davon entfernt am Strand liegen und schwimmen im See.
In Niederösterreich geht sowas
Erst zum Schnee, dann in den See