Zum Auftakt der diesjährigen Osttirol-Tour ging es nach Matrei, um dort das Großglockner-Resort Kals-Matrei mit der neuen Glocknerblickbahn zu befahren. Die Wahl fiel darauf, da dieses Gebiet für mich noch als Schnellstes zu erreichen ist, 4,5h waren es ohne Verkehr aber trotzdem.
Erfreulicherweise öffnete die Gondelbahn in Matrei bereits gegen 08:30 Uhr, da ich verfrüht bereits um kurz nach 08:00 Uhr in Matrei war. Oben drehte ich dann die ersten Runden am Goldrief II und Happeck, ehe sich dann gegen 09:15 Uhr noch christopher91 zu mir gesellte. Wir fuhren dann zunächst den Skigebietsteil von Kals ab, wo die neue Glocknerblickbahn das Teilgebiet massiv aufwertet. Außerdem liegt Kals bereits morgens in der Sonne und das Skifahren macht daher schonmal mehr Spaß, vor allem, wenn das Wetter so gut ist, wie heute.
Das Wetter präsentierte sich vom Morgen weg gleich freundlich. Am Berg blieben die Temperaturen ungefähr um den Gefrierpunkt. Gegen Nachmittag wurde der Himmel zunächst milchig und später zogen dann noch ein paar harmlose Wolken auf.
Für Hochsaison war der Andrang heute überschaubar. Man wartete aber dennoch in der Regel an jeder Bahn einige Sessel. An der Glocknerblickbahn waren es auch mal 1-2 Minuten. Auch auf den Pisten war der Andrang noch erträglich, auch wenn man sehr aufpassen musste, dass kein Anfänger von irgendwo her etwas unüberlegtes tat. Insgesamt waren sehr viele Anfänger im Gebiet, dabei ist das Gebiet Kals-Matrei, eigentlich wie alle anderen Osttiroler Skigebiete, für Anfänger denkbar ungeeignet. In Kals-Matrei gibt es überwiegend mittelschwere und schwierige Abfahrten. Gute Anfängerpisten findet man eigentlich nur im Talbereich von Kals.
Aufgrund des aber insgesamt guten Pistenzustands fuhren wir heute bis zum bitteren Ende. Die Pisten waren hauptsächlich griffig, ab und an gab es auch sehr glatte Stellen, an denen man aufpassen musste. Buckelbildung gab es nur am (unnötigen) Tragödienhang zum Cimaross.
Die Talabfahrt nach Matrei war dann gegen Betriebsschluss dann leicht sulzig. Generell ist dort die Schneelage nicht mehr wirklich dick. Im Gebiet selbst sind die Pisten aber allesamt mit ausreichend Schnee versorgt, auch wenn man natürlich merkt, dass der letzte nennenswerte Schneefall im November war.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:

Da ich morgens ja zunächst noch auf christopher91 wartete, fuhr ich zunächst einige Runden am Goldried II, der Morgens aber halt noch komplett in Schatten liegt. Das Bild entstand kurz oberhalb der Bergrettungshütte.
Die Pistenpräparation sagte mir am Morgen irgendwie nicht so recht zu, was aber auch an der vorangegangenen 4,5-stündigen Fahrt gelegen haben könnte. Im Tagesverlauf wurde das dann besser.

Abfahrt zum Goldried 2. Morgens war es hier vor offiziellem Betriebsbeginn noch menschenleer.

Auf der schwarzen Abfahrt unter der Goldried-2-Sesselbahn.

Blick zur Talstation der 4SB Happeck mit Hauben. Auch wohl ein ziemliches Unikat, zumindest sind mir keine weiteren 4SB mit Haube bekannt.

Blick von der Adlerlounge Richtung Kals. Die schwarze Abfahrt an der oberen Sektion der Gondelbahn war dann ziemlich lecker. Der Skiweg untenraus ist dann leider nur noch ätzend. Hoffentlich schafft man hier bald mal eine vernünftige Abfahrt.

Blick in den Steilhang der schwarzen Abfahrt an der Kals 2

Nun ging es für unzählige Fahrten zur neuen Glocknerblickbahn, die sich oben an der Bergstation durchaus fotogen zeigt. Die neue Bahn erschließt so gut wie alle Pistenvarianten in Kals.

Blick zur Bergstation

Auf der von oben gesehen rechtesten schwarzen Piste an der Glocknerblickbahn. Leider erwischten wir hier keinen schönen Firn.

Diese Abfahrt endet dann unten in die flache Verbindung in Kals. Hier sieht man auch gut zur Talstation der Gondelbahn Kals

Nun die Einfahrt der Glocknerblickbahn von der anderen Seite aus.

Blick auf das Großdorf mit der neuen Talstation, an der es sich meistens etwas staute. Im Vordergrund kreuzt noch die lahme 4SB Figol

Blick auf die Mittelstation der 4SB-Kette in Kals. Wenn man an die Zeit zurück denkt, in der man immer die lahmen 4er hat nehmen müssen, so ist die neue Bahn schlichtweg ein Quantensprung.

Schöner Ausblick von der Bergstation der 4SB Blauspitz

Blick entlang der Trasse der 4SB Blauspitz

Der obere Trassenteil der 4SB Blauspitz ist wirklich sehr schön gelegen.

Später als gedacht, gegen 13:30 Uhr, wechselten wir wieder auf die Matreier Seite. Im Nachhinein muss man sagen, die Kalser Seite ist nun deutlich attraktiver, als die in Matrei. Hier der Ausblick von der Adlerlounge ins Matreier Gebiet.

Auch hier am Cimaross werden zahlreiche schöne Pistenvarianten erschlossen.

Gegen 14:00 Uhr ging es dann auf die Talabfahrt nach Matrei. Leider endet diese Talabfahrt nicht an der Gondel, sondern man muss für wenige Minuten einen Bus nehmen, der alle 15min verkehrt.
Anschließend wurden dann alle Pistenvarianten in Matrei noch ausgiebig wiederholt.
Fazit:
Der heutige Tag war ein gelungener Auftakt. Natürlich war es heute aber auch relativ voll, aber Kals-Matrei ist nunmal unter normalen Umständen das einzige Gebiet in Osttirol, das voll ist. Alle anderen Gebiete sind eigentlich, selbst in der größten Hauptsaison extrem leer.
Die neue Glocknerblickbahn bereichert Kals massiv und sorgt dort für ganz neue Möglichkeiten. Man kann hier nun schnell die schön steilen Abfahrten wiederholen, ohne stets eine oder zwei lahme 4SBen nutzen zu müssen. Die Bahn ist somit, auch wenn jede Piste ein Flachstück hat, bestens zum Höhenmeterfressen geeignet, sodass der heutige Tag bei mir mit gut 21.000hm der bislang höhenmeterreichste Tag der Saison wurde.