Cortina d'Ampezzo / Tofana 3. März 2022

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Harzwinter
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Cortina d'Ampezzo / Tofana 3. März 2022

Beitrag von Harzwinter »

Cortina d'Ampezzo / Tofana 3. März 2022

Anfahrt: Wolkenstein/Gröden - Grödnerjoch - Alta Badia - La Ila - Falzaregopass - Cortina d'Ampezzo in 1:20 h
Wetter: Sonnig, -5°C bis +5°C
Schnee: Lächerliche Naturschneelage in Cortina. Südwesthänge unter 2000 m schneefrei, Nordosthänge unter 1500 m aper, Abfahrten unter 2000 m auf Maschinenschnee
Anlagen in Betrieb: Im Tofana-Skigebiet alle außer DSB Cacciatori. Status Cristallo und Faloria nicht geprüft.
Wartezeiten: Keine außer Abfahrt Pendelbahn Ra Valles.
Gefallen: Erstbesuch; obere Etage des Skigebiets Tofana mit fordernden Abfahrten, insb. Ra Valles mit neuer KSB Tofana Bus.
Nicht gefallen: Traurige, schneelose Erscheinung der Olympia-Skidestination Cortina. Keine Talabfahrt Faloria, Skigebietsteil Mietres ersatzlos stillgelegt, Wiedererschließung Forcella Staunies offen.
Bewertung: Tofana-Skifahren 5 von 6 Punkten, Cortina-Impression 2 von 6 Punkten

Wie schon in den Jahren vor Covid-19 verbrachte Familie Harzwinter die Faschingsferien 2022 in Wolkenstein in Gröden. Da mir nach mehreren Urlauben im selben Skigebiet allmählich das Interesse an der lokalen Infrastruktur verloren geht, nutze ich das gern für Ausflüge in Skigebiete am Rand oder außerhalb des Verbundgebiets. Diesmal stand Cortina d'Ampezzo auf den Programm, und 8 Tage sonniges Dolomitenwetter am Stück halfen bei der Umsetzung. Cortina d'Ampezzo steht bei uns als Sommerziel für Bergwandern und Klettersteige auf der Watchlist; Frau Harzwinter und ich wollten die Lage des Ortes darum einfach mal sehen. Winterziel für eine Woche Skifahren war es bei uns nie.

Die Skigebiete Faloria / Son Forca vor dem Passo Tre Croci verwarfen wir für den Besuch - einerseits wegen der noch längeren Anfahrt, andererseits mangels Erreichbarkeit Forcella Staunies und mangels Faloria-Talabfahrt. Stattdessen planten wir die Tageskombination Tofana plus Falzaregopass/Super-8. Wir merkten aber schon bei den ersten Liftfahrten im Tofanagebiet, dass das zeitlich in Hektik und Stress ausarten würde. Folglich blieb es allein beim Besuch des Tofanagebiets, und Skifahren am Falzaregopass wurde aufs Folgejahr verschoben.

Zwischen Tofanagebiet und dem Super-8-Gebiet unterm Falzaregopass gibt es seit der Saison 2021/22 die neue, reine Verbindungs-EUB Son dei Prade - Cianzopé - Bai de Dones ohne irgendeine Skiabfahrt. Wir hätten Sie für den Besuch beider Gebiete aber sowieso nicht benutzt, weil das Super-8-Gebiet Gebiet für uns ja verkehrsgünstig bereits auf dem Rückweg per Pkw gelegen hätte. Die neue EUB fehlt in fast allen Pistenplänen, sogar im (schrecklichen) interaktiven Pistenplan Cortina d'Ampezzo (!). Nur in diesem einen Plan hier ist sie verzeichnet.

