Nach Ende der Faschingsferien habe ich nun ein paar Tage Zeit zum Skifahren. Sicherlich ist die Zeit aktuell nicht optimal, aber Skifahren ist nunmal besser, als kein Skifahren
Da ich am Samstag eigentlich sehr ungern anreise, wollte ich heute Morgen den Fernpass so gut wie möglich vermeiden. Daher fuhr ich auf der Anfahrt zu meiner Unterkunft zunächst nach Seefeld und Leutasch, wo es ja 3 Skigebiete gibt, die ich bislang noch nie besucht habe.
Da ich an der Seefeld viel Andrang vermutete, ging es dort gleich auf 08:30 Uhr hin, um immerhin bis ca. 10:30 Uhr relativ leere Runden drehen konnte. Anschließend ging es sehr kurz nach Leutasch, wo ich nicht wieder hin fahren werde und dann zum Ende des Tages an den Gschwandtkopf.
Das Wetter war insgesamt recht gut. Es kam immer wieder die Sonne durch die Wolken. Die Temperaturen waren sehr hoch und der Wind war stets spürbar.
Die Pisten am Morgen an der Rosshütte waren insgesamt sehr pulvrig und überwiegend gut präpariert, auch wenn die Bergbahnen immer wieder fiese Absätze eingebaut haben. Der erste Eindruck vom Skigebiet war für mich gemischt. Einerseits gibt es nette Abfahrten an den oberen beiden KSBen und am oberen SL, aber andererseits sind die Pisten teilweise extrem eng für den Andrang. Sehr nett war aber die Piste am Seefelder Joch, die von einer kleiner Pendelbahn und einem Kurvenschlepper erschlossen wird.
Liftanlagentechnisch ist die Rosshütte mit der alten und verhältnismäßig langsamen Standseilbahn, den beiden extrem kleinen Pendelbahnen und zwei Kurvenschleppern ziemlich interessant. Skitechnisch ist man aber sehr schnell mit allen Pisten durch, sodass ich bereits um 11:30 Uhr weiterzog.
Anschließend fuhr ich nach Leutasch an den Kreithlift. Schon bei der Ankunft vermieste mir die extrem angespannte Parkplatzsituation die Laune. Es war auf dem offiziellen Parkplatz kein Platz mehr zu finden. So parkte ich also irgendwo an der Straße in der nähe des Übungs-SL, sodass ich über diesen Lift ins Gebiet einsteigen konnte. Leutasch verwendet leider auch dieses dämliche Axess-Zutrittssystem. Ich habe mich hier diese Saison aber ja erstmals am Zahmen Kaiser freischalten lassen, was man als TSC-Nutzer immer einmal in der Saison machen muss, wenn man die entsprechenden Gebiete nutzen will. Am Drehkreuz am Übungslift kam ich dennoch nicht durch. Nach ewiger Proboererei hatte der Liftler ein Einsehen und lies mich so durch. Noch glaubte ich an ein defektes Drehkreuz (wie so häufig bei Axess). An der 3SB aber dann die gleiche Situation. Der Liftler erklärte mir dann nach einiger Zeit, dass man hier zwar Axess hat, aber die Freischaltung dennoch nicht funktioniert. Wie dämlich ist das denn. Ich sollte also zur Kasse gehen, und dort sollte weitergeschaut werden. Eine entsprechende Programmierung war dort nicht mehr möglich. Die Kassendame war ziemlich genervt von der Situation und recht unhöflich. Ich sollte dann eine Freikarte bekommen, dafür aber 2€ Pfand hinterlegen. Da ich damit aber nicht gerechnet hatte und eh nicht lange bleiben wollte, lies ich meinen Rucksack mitsamt Geldbeutel im Auto und das stand ja ewig weit weg. Es ging dann nur noch, meine TSC als Pfand zu hinterlegen, was natürlich auch sehr ungeschickt war, da ich beim Rücktausch auch wieder ans Auto kommen musste. Ich fuhr dann aber am Ende trotzdem einfach zum Auto, fuhr mit dem Auto hoch zur Kasse und parkte halt irgendwo, so wie das ohnehin alle taten.
Die angespannte Parkplatzsituation, wahrscheinlich ausgelöst durch ein Kinderskirennen, hätte man aber ganz einfach durch einen Einweiser lösen können und man hätte locker 25% mehr Autos unterbekommen können. Aber das konnte man ja natürlich nicht wissen, das man ein Rennen veranstaltet.
Die Piste am Lift war dazu auch noch ein einem erbärmlichen Zustand. Teilweise kam blankes Eis durch. Der Lift selbst war auch mega nervig. Man konnte es kaum glauben, dass man irgendwann die Bergstation erreichen sollte. Der Lift blieb für JEDEN Rodler, Fußgänger und jedes Kind, das dem Lift nur 10m nahe kam quasi stehen, egal ob es Probleme beim Ein- und Ausstieg gab oder nicht.
Da ich gestrichen die Schnauze voll hatte, machte ich nur 2 Fahrten am Lift (was ja auch schon ewig dauerte) und fuhr dann nach dem Kartenrücktauschprocedere weiter.
Leutasch, einmal und nie wieder!!!
Anschließend ging es an den Gschwandtkopf in Seefeld, auf den ich von der Seewaldalm einstieg. Dort waren die Pisten noch super in Schuss und recht wenig los. So machten die zwar schon recht einfachen Pisten Spaß und es gefiel mir dort am Skiberg ziemlich gut. Nur die 4SB könnte gerne durch etwas schnelleres ersetzt werden.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:
Rosshütte:

