- am Vormittag zum Dammkar (Mittenwald)
- am Nachmittag noch ein bis zwei Stündchen nach an den Katzenkopf (Leutasch)
Aber dann meinte mein Mitbewohner und Stiefbruder, Peter, er würde auch mitkommen. Somit begrub ich den Ursprungsplan, denn das wäre eher etwas "für alleine". Also sollte es ein etwas massentauglicheres Skigebiet werden, wo mans nen Tag aushalten kann. Die Klassiker aus München wie Kitzbühel, Skiwelt, Brauneck oder Sudelfeld standen einerseits im Raum. Aber ich schlug auch Christlum vor als etwas kleinere Alternative. Das hatte ich schon länger auf dem Schirm, und Peter auch, da er schon das eine oder andere Mal dort mit dem Auto vorbei gefahren war. Und nicht falsch verstehen: mit Peter war ich auch schon an der Kampenwand, das hat ihm auch sehr gut gefallen. Leider ist aber momentan ein Skibesuch dort wegen Schneemangel nicht möglich.
Beim Online-Studieren der Skipasspreise kam mir allerdings wieder in den Sinn, warum ich noch nie am Christlum war: 47€ sollte der Tagespass kosten, für ein Skigebiet dieser Größe schon recht happig. Was mich auch gleich zum Hauptkritikpunkt bringt: für 2 kuppelbare Sesselbahnen (18 und 30 Jahre alt), zwei dazu parallele DSBs und 4 Schlepplifte, die ebenfalls kaum neue Hänge erschließen ist das wirklich ein stolzer Preis. Da zahl ich dann doch lieber 10€ mehr für ein Großsskigebiet, oder bekomm am Sudelfeld oder am Brauneck ein abwechslungsreicheres Skigebiet für 41€. Meine Theorie für die Preispolitik vom Christlum: man ist mehr an den Gästen interessiert, die länger bleiben, denn ab 4 Tagen ging die Preisdegression massiv los. Aber schon allein diese Preispolitik in Verbindung mit der Skigebietsgröße lässt mich eben zu dem Schluss kommen: einmal und nie wieder.
Nun ja, um 8h kamen wir los, fuhren an Lenggries und am Sylvensteinsee vorbei und waren gegen 9:30 am Lift. Die Schlange am Christlum-Express war recht massiv, so dass die parallele DSB angeworfen wurde - immerhin. Komme ich zu einem weiteren Kritikpunkt: laut elektronischer Anzeige waren alle Lifte auf grün, die DSB Riederberg war aber nur zeitweise offen, und die DSB Christlum blieb den ganzen Tag zu... Bei dem Andrang frug ich mich aber schon: warum zum Teufel sind hier trotz des eher teuren Preises so viele Leute?

In der DSB Riederberg. Die stark coupierte Piste unterhalb dieser zwei Bahnen gefiel uns mit am Besten.
Wir fuhren gleich mal ganz hoch, mit der 6-KSB Cabrio Flitzer. Warum heißt eigentlich ein Lift mit Bubble irgendetwas mit Cabrio? Dort gab es dann auch ein unschönes Erlebnis: vor uns stürzte eine Snowboardfahrerin beim Einsteigen. Der Sessel fuhr aber einfach über sie hinweg, da die Liftbediensteten anstatt aufzupassen lieber auf dem Handy rumdaddelten. Der Lift wurde zwar im Nachhinein noch gestoppt, aber es kam keine Nachfrage, ob alles OK sei, usw. Wir standen übrigens direkt daneben, da wir schon durch die Schranken durchwaren während die Frau sich aufrappelte. Auch später an einem der Schlepplifte musste ein Mann seinem kleinen Sohn den Bügel selbst anreichen, da der Liftmensch irgendwo anders war, auch kein Drama, aber schon unschön.
Der Schnee war übrigens auch nicht toll (dafür kann das Skigebiet aber natürlich nix): oben total pappig und bremsig, im Mittelteil gefiel der Schnee uns gut, und unten waren die Pisten eisig-hart und glatt.

Immerhin kann man den Achensee von der Bergstation des Nordhang-Schleppers sehn.

Dieses Symbol passt meiner Meinung nach nicht so ganz zu einem Schlepplift.

Auch auf der Mosenabfahrt gabs nen Blick zum Achensee. Die Abfahrt selbst war leider flach und pappig.

Blick zum Mosenlift.

Die Buckelpiste weiter oben war zwar ganz gut zu fahren, aber in den Mulden teilweise erdig/steinig.

Der Gföllalmgraben war recht nett.

Blick nach unten.

Auslauf der Piste.

Die DSB Christlum war leider außer Betrieb.

Auf der Buckelpiste vom Christlumkopf zur Bergstation des Mosenliftes.

Achsensee mit Rofangebirge.
Mittagspause machten wir in der Gföllalm, war nett zum Sitzen, aber essenstechnisch so mittel, eigentlich gab es hauptsächlich Bratwürste in verschiedenen Darreichungsformen.

An der Talstation traf ich dann auf fahnenschwingende Litauer, da musste ich doch "Labas" sagen. Schließlich ist heute einer der litauischen Unabhängigkeitstage, in diesem Fall derjenige für das Jahr 1918.

Zu späterer Stunde fuhren wir eher mit der 4-KSB Christlum-Express, es war nämlich am Nachmittag glücklicherweise nur noch wenig los.

Nochmal im Gföllalmgraben.

Blick nach oben auf schweren Pappschnee.

In der 6-KSB Cabrio-Flitzer.

Seitenblick zum Funpark, diesen probierten wir auch mehrmals aus.
Zum Abschluss fuhren wir noch ein weiteres Mal mit dem Nordhanglift. Die schwarze Nordabfahrt gefiel uns übrigens auch recht gut, war aber im oberen Bereich eher nicht wirklich schwarz...
Dank des vielen Andrangs und des nicht allzu großen Höhenunterschiedes kamen wir auf bloß knapp 10.000 Höhenmeter und etwas über 40km Strecke.

Der Track selbst sieht dann doch eher langweilig aus.
Der Rückweg nach München dauerte leider knapp 2h dank etwas Stau von Moosrain bis zur Autobahn.