Die Anfahrt aus Wolkenstein über Grödnerjoch und Falzaregopass nach Cortina zieht sich 1:20 h hin - recht weit für so einen Ausflug, auch wenn die Fahrt natürlich landschaftlich toll ist. Dann hinterm Falzaregopass der erste Anblick des Talkessels von Cortina d'Ampezzo - das blanke Grauen. Kein Schnee ... oh mein Gott. Aber auch wirklich gar keiner, bis unter die Felswände, jedenfalls an den ganzen sichtbaren Südwest- und Westhängen. Cortina in Graubraun in der besten Skizeit des Jahres ... diese Spätherbstimpression konnte nicht einmal der strahlend blaue Himmel schönen. Das teilt sich Cortina mit dem ebenfalls auf rund 1200 m gelegenen St. Ulrich in Gröden, dessen Südhänge wir an Fasching noch nie in Weiss gesehen haben.

Für den Besuch des Tofana-Gebiets wollten wir an der Socrepes-Sesselbahn parken, deren bis zur Talstation beschneite Piste von der Anfahrt aus auch kurz zu sehen war. Doch offenbar kann man im Olympia-Ort Cortina keine Ausschilderung von Parkplätzen erwarten. So fuhren wir stumpf an Socrepes vorbei, fanden uns kurz vorm Zentrum an der Tal-EUB Col Drusciè wieder, verzichteten aber angesichts ihres schneelosen Hangs auf ihre Benutzung, fuhren zurück und folgten einfach anderen Pkws. Den komplett belegten Parkplatz Socrepes fanden wir auf diese Weise zwar, mussten folglich aber unterhalb an der Hauptstraße parken und liefen über einen kurzen Grashang hoch zum Lift. Dabei fiel uns dann ein zweiter, fast leerer, ebenfalls nicht ausgeschilderter Parkplatz auf, der nur durch einen kleinen Bachgraben samt Brücke von der Piste der Sesselbahn Socrepes getrennt war. So schlechte bzw. fehlende Besucherlenkung findet man heute in Italien fast nirgends mehr.

Erst gegen 11 Uhr bewegten wir uns endlich mit der Sesselbahn Socrepes in Richtung Berg. Die Topographie des Skigebiets Tofana ist putzig - in der unteren Etage gibt's nur blaue Abfahrten, oben fast nur rote, dunkelrote und schwarze. Verständnislos nahmen wir zur Kenntnis, dass mitten in die untere Etage des Skigebiets Tofana mehrere Parkplätze samt Zubringerstraßen gebaut wurden, die von den Besuchern sichtbar angenommen werden. Wozu bitte gibt's dann die Lifte ... ?? Nach vier Sektionen Sesselbahn kamen wir auf 2300 m Höhe an der Pomedes-Hütte an. Vom 20minütigen, energieraubenden Fotografieren des gewaltigen Dolomitenpanoramas wurden wir hungrig und entschieden uns noch vor dem Skifahren für ein frühes Mittagessen auf der Terrasse des Rifugio Pomedes, die noch wenige freie Tische bot. So schön haben wir - auch für Dolomitenverhältnisse - schon lange nicht mehr gegessen! Geschmeckt hat's auch, nur der zuständige Bedienungsmitarbeiter müsste mal zur Gastronomie-Grundschulung Aufmerksamkeit. Sein Trinkgeld bekam folglich der wachere Kollege, der das Elend erkannte und übernahm.

Da wir die Pisten der obersten Etage des Tofana-Skigebiets mit ihrer Ostausrichtung nicht ausschließlich im Nachmittagsschatten der Tofanawände fahren wollten, bewegten wir uns von der Pomedeshütte in Richtung der Großkabinenbahn Ra Valles (von 1997), deren Station seit Jahrzehnten technisch sinnvoll, aber erreichbarkeitsseitig bescheuert oberhalb der Pisten auf dem Buckel Col Drusciè platziert ist. Das ist leichter gesagt als getan, denn es fehlt ein kurzer, südseitiger Zubringerlift ab Rumerlo auf eben den Buckel Col Drusciè. So muss man zum Erreichen der Großkabinenbahn Ra Valles aus dem Skigebiet stets vorab anderthalb Kilometer Umrundung des Col Drusciè per Wald-Ziehweg absolvieren und dann die Tal-EUB Col Drusciè (von 2019) ab Mittelstation Colfiere als Zubringer nehmen. Ein planungsseitiger Offenbarungseid.

