
Nachdem die Saison 20/21 ohne Winterurlaub stattfinden musste, wurden bereits früh Pläne für den Winterurlaub im Februar 2022 geschmiedet. Wir wollten, so wie immer zu dieser Jahreszeit, in die Dolomiten. Bereits im August versuchten wir, mit unserer Stammquartier-Vermieterin in Pera di Fassa Kontakt aufzunehmen. Traurig mussten wir zu Kenntnis nehmen, dass sie im Dezember 2020 an Lungenkrebs verstorben ist. (Ja, sie war sehr starke Raucherin)
Ihre Tochter, die nun das Geschäft mit den Ferienwohnungen übernommen hatte, konnte uns zwar ein Angebot machen, allerdings legten wir in Zeiten wie diesen auf kurzfristige, kostenfreie Stornierungsmöglichkeiten wert, und lehnten ab. Schließlich buchten wir dann ein Zimmer, in einem uns bisher unbekannten Hotel, in Moena.
Der Winter rückte immer Näher. In allen Europäischen Ländern wurden unterschiedliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ergriffen. Mal wurden hier Regeln strenger, dann dort wieder gelockert.
Als dann in Italien ebenso, wie schon lange in Österreich, die FFP2-Maskenpflicht in Seilbahnen verordnet wurde, schwand bei meiner Frau die Lust aufs Schifahren zur Gänze. Ja, auch ich hätte lieber Schlauchschal als FFP2-Maske, aber bevor ich gar nicht Schi fahre, dann halt doch die lästige Verordnung hinnehmen.
Es galt nun einen Urlaubsort zu finden, bei dem ich schifahrerisch auf meine Rechnung komme, aber auch meine Frau eine Beschäftigung hat, bei der sie sich gut erholen kann, und den Urlaub genießen kann.
Bereits zu Pfingsten 2021 wurden wir auf Kaprun aufmerksam, wo es einige Quartiere gibt, bei denen im Nächtigungspreis der Eintritt ins Tauern-Spa inkludiert ist. Meine Frau liebt es, in der Sauna zu schwitzen und im warmen Wasser auf Sprudel-Liegen zu liegen. Sie kann das mehrere Tage hintereinander von früh bis spät genießen. Ich hingegen kann das noch mehr genießen, wenn ich erst am Abend in diese Einrichtung komme und vorher den ganzen Tag Schifahren war.
Mit diesem Wissen wurde Moena storniert und eine Ferienwohnung in Kaprun gebucht.

Am Anreisetag starteten wir früh morgens um dem Urlauberverkehr erfolgreich vorauszufahren. Um 10:15 Uhr kamen wir bei der Talstation des Areitexpress an. Ich startete dort meinen ersten Schitag während meine Frau weiter in unser Quartier und ins Tauern-Spa fuhr. Nach dem Erwerb der SSSC für 7 Tage ging es zur Gondel. Erster Blick zur Gondel.

Ich befinde mich in einem, für mich, völlig unbekannten Schigebiet. Ich kenne die Nachbarn Kitzsteinhorn sowie Saalbach-Hinterglemm. In letzterem habe ich Mitte der 70er-Jahre das Schifahren erlernt. Aber die Schmittenhöhe ist für mich Neuland. Nach Studie des Pistenplans habe ich eine Runde geplant, bei der ich jede offene Piste und jeden offenen Lift fahren möchte.
Weiter geht es nach absolvierter Bergfahrt mit der Gondel zur Glocknerbahn. Bergfahrt.

Die Südhänge im Bereich Hochmais und Sonnkogel sind mein nächstes Ziel.

Am Weg dorthin.

Nach der Bergfahrt mit der Sonnenalmbahn.

Die Bergstation ist etwas unglücklich positioniert, da man einig Stufen steigen muss und einige Meter gehen muss, um zum nächsten Lift zu kommen. Weiter geht es mit der Hochmaisbahn.

Oben angekommen trifft man auf zwei Schlepplifte, die leider nicht in Betrieb sind. Sie erschließen aber keine Pisten, die nicht ohnehin von den geöffneten Sesselbahnen bedient werden.
Rechts im Bild der Schmiedhoflift, am Gegenhang der Osthanglift.

Um alle Pisten zu fahren gibt es Wiederholungen auf der Hochmaisbahn und ebenso auf der Sonnkogelbahn. (Jetzt im Bild)

Auf der schwarzen 15 mit Blick zum Zeller See.

