Die 25cm Neuschnee fielen auf 75cm - natürlich sehr kompaktem - Altschnee, jeweils ausweislich des Messstation des LWD Tirol, wobei hier nicht ganz klar ist, ob sich das auf 2000m oder 2700m bezieht. Das Gelände besteht aus typisch zentralalpinen Blockhalden, die nicht komplett eingeschneit waren. Erhöhte Vorsicht war damit angesagt. Auch die Bachläufe waren nicht ganz zugedeckt und teilweise nur laufend zu queren. Als Faustregel würde ich mal sagen: Mehr als einen Meter Altschnee sollte es hier schon haben. Ich kam aber mit einem kleinen Steinkontakt durch.
Ausgesteckt - wenn auch im Pistenplan offiziell als geschlossen markiert - sind im Gelände zwei Skirouten: Die liftnahe Hinterkopfroute, deren Hänge tendenziell eher südseitig ausgerichtet sind und die ausholende Bodenroute, die eher nach Norden orientiert ist. Erstere hatte daher teilweise kaum steuerbaren Betonschnee, letztere ging aber relativ gut, sodass ich mich meistens dort aufhielt. Der unterste Hang war aber nicht gut zu fahren, hier querte ich zur Piste rüber. Eine gute Handvoll Fahrten gab’s dann am Ende schon noch, soo schlecht war es also doch nicht, nachdem man sich die Hänge mal zurechtgelegt hatte. Und: Besonders zerfahren war es nicht, es gab überall noch frische Flächen.
Ehrlicherweise muss man dazu sagen, dass ungefähr die Hälfte aus Querungen bzw. Geradeausfahren bestehen, dazwischen dann immer wieder nette relativ flache Hänge. Ich finde das so aber landschaftlich interessant und insgesamt sind die Hänge doch sehr abwechslungsreich und kupiert. Bei gutem Firn sicherlich genial. Man kann dann auch gut mit den Expositionen spielen und damit das Firnfenster gut ausreizen. Die flachen Passagen kann man dann vielleicht auch gut carven, wenn es hier länger hart bleibt.
Start gegen 12 Uhr, 36 EUR kostet der Spass. Wie man sieht war natürlich wenig los, es war aber relativ viel niederländisch zu hören.
Oben dann gleich rüber ins Versing…
Los geht’s mit der Hinterkopfroute, natürlich erstmal eine Geradeausfahrt…
Wie schon gesagt, hat es in diesen eher südseitigen Hängen einen Betonschnee, ich denke mal nach zwei solchen Tagen hat man hier im April schon Firn..
Weiter unten schaut es gut aus, fährt sich aber nicht so. Vermutlich v.a. weil drunter der Harschdeckel fehlt
Unten an der EUB mit dem markanten Lawinenwall. Der Bachlauf links ist kaum zugeschneit, erhöhte Vorsicht geboten.
Jetzt auf der Bodenroute, die insgesamt besser ging.
Auch hier natürlich mit Geradeausfahrten, bei hartem Firn aber vielleicht nett zu carven.
Ein ziemliches Trümmerfeld hier
Landschaftlich aber doch sehr nett Hier hat es brauchbare Hänge - für das klassische Freerider-Publikum wahrscheinlich zu langweilig aber genau nach meinem Geschmack… Ging relativ gut hier…
Auch noch ein Video dazu (4:45min):
Direktlink
Dann ging’s auch nochmal ins Hauptgebiet.
Blick zu den beiden Gamsbergen Das grüne Paznauntal sorgt für Kontraste Ein Gitterportalmastschlepper macht sich immer gut, auch wenn er nicht in Betrieb ist. Es geht rüber ins Rossmoos Die hier vielgelobte Rossmoospiste - ganz nett und auch nachmittags nur wenig abgefahren, aber so recht springt der Funke heute nicht über. Ist für meinen Geschmack wahrscheinlich zu breit und zu wenig kupiert (also zu normal).
Im Nachmittagslicht kommt der Stielkopf mit dem vorgelagerten Stielegg gut rüber, dahinter der weitere Kammverlauf bis zum Hexenkopf
Nette Variante zum Medrigalmschlepper, am dortigen Funpark mit seinem Wellenkurs gab’s auch ein paar Fahrten.
Nun auf der Talabfahrt, anfangs ein Ziehweg
Im Mittelteil ist es schön aufgefirnt Unten raus zunehmend sulzig Hier muss man kurz abschnallen - jemand fuhr auch einfach drüber, vermutlich mit Stein- oder Leihski… Frühjahrsimpression Zurück in See.