Von der Großkabinenbahn-Bergstation Ra Valles auf 2470 m fährt eine weitere Sektion Pendelbahn von 1971 hinauf auf die abfahrtslose Felspyramide der Tofana di Mezzo mit Bergstation auf 3130 m. Bei unserem Besuch war sie geschlossen. Fährt die auch als "Freccia nel Cielo" (Himmelspfeil) bezeichnete Bahn nur im Sommer? Die Webseite sagt: "In Winter, Cima Tofana cablecar will be open only on special occasions and only by good weather conditions". Wolkenlos, windstill plus teutonischer Massenskibetrieb eine halbe Stunde entfernt am Lagazuoi reicht also nicht? Wir wären gern zum Schauen hochgefahren.

Skifahren auf Ra Valles unter den Felswänden der Tofana ist eindrucksvoll. Hinzu kommt die neue Kurven-Mittelstations-KSB Tofana Bus von 2020 mit abenteuerlicher Trassenführung im oberen Teil. Krass! Ihre Abfahrt ist klassisch rot bis dunkelrot. Leider war die verbliebene Alt-DSB Cacciatori bei unserem Besuch außer Betrieb, dadurch ging aber nur deren 150 m langer Starthang verloren, da die anderen Abfahrtsteile auch von der KSB erschlossen werden.

Noch unterhaltsamer ist dann die schwarze Abfahrt aus dem Ra Valles-Gebiet zurück nach Rumerlo. Deren zwar präparierten, aber schmalen Steilhang brauchen weniger fortgeschrittene Skifahrer erst gar nicht zu versuchen ... klasse! Bei unserer Abfahrt geriet der leicht aufgefahrene Hang gerade in den Schatten und fror bereits an. Deutlich später wird er keine Freude mehr bereitet haben.

Nächstes Ziel war die schwarze Abfahrt 41 vom Col Drusciè, wiederum zwangsläufig nach langem Waldziehweg zur EUB-Mittelstation Colfiere. Die ist in der Tat schön, kann aber mit den Abfahrten auf und von Ra Valles nicht mithalten.

Da wir vormittags kaum Abfahrten an der Pomedeshütte bzw. Duca d'Aosta gemacht hatten, wurde dies unser letztes Ziel am Nachmittag. Auch hier wurden die Schatten schon länger. Sehr unterhaltsam ist der schattige Steilhang unterhalb des Rifugio Duca d'Aosta. Als wir hineinfuhren, stieg uns keuchend eine kreidebleiche Frau mit den Worten "das kann ich nicht, das schaff ich nicht" entgegen. Ein schöner Empfang! :D Dabei war der knattersteile Hang nicht mal vereist, man konnte gut abschwingen.

Auch die Außenrum-Abfahrt der beiden Sesselbahnen ist schön zu fahren und dazu noch panoramareich. Nach einer Nachmittagseinkehr auf der Terrasse des Rifugio Pomedes fuhren wir sie als Teil unserer finalen Talabfahrt gleich noch einmal, dann allerdings bereits komplett im Schatten.

Fazit:

Skifahren im Tofanagebiet von Cortina d'Ampezzo ist eine tolle Sache, auch wenn der untere Teil des Gebiets flach und wenig attraktiv ist. Um das Gebiet mit dem Skigebiet am Falzaregopass zu kombinieren, muss man entweder in Cortina wohnen oder früher anreisen als wir. Die Skigebiete Faloria / Son Forca vor dem Passo Tre Croci werden wir erst besuchen, wenn es eine Ersatzbahn Forcella Staunies gibt.

Wie schon oben beschrieben sind wir von der Schneelosigkeit des Talkessels von Cortina Anfang März entsetzt. Außerdem vermissen wir in Cortina die Motivation, die eigenen Teilskigebiete wenigstens durch beschneite weiße Striche auf braunem Grund miteinander zu verbinden. Der Vergleich der Cortina-Pistenpläne von 1982 und 2022 spricht Bände. Vor 40 Jahren war ganz Cortina d'Ampezzo als Verbundskigebiet konzipiert, heute scheint man mit zwei völlig separierten Skigebieten Tofana versus Faloria / Son Forca weitermachen zu wollen. Der Konkurrenz z.B. in Gröden hinkt man so infrastrukturseitig meilenweit hinterher. Skiurlaub würden wir in Cortina nicht machen wollen, aber für einen Berg- und Kletterurlaub scheint es eine gute Wahl zu sein.