Bergfahrt mit der Sonnengratbahn. Blick zurück…

…zur Seite…

…und nach Vorne.

Und immer wieder beeindruckt der Blick nach Zell am See.

Auf der roten 20. So wie die zugehörige Sonnenalmbahn an ungünstiger Stelle endet, so verhält es sich auch mit dieser Piste. Sie endet unterhalb der Seilbahn-Talstation.

Bergfahrt mit dem Fallegglift.

Nochmals Sonnenalmbahn.

Auf der blauen 7 zum Cityexpress.

Wiederholungsfahrten beim Cityexpress.

Dabei lande ich auch auf der Piste 5b, die stellenweise eher eine Loipe ist. Den Fehler macht man auch nur einmal, wenn man das Gebiet noch nicht kennt.

Nach einer Fahrt mit dem Trassexpress geht es auf gleichnamiger Piste talwärts.

Nun warte ich auf die Bergfahrt mit der Schmittenhöhebahn.

Da ich gerade das Wort „warten“ verwendet habe: Wartezeiten gab es kaum. (0 bis 6 FBM)
Während bei der Bergstation viele Schifahrer zu den Aufzügen strömen, denke ich mir, die paar Stufen kann ich wohl noch gehen. Diesen Fehler mache ich auch kein zweites Mal. Da geht es um einige Stockwerke.
Dafür wird man oben mit schönen Ausblicken belohnt. Hier jener zum Kitzsteinhorn.

Nach einer kurzen Abfahrt folgt für mich eine Bergfahrt mit dem Hahnkopflift.

Auf zugehöriger Piste. Blick zum Gipfel der Schmittenhöhe.

Bergfahrt mit der Kapellenbahn.

Es folgen einige Wiederholungen mit der Kettingbahn.

Dann fehlt noch der Bereich den die Breiteckbahn bedient.

Bergfahrt mit dem Hirschkogelexpress.

Areitbahn 2 und 3 habe ich dann auch noch verwendet aber fotografisch nicht festgehalten. Die einzigen offenen Liftanlagen und Pisten, die ich an diesem Tag nicht benutzt habe, war der Bereich Zell am See-Express. Aber der Urlaub geht ja noch weiter.
Ehe ich mit dem Schibus zu meiner Frau ins Tauern-Spa fahre, muss noch die Talabfahrt bewältigt werden.

Fazit:
Ich habe ein tolles Schigebiet kennengelernt. Schöne Ausblicke. Schönes Wetter. Die Pisten haben gegen Ende des Tages stellenweise ihre Griffigkeit verloren, wirklich unangenehm diesbezüglich war aber nur die letzte Abfahrt beim Areitexpress.
Tag 2:

Nach der erfolgreichen Neuentdeckung vom Samstag, wollte ich am Sonntag gleich wieder Neues ergründen.
Ich fahre also mit dem Auto zur Mittelstation der Panoramabahn Kitzbühler Alpen. Mit eben erwähnter Bahn geht es sofort bergwärts.

Oben angekommen fällt mein Blick gleich auf die 4SB Resterkogel. Sie ist ja dafür bekannt, immer sehr früh in die Saison zu starten, wenn für die Schifahrer der konservierte Schnee der vorherigen Saison auf der Piste verteilt wird.

Bergfahrt mit dieser 4SB.

Mein Ziel für diesen Tag lautet, jede Piste und jeden Lift zwischen Resterhöhe und Jochberg zu fahren. Den Bereich jenseits der 3S möchte ich auch besuchen, jedoch ist dieser nicht wirklich Neuland für mich. Im Februar 1998 habe ich dort schon einen Schitag verbracht und das Gebiet hat mich nicht nachhaltig begeistert.
Bergfahrt mit der 6KSB Hanglalm. Hier gefällt es mir sehr gut.

So soll eine Piste am Morgen aussehen. Dabei habe ich doch schon einige Abfahrten hinter mir.

Auch unter der 8KSB Hartkaser ist die Piste so, wie man sie sich am Morgen wünscht.

Leider kann ich wegen eines Defekts an der 8KSB meine Reise Richtung Kitzbühel nicht fortsetzen. Daher geht es auf der blauen 76 Richtung Pass Thurn.