Morgendlicher Blick auf die sehr schmale Talabfahrt an der Rosshütte. Es sollte sich später zeigen, dass die schmale Piste dem Andrang nicht gewachsen ist.

Abfahrt zur Reitheralmbahn

An der Bergstation der Bahn hat man einen schönen Ausblick auf Seefeld

Auf der Reitheralmabfahrt. An sich war die Piste gut präpariert, aber es gab einige tückische Stellen.

Nun der Sprung zum Rosshütten-Express. Hier der Ausblick von der Bergstation des REX

Blick zur Bergstation am Seefelder Joch. Der Hang hier oben ist schon echt schön.

Auf der roten Abfahrt zur Mittelstation des REX. Die Mittelstation habe ich heute aber nie genutzt.

Vom Seefelder Joch ins bayerische gezoomt

Toller Starthang am Seefelder Joch

Blick zur Rosshütte, An den Hauptanlagen wuselt es nun schon ziemlich.

Ausblick auf Seefeld vom Härmelekopf

Auf der Flutlichtabfahrt an der Hochangerbahn. Eine sehr flache Angelegenheit

Die rote 3 ging gegen 11:00 Uhr auch auf, nachdem dort ein Skirennen stattgefunden hat. Die Piste war daher auch zu „später Stunde“ noch gut zu fahren.

Auf der Familienabfahrt

Blick auf die Talstation der Rosshütte-Bahnen
Kreithlift Leutasch:

Da es an der 3SB keinerlei Parkmöglichkeiten gab, parkte ich auf der Straße in der Nähe des Übungslifts. Hier der Blick nach oben von der Talstation aus. Noch ahnte ich nichts böses…

Blick auf die Talstation mit dem Parkchaos. Die Piste war nur auf der halben Breite wegen eines Skirennens geöffnet. Dementsprechend schlecht war der Pistenzustand.
Die alte Wopfner-3SB war mega nervig, da die Bahn mehr stand, als fuhr.
Alles weitere, habe ich ja bereits in der Einleitung geschrieben.

Der Blick nach oben.
Immerhin war es sehr ruhig, was normale Skifahrer anging. Kein Wunder, bei den miserablen Pistenverhältnissen.
Gschwandtkopf:

Ins Skigebiet Gschwandtkopf stieg ich über den SL Seewald 1 ein, an dem auch kein Rennen stattfand. Dies war jedoch professionellerer Natur.
Auffällig war gleich zu Beginn, wie leer es hier an den Schleppliften war.

Der Pistenzustand der Piste, wo auch nur die halbe Breite geöffnet war, war noch exzellent.
Die Piste war trotz der blauen Einstufung noch sehr gut mit Geschwindigkeit zu Carven und nicht zu flach.

Ausblick von der Bergstation Seewald 1 ins Inntal und auf das Hochplateau von Mieming.

Die Piste am SL Seewald 2 ist im Vergleich zum Seewald 1 deutlich flacher und wird rege von Skikursen in Anspruch genommen. Die Piste war aber bei Weitem nicht überfüllt.

Blick zum Gschwandtkopf mit dem kurzen Verbindungslift zwischen Gschwandtkopf und Seewald

Blick zur Talstation der 4SB in Seewald. Die Pisten hier sind eigentlich auch ganz nett und haben schöne Wellen. Wünschenswert wäre hier aber eine schnellere KSB, da die 4SB halt naturgemäß für die vielen Anfänger oft verlangsamen muss. Trotzdem ging das allemal schneller, als mit der 3SB in Leutasch.

Am Abend gab es dann eine schöne Stimmung an der Bergstation des SL Seewald 2
Fazit:
Insgesamt war der Tag heute, auch wegen des guten Wetters sehr gut. Auf der Rosshütte verbrachte ich in der Früh die besten Stunden, die man dort im Skigebiet wohl haben kann, denn später sah man vom Gschwandtkopf, dass die Pisten an der Rosshütte stark verbuckelt waren und die Leute sich quälten.
Leutasch war dann ein totaler Reinfall und ich werde das Gebiet nicht wieder aufsuchen, solange sich hier nichts gravierend ändert.
Den Gschwandtkopf fand ich dann zu guter Letzt sehr angenehm und sympatisch. Natürlich lag es auch daran, dass man hier funktionierende Skidata-Drehkreuze hat, aber vor allem daran, dass es hier recht ruhig war und der Pistenzustand noch super war.