67 Fotos von unserem Tagesausflug nach Cortina d'Ampezzo:

Pistenplan Cortina d'Ampezzo, Tofana-Seite mit Skigebiet Falzaregopass/Cinque Torri. Die abfahrtslose Verbindungs-EUB Son dei Prade - Rai de Dones zwischen den beiden Skigebieten existiert seit der Saison 2021/22. Das findet sich so in fast keinem Pistenplan wieder; entweder ist die Bahn immer noch als Projekt eingetragen, oder sie fehlt ganz. Auch wenn wir auf dem Rückweg noch an den Cinque Torri Ski gefahren wären, hätten wir die neue EUB nicht benutzt, weil Cinque Torri und Falzaregopass ja bereits auf dem Rückweg nach Wolkenstein liegen. Für Skiurlaubsgäste in Cortina mag die neue EUB aber ihren Wert haben.
Man erkennt die etwas ungewöhnliche Topographie des Tofana-Skigebiets: Unten nur flach, oben nur relativ anspruchsvoll, Zugang zur oberen Etage nur per Pendelbahn über den isoliert stehenden Hügel Col Druscie möglich.
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Bergfahrt in der Sesselbahn Socrepes im flachen, unteren Teil des Tofana-Skigebiets. Hier hat die Beschneiung ganze Arbeit geleistet; ohne sie wäre es hier grün.
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Auch die zweite Sesselbahn-Sektion in Richtung Tofana ist nicht steiler oder interessanter. Wie man sieht, liegt in Cortina d'Ampezzo verdammt wenig Naturschnee.
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Immerhin bringt uns die zweite Sektion Sesselbahn Tofana Express schon bis unter die Tofanawände.
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Vorschau auf die Pendelbahn Col Drusciè - Ra Valles, die uns später in den interessantesten Teil des Skigebiets bringen wird.
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Abfahrt zur dritten Sektion Sesselbahn Piè Tofana - Duca d'Aosta ...
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... und Bergfahrt mit selbiger.
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"Do not beat the Skis." Was muss hier wohl vorgefallen sein, damit so ein Schild aufgestellt wird? :D
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Noch nicht genügend Sesselbahn gefahren? Mit der 3SB Pomedes ist noch eine vierte Sektion im Angebot. Erst am Nachmittag werden wir die steile, schattige Abfahrt "Startofana Olimpica" unter die Kanten nehmen.
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Das Panorama von der Bergstation 3SB Pomedes kann sich sehen lassen: Cristallo, Sorapis, Antelao, ...
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... und in der Verlängerung nach rechts / Westen Pelmo, Croda da Lago, Formin, Civetta, Nuvolau, Cinque Torri und Averau.
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Nuvolau, Cinque Torri und Averau im Zoom, gesehen von der Bergstation 3SB Pomedes.
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Antelao, mein Dolomiten-Lieblingsberg, mit Cima dei Preti und Monte Duranno im Hintergrund.
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Monte Pelmo, Croda da Lago und Monte Formin im Zoom.
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Nuvolau und Cinque Torri im stärkeren Zoom.
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Marmolada und Gran Vernel im Zoom.
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Rifugio Pomedes mit Cristallo und Sorapis.
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Rifugio Pomedes, unsere Mittagseinkehr, unter den Tofanawänden.
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Abfahrt vom Rifugio Pomedes ...
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... in Richtung der Pendelbahn Ra Valles auf dem Hügel Col Drusciè rechts der Bildmitte. Um ihn zu erreichen, ...
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... muss man ihn zunächst umfahren, indem man zuerst über schöne ...
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... Pisten abfährt und dann noch ...
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... über den langen, doofen Ziehweg nach Colfiere, ...
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... wo der EUB-Neubau Cortina - Col Drusciè seine Mittelstation erhalten hat.
