https://www.20min.ch/story/mann-prallt- ... 1354985284SAMNAUN GR:
Mitarbeiter bei Seilbahnservice schwer am Kopf verletzt
Der 32-jährige Mann war mit einem Arbeitskollegen auf einer Stütze der Luftseilbahn Samnaun Ravaisch zum Alp Trida Sattel mit Servicearbeiten beschäftigt.
Am Freitagvormittag hat sich in Samnaun ein Unfall ereignet. Ein Bergbahnangestellter wurde dabei schwer am Kopf verletzt. Der 32-jährige Mann war mit einem Arbeitskollegen auf einer Stütze der Luftseilbahn Samnaun Ravaisch zum Alp Trida Sattel mit Servicearbeiten beschäftigt. Als eine Gondel kurz vor 10.30 Uhr die Stütze passierte, prallte der Mann gegen eine Metallstange und blieb verletzt auf der Plattform liegen.
Samnaun: Mitarbeiter bei Seilbahnservice schwer am Kopf verletzt
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Samnaun: Mitarbeiter bei Seilbahnservice schwer am Kopf verletzt
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Re: Samnaun: Mitarbeiter bei Seilbahnservice schwer am Kopf verletzt
Um solchen leider nicht einmal so extrem seltenen Zwischenfällen vorzubeugen wäre z.B. sowas wie ein Totmann-Gerät denkbar, das über Sicherheitsfunk aufgrund von Kopierwerks-Positionsdaten Mitarbeiter die sich in den jeweiligen Stations- sowie Stützenbereichen befinden vor Inbewegungsetzung des Zugseils (akustische Vorwarnung bevor der Haupt- oder Notantrieb freigegeben wird) sowie bei Annäherung des entsprechenden Stations- bzw. Stützensättelbereichs akustisch zu warnen. Lokalisierung des Mitarbeiters mittels GPS oder andersweitig (vollautomatisch und kontaktos), zumindest bei den Stützen, Ziel ist dabei, nur von der Durchafahrt bei der jeweiligen Stütze zu warnen wo sich der entsprechende Mitarbeiter befindet.
Technisch ist sowas durchaus machbar, dabei sind jedoch entsprechende Sicherheits-Levels einzuhalten (insbes. failsafe Systemverhalten nach Timeout bei Verlust des Funk-Heartbeatsignals).
Ggf. könnte ein existierendes System entsprechend angepasst werden.
Auch sehr grosse Pendelbahnen (hier sowas wie 125er Kabinen gemeint) können sich je nach Anordnung des Maschinenraums völlig lautlos in Bewegung setzen, da hört man nichts bevor sich das Laufwerk bewegt und dies sogar wenn man sich direkt neben dem Laufwerk befindet. Danach hört man zuerst leise tribologische Effekte der Laufwerksrollen die auf den Tragseilen fahren, erst bei etwas höherer Geschwindigkeit hört man dann die Seilschwingungen sowie das Dröhnen der Stahlbautstrukturen, usw.
Von einem Antriebsstationsseilsattelpodest aus hört man oft nicht einmal wenn die doch recht lautstarke Zwangsbelüftung des Hauptantriebsmotors aufstartet.
Technisch ist sowas durchaus machbar, dabei sind jedoch entsprechende Sicherheits-Levels einzuhalten (insbes. failsafe Systemverhalten nach Timeout bei Verlust des Funk-Heartbeatsignals).
Ggf. könnte ein existierendes System entsprechend angepasst werden.
Auch sehr grosse Pendelbahnen (hier sowas wie 125er Kabinen gemeint) können sich je nach Anordnung des Maschinenraums völlig lautlos in Bewegung setzen, da hört man nichts bevor sich das Laufwerk bewegt und dies sogar wenn man sich direkt neben dem Laufwerk befindet. Danach hört man zuerst leise tribologische Effekte der Laufwerksrollen die auf den Tragseilen fahren, erst bei etwas höherer Geschwindigkeit hört man dann die Seilschwingungen sowie das Dröhnen der Stahlbautstrukturen, usw.
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Re: Samnaun: Mitarbeiter bei Seilbahnservice schwer am Kopf verletzt
Naja andernort waren dir das Einschlaufen von zwei poppeligen Schneider Schalter in die FUA, um zu verhindern, dass mit unterstellter Fangbremse Normalbetrieb gefahren werden kann, zu aufwändig?
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: Samnaun: Mitarbeiter bei Seilbahnservice schwer am Kopf verletzt
Wow die Sust ist schneller als gedacht:
https://www.sust.admin.ch/inhalte/BS/20 ... SumB_D.pdfSchlussfolgerung
Der Arbeitsunfall eines Mitarbeiters am 14. Januar 2022 in Samnaun ist darauf zurückzuführen, dass dieser seine Aufmerksamkeit nicht auf die nahende Seilbahnkabine richtete und
folglich vom durchfahrenden Laufwerk getroffen und schwer verletzt wurde.
Die SUST hat zu einem ähnlichen Vorfall vom 2. Juni 2021 in Pontresina bereits eine Sicherheitsempfehlung und einen Sicherheitshinweis ausgesprochen. Die SUST schliesst deshalb
die Untersuchung über den Arbeitsunfall in Samnaun nach Art. 45 VSZV mit diesem summarischen Bericht ab.
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: Samnaun: Mitarbeiter bei Seilbahnservice schwer am Kopf verletzt
ich verstehe hier nicht ganz, warum man solche Tätigkeiten während des laufenden Betriebs machen muss. Könnte man das nicht auf die Zeiten vor oder nach dem normalen Betrieb legen (wie lange dauert die Tätigkeit in etwa?). Oder wenn es nur während des Betriebs geht, könnte man nicht per Schalter sicherstellen, dass die Bahn nur fahren kann, wenn das Personal an einem sicheren Ort an der Stütze ist?
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Re: Samnaun: Mitarbeiter bei Seilbahnservice schwer am Kopf verletzt
Schmierarbeiten werden bevorzugt bei wärmerem Wetter und Sonnenschein durchgeführt und vor allem letzteres hat man naturgemäss in der Betriebszeit und nicht ausserhalb. Nur bei stehender Bahn zu arbeiten ist im Winterbetrieb bei einem Grossteil der PB's allerdings unmöglich da dafür die Standzeiten schlicht zu kurz sind. Je nach Bahnlänge hat man mal weniger mal mehr Zeit zur Verfügung und dementsprechend muss man die Arbeit halt einteilen. Man kann sich auch mit relativ einfachen Mitteln so einrichten dass immer einer auf der Stütze bereit ist die Anlage anzuhalten.
Nothaltschalter ( zumindest bei unseren zwei praktisch gleichen Anlagen wie die hier betroffene ) sind serienmässig zwar keine vorhanden und mir wäre jetzt gerade nicht bekannt dass wir jemals welche nachgerüstet hätten, aber die Tragseilüberwachung kann man ja auch zum Nothalt zweckentfremden.
Nothaltschalter ( zumindest bei unseren zwei praktisch gleichen Anlagen wie die hier betroffene ) sind serienmässig zwar keine vorhanden und mir wäre jetzt gerade nicht bekannt dass wir jemals welche nachgerüstet hätten, aber die Tragseilüberwachung kann man ja auch zum Nothalt zweckentfremden.