
Morgens um 6 Uhr in Köln in den ICE steigen und um 12 Uhr am Pfänder auf den Skiern stehen. Das war der Plan. Dank zuverlässigem Verpassen des Anschlusses in Ulm war ich schließlich um 13 Uhr in der Gondel – also immer noch über 3h Skivergnügen. Dort wurde ich von deutschen Touristen erstmal sehr misstrauisch gefragt, wo man hier denn bitte Skifahren solle
> Skigebiet:
420-1.060 m
6 Pistenkm
1 PB, 3 SL
Betrieb: Am Wochenende und in den Vorarlberger Ferien, 10:00-16:30
https://www.pfaenderbahn.at/de/erlebnis/winter
> Wetter und Schnee:
Sonnig und warm (10°C und mehr)
Schneelage an den Schleppliften noch sehr gut, auf der Talabfahrt stellenweise und das letzte Stück schon sehr schneearm.
> Positives:
+ Einmalige Aussicht auf das Schwäbische Meer und Bregenz sowie Richtung Schweiz, Bregenzerwald und Lindau
+ Trotz Wärme war der Schnee an den Schleppliften noch hart und teils pulvrig
+ Fairer Preis (auch wenn es gerne in der 3-Täler-Saisonkarte integriert sein dürfte)
+ Ungewöhnliche Talabfahrt bis in die Stadt noch möglich
+ Freundliche Liftler an den Schleppliften
> Negatives:
- So wie man es in jedem Pfänder-Bericht liest ist der steile, rutschige und relativ lange Weg von der Talabfahrt zur Talstation sehr unpraktisch
- Größere Schließfächer an der Talstation wären hilfreich (damit man nicht die am Bahnhof verwenden muss)
> Fazit:
Ein besonderes Skierlebnis, das inklusive Talabfahrt und mit geöffneten Schleppliften nur an wenigen Tagen möglich ist. Größtes Highlight war für mich der Bodenseeblick, für den es natürlich nicht neblig sein darf.




> Bregenz und See. Trotz Wärme sieht es noch winterlich aus. Ob es für die Talabfahrt noch reichen würde?

> Die Piste am Maldonalift. Ich fand sie länger und interessanter als erwartet. Zudem sehr leer und noch ziemlich guter Schnee. Die Lifttrasse führt quasi durch die Vorgärten der Häuser.

> Wald, Stadt und „Meer“


> Blick Richtung Bregenzerwald

> Den Blick von dort oben (Mellauer Skigebiet und Hohes Licht) in die andere Richtung hab ich schon an unzähligen Skitagen gesehen, andersherum ist es ungewohnt

> Winterwanderer waren viele oben, Skifahrer nur eine Hand voll

> Stütze der PB

> Blick Richtung Schweiz

> Und los geht’s, erstmal zwischen den Wanderern hindurch zum kurzen Dohlelift

> Und nach einer Fahrt am Dohlelift weiter auf die Piste zum Maldona. Wenn man das „Meer“ zum ersten Mal sieht, ist es einfach unglaublich

> Am Anfang ist es weiter hinten noch neblig

> Lindau

> Schon 13:30 (also Piste schon 3,5 h offen) und sie sieht noch aus wie neu

> Die ersten Meter nach dem Ausstieg ist es relativ flach und hier der Schnee auch weicher

> Das letzte Stück vor der Talstation ist dann auch flacher und schmaler. Es gibt auch eine Gaststätte, aber ob die überhaupt nochmal geöffnet wird, konnte ich nicht erkennen. Die Schlepplifttrasse ist ziemlich steil und führt in schmaler Schneise durch den Wald.

> Ab und zu kam mal eine Familie vorbei

> Die 2-3 Varianten am Dohlelift sind kurz, aber nicht zu flach

> Blick zurück zur PB, wenn man die Talabfahrt nicht fahren kann muss man dort wieder hoch

> Auch am Dohlelift gibt es Seeblick

> Powder, Sonne und das Meer, was will man mehr

> Besonders interessant fand ich den Blick auf dem oberen Abschnitt, weil man hier die Ufer des Sees nicht einsehen kann und es somit wirklich nach Meer aussieht


> 15:30, die Luft wird klarer und das Licht immer wärmer



> Es geht auf den Liftschluss zu und es wird langsam schattig und einsam. Um 16:20 fragt mich der Liftler oben, ob ich nochmal fahren möchte, da ich der letzte Skifahrer sei. Ich lehne dankend ab (da ich die Füße von den ganzen steilen Liftfahrten doch spüre) und…

… begebe mich Richtung geschlossener Talabfahrt. Bin nicht der einzige, der sie noch fährt.


> Sie geht zunächst kurvig und schmal durch den Wald

> Bis dann ein fast 300 Hm langer, gerader Hang kommt. Hat echt Potenzial hier. Vorbei geht es an der Lüftung des Pfändertunnels.

> Auf der letzten Wiese an der Route kommt dann wieder die Sonne zum Vorschein.

> Ok, zum Schluss wurde der Schnee doch immer knapper, aber bis hier (etwa 100 m vor dem offiziellen Ende) ging es noch. Danach stand dann der obligatorische Fußmarsch auf dem Programm. Erst zur Talstation und dann wieder zum Hafenbahnhof.

> Ein abwechslungsreicher Anreisetag und insgesamt einer der ungewöhnlichsten Skitage der Saison