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Erst über den Einsteig in diese EUB kommt man von Pomedes auf den Col Drusciè, von dem aus man zum Hochgebirgsskifahren nach Ra Valles weiterfährt. Das ist doof. Früher ersparte ein direkter Schlepplift auf den Col Drusciè den von Pomedes kommenden Skifahrern die lange Ziehweg-Umrundung des Col Drusciè.
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EUB Cortina - Colfiere - Col Drusciè. Ersetzte im Jahr 2019 die klassische Agudio-Pendelbahn auf gleicher Trasse, die 50 Jahre lang in Betrieb war.
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Aber auf der 2. Sektion Col Druscie - Ra Valles fährt noch eine Pendelbahn in die Tofanagruppe, wenn auch nicht mehr die erste von 1968, sondern ihre Nachfolgerin von 1997, eine Hölzl-Anlage.
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Aus der Pendelbahn sehen wir, was uns später auf Skiern erwartet. :lach: Nix für Ungeübte jedenfalls.
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Eindrucksvolle Einfahrt in die Bergstation Ra Valles gegen das Tagespanorama.
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Ziemlich krasse Dolomitenberge im Südsüdosten, die ich noch gar nicht kannte. Was ich hier zunächst fälschlicherweise für Sextner Berge gehalten hatte, sind der Col Nudo über Belluno, dann weiter Sfornioi Nord & Sud, Sasso di Bosconero und ganz rechts die als Doppelgipfel erscheinenden Sasso di Toanella und Rochetta Alta. Bis auf den erstgenannten sind das alles rund 2400 m hohe Berge der "Dolomiti Settentrionale di Zoldo" westlich des Piavetals bzw. nordwestlich von Longarone. Im deutschen Sprachraum so bekannt wie Papua-Neuguinea. :lach:
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Alter Pistenplan in der Bergstation Ra Valles. Damals gab es noch zwei parallele Sesselbahnen Piè Tofana in Richtung Rifugio Duca d'Aosta und Pomedeshütte. Die heutige KSB auf Ra Valles waren zwei einzelne DSBn, und die Lifte zwischen Socrepes und Piè Tofana kann ich nicht mal einordnen.
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Erste Abfahrt auf Ra Valles in der Tofanagruppe. Das rockt!
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Ziemlich neue KSB Bus Tofana, die zwei DSBn ersetzte.
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Mit so einer Trassierung und diesem Andrang wünschen wir uns eine Dolomitenpiste! Ganz anders als das Getümmel in Gröden.
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Die neue KSB Tofana Bus folgte den Trassen ihrer beiden Vorgängerbahnen und hat darum eine Kurve mit Ein- und Ausstiegsmöglichkeit. So etwas kann nicht jede Liftgesellschaft bezahlen.
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Die KSB Tofana Bus überquert die noch vorhandene, alte DSB Cacciatori, die bei unserem Besuch außer Betrieb war. Egal, dadurch ging nur ihr 100 m langer Einstiegshang verloren.
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Abenteuerliche Trassierung der neuen KSB Tofana Bus. Keine Ahnung, ob sie der Trasse der Vorgängerbahn folgt oder nicht.
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Bergstation der Pendelbahn Ra Valles - Cima Tofana auf 3200 m Höhe. Wie gern wären wir zum Schauen auf die Tofana di Mezzo hinaufgefahren! Eine Skiabfahrt lässt das felsige, steile Gelände nicht zu. Aber die Bahn blieb bei unserem Besuch außer Betrieb, was sonst. :( Angeblich fährt sie im Winter an Wochenenden. Wer's glaubt ...
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Abfahrt KSB Tofana Bus.
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Dito. Bei unserem Besuch fuhr dort oben ja nur die eine Anlage.
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Geiler steiler Schlusshang. Auf >2500m staubte es beim Schwingen sogar, trotz der lächerlichen Naturschneelage in Cortina.
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Infrastrukturensemble Ra Valles auf 2470 m.
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Nochmal die steilen Berge der Dolomiti Settentrionale di Zoldo (s.o.), diesmal mit der außer Betrieb befindlichen DSB Cacciatori.
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Zoom auf Sasso di Bosconero, Sasso di Toanella und Rochetta Alta. Im Sommer wahrscheinlich ein Top-Ziel für Kletterer.
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Auch den Antelao bekommt man mit Vordergrundmotiv DSB Cacciatori vor die Linse.
