Langsam kehrt die Normalität wenigstens nach Mitteleuropa zurück
Anfahrt: Maribor - Zwischenstopp in Prevalje - Annenheim, gut 2 Stunden reine Fahrzeit, Ankunft um 8:50. Nur des Wetter wusste nichts von der Prognose, wolkig, kalt und schon im Tal ziemlich windig. Aber wenn wir schon hier sind, werden wir doch keinen Rückzieher machen. Die ersten paar Fahrten haben wir an den beiden Pisten entlang der Gipfelbahn gemacht, die Sicht war von Anfang an OK, und der Schnee perfekt griffig. Allerdings sehr windig und mit -9 am Gipfel auch ziemlich kalt. Gegen 10 Uhr kam schon die Sonne durch, dann wurde es ein Traumtag:
Wechsel zur Wörterseebahn; mit gut schliessender Haube und Sitzheizung (die Gipfelbahn hat zwar auch eine Haube, die aber viel schlechter schliesst, und keine Heizung) bei Kälte die komfortabelste Bahn auf der Gerlitzen. Was aber für uns neu war: ganze 4 perfekt gewalzte Pisten runter zum Finsterbachlift, im Pistenplan mit obsoleten Namen, von Re nach Li Naturschneeabfahrt (12), Finsterbach Freeride I (13a), Finsterbach Freeride II (13b) bezeichnet. In Wirklichkeit sind 12 und 13a beschneit (OK, das war mir bekannt) und natürlich perfekt präpariert, aber auch die (unbeschneite? Kanone habe ich dort keine gesehen) 13b war gewalzt. Die vierte, Ossiacher See Abfahrt (25), war auch schon vorher beschneit:
Ein paarmal runter zum Birkenhoflift, auch sehr schöne Piste mit genialem Talblick und gutem Schnee, einen Tick härter als entlang der Wörterseebahn. Man merkt halt dass die Talstation ziemlich tief ist und die Piste voll sonnseitig liegt:
Auf diese Saison neuer Skiweg von der Talstation Finsterbach zur Birkenhofpiste:
Klösterle, die 2. Sektion sowie die obere Hälfte der 1. Sektion grenzgenial, auf den letzten 200 HM ein paar Eisplatten, die man aber gut umfahren konnte:
Die Pisten am Neugarten sind zwar nicht meine Lieblingsabfahrten auf der Gerlitzen, für ein paar schnelle Carvingschwünge zwischendurch taugen sie aber allemals. Auf diese Saison neu mit Lanzen mitten in der breiten Piste. Bei dieser Gelegenheit oute ich mich - entgegen dem Mainstream - als ausgesprochener Fan von Kanonen /Lanzen mitten in der Piste. Dass diese Anordnung für die Beschneiung perfekt ist, ist wohl unumstritten: egal wohin der Wind weht, landet der Schnee immer auf der Piste. Wenn ich z. B. denke wie viel vom wertvollen Maschinenschnee am Pohorje, wo die Kanonen meistens am Pistenrand stehen, im Wald landet. Als Skifahrer mag ich diese Anordnung, weil der Schnee unmittelbar neben den Lanzen lange unzerfahren bleibt. Die schwächeren abrutschenden Wintersportler, welche die Pisten am meisten zerfahren, meiden die Nähe der Lanzen, und so konnte man noch um halb zwei zwischen den Lanzen Reste von Raupenspuren finden, toll:
Auch Pacheiner darf nicht fehlen, der letzte Hang der blauen Piste (voll sonnseitig) war am frühen Nachmittag sogar leicht firnig, like:
Zwischen halb drei und halb vier noch ein paar Wiederholungsabfahrten an der Gipfelbahn ... :
... sowie ein letzter Abstecher zur Wörterseebahn. Die Pisten (von Re nach Li) 12, 13a und 13b sind bei diesen Lichtverhältnissen noch besser zu sehen als am Foto vom Vormittag:
'Naturschneeabfahrt'
Ossiacher See Abfahrt um halb vier. Kann das Leben überhaupt noch schöner sein
Letzte Abfahrt zur Mittelstation unter der Pöllingerbahn, welche den ganzen Tag mehr oder weniger leer lief. Muss das sein?
Fazit: weiterer grenzgenialer Skitag in einem der schönsten Skigebiete Kärntens. Was micht auch sehr gefreut hat: die Normalität kehrt in grossen Schitten zurück. Gelbe Kennzeichen am Parkplatz
Ach ja, fast vergessen, Hüttentipp am Ende: nach vielen Jahren haben wir wieder einmal das Alpengasthof Pacheiner besucht. Irgendwann im 20 Jh.