Es folgen Wiederholungen auf der Resterhöhe…


…und eine Fahrt mit dem Schlepplift Pass Thurn.

Endlich ist die Hartkaserbahn in Betrieb.

Bei immer schöner werdendem Wetter kann der Weg Richtung Kitzbühel fortgesetzt werden.

Dass meine nächste Bergfahrt auf einem fixgeklemmten Girak-3er stattfindet überrascht mich nach all den KSBs. 3SB Trattenbach.

In diese Richtung geht es weiter.

Nach einer 3SB benötigt man nun sogar einen Schlepplift am Weg nach Kitzbühel.

Der Schlepplift Gauxjoch macht sogar eine Kurve.

Nun fahre ich nicht direkt weiter Richtung Kitzbühel, sondern mache eine Wiederholung am Bärenbadkogel 2.

Anscheinend war ich von der Resterhöhe kommend die ganze Zeit gegen den Strom unterwegs. Hatte ich bis jetzt absolut keine Wartezeiten, stoße ich nun auf diese Menschentraube.

Also schnell weiter. Nach der Bergfahrt mit der 6KSB Bärenbadkogel 2…

…blicke ich schon zu jenem Hang, der von der 4KSB Talsen erschlossen wird.

An der Talsen gibt es gleich eine Wiederholung.

Danach folgt die Fahrt mit der 3S-Bahn zum Pengelstein und damit in jenen Teil des Schigebiets, den ich 1998 besucht habe.

An die 4SB Silberstube kann ich mich noch dumpf erinnern.

Aber all die anderen zahlreichen KSBs? Ich weiß nicht einmal mehr was sie ersetzt haben, oder ob es sich um Neuerschließungen handelt. War ich hier wirklich schon einmal? Ja, ja, 24 Jahre sind in der Seilbahntechnik eine lange Zeit.
Auf der 6KSB Sonnenrast findet meine nächste Bergfahrt statt.

Ich möchte nämlich zur Streif. Ich bin schon fast dort.

Vom Start trennt mich nur noch dieses Förderband.

Blick vom Start hinunter. Warum tauchen die Rennläufer hier mit ihren Stöcken an? Die erste logische Handlung, wenn man in diesen Hang einfährt, ist das Querstellen der Schier.

Die Mausefalle ist bewältigt und ich blicke zurück. Ich weiß nicht, ob ich die Rennläufer bewundern oder für verrückt halten soll.

Steilhangausfahrt.

Alte Schneise.

Traverse.

Zielschuss.

Mich zieht es nun zum Slalomhang.

Bergfahrt mit der 4KSB Ganslern.

Schöne Piste an der 4SB Ganslern. Blick zum Zielgebäude.

Bergfahrt mit der Hahnenkammbahn.

8KSB Steinbergkogel.

Oben angekommen. Leider wird es immer bewölkter. Kein gutes Zeichen für den nächsten Schitag.

Die nächste 8KSB: Kasereck. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich hier schon jemals war. Andererseits habe ich auch an die Streif noch dumpfe Erinnerungen. Unglaublich wie viel sich in 24 Jahren verändert.

Bevor ich mit der 3S zurückfahre, mache ich noch einen Abstecher zur 4KSB Pengelstein 2.

Nach der 3S-Fahrt geht es nach Jochberg um in Folge mit der Wagstättbahn zurückzufahren.

Nach den Bergfahrten mit den beiden Bärenbadkogelliften (im Bild die erste Sektion)…

…betrachte ich bei der darauffolgenden Abfahrt nochmals die Kurvenstation des Gauxjochlifts.

Nun fehlt noch ein Bild von der 8KSB Zweitausender.

Ein letzter Blick vom Resterkogel ins Salzachtal…

…ehe es zur letzten Abfahrt des Tages geht.

Der Parkplatz bei der Mittelstation der Panoramabahn ist erreicht.

Fazit:
Der Bereich zwischen Pass Thurn und Jochberg, wo wenige Lifte eine große Fläche an Pisten erschließen, hat mir sehr gut gefallen. Der Teil des Schigebiets, den ich schon vor 24 Jahren besucht habe, hat sich für meinen Geschmack, nicht positiv entwickelt. Hier ist für mich alles irgendwie übererschlossen. Dennoch war es ein großartiger Schitag.
Fortsetzung des Berichts mit den weiteren Urlaubstagen folgt…





































































































































