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Noch ein letzter Blick auf die Pendelbahnstation Ra Valles, dann geht es auf die ...
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... nicht jedermann zu empfehlende Abfahrt aus dem felsigen, steilen Gebiet.
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Wirklich nicht für jedermann. Aber geil, oder? Wo gibt's das schon so? :lach:
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Gegenperspektive zum vorher aus der Pendelbahn aufgenommenen Foto der steilen, schwarzen Abfahrt Ra Valles - Rumerlo. Hinten Monte Pelmo, Croda da Lago, Monte Formin.
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Gleiche Abfahrt etwas tiefer.
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Auch nicht flacher. :lach:
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Schnitt: Die Abfahrt von Ra Valles haben wir ohne Beeinträchtigungen beendet. Wir fahren noch mal hoch auf den Hügel Col Drusciè, denn auch von dort gibt es eine gute schware Abfahrt zurück zur EUB-Mittelstation.
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Auf Col Drusciè stehen ein Observatorium ...
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... und - vor den Tofanawänden - ein Genießertempel.
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Zum Genuss gehören auch der Anblick von Monte Pelmo und Croda da Lago ...
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... und der Blick ins Rest-Skigebiet unter dem Monte Cristallo. Ich habe versucht, die aktuell seilbahnlose Forcella Staunies auszumachen. Keine Ahnung, ob das der Taleinschnitt in Bildmitte ist.
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Von der schwarzen Abfahrt vom Col Drusciè ist nachmittags nur noch der untere Teil in der Sonne.
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Zum Abschluss des Skitages in Cortina d*Ampezzo fahren wir nochmals hinauf zum ersten Ziel des Tages, der Rifugio Pomedes, hier in der KSB Pié Tofana.
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Und noch weiter hinauf mit der 3SB Pomedes. Uns fehlt nämlich noch der schattige Steilhang unterhalb des Rifugio Duca d'Aosta links im Bild.
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Nochmal das tolle Panorama von der Bergstation der 3SB Pomedes.
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Vor dem Befahren des Steilhangs unterhalb des Rifugio Duca d'Aosta warnt dieses Schild. Da wir in Italien sind, habe ich gelernt, dass Schilder dieser Art Skigenuss versprechen. :D
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Und in der Tat ist der Hang zwar sausteil, aber nicht vereist und toll zu fahren!
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Wir nehmen final die Außenrum-Abfahrt der KSB Pié Tofana.
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Wie man sieht, ist die schön!
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Und sie bietet uns einen letzten Blick auf die steile Abfahrt von Ra Valles zurück ins Hauptskigebiet.
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Auslauf auf den flachen Hängen des Tofana Express.
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Letzte Meter auf der Abfahrt der Sesselbahn Socrepes, an der wir vormittags gestartet waren.
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Zuletzt geändert von Harzwinter am 09.12.2022 - 14:02, insgesamt 2-mal geändert.

Raptor311
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Re: Cortina d'Ampezzo / Tofana 3. März 2022

Beitrag von Raptor311 »

Danke für den tollen Bericht.
Irgendwie mag ich Cortina…

und ich sage immer: Cortinas Stärken sind auch Schwächen.

mangelnde Beschneiung, kaum Verbunde, aber dafür tolle Landschaft und eher mässig voll
Menja
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Re: Cortina d'Ampezzo / Tofana 3. März 2022

Beitrag von Menja »

Ja die Bahn fährt ab und an auch im Winter ( hier 2017)
Ja die Bahn fährt ab und an auch im Winter ( hier 2017)
Wenn wenig Schnee und alle gut gelaunt sind fährt die Bahn auch im Winter.
Ich liebe Cortina…. :D
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Re: Cortina d'Ampezzo / Tofana 3. März 2022

Beitrag von Harzwinter »

Menja hat geschrieben: 06.12.2022 - 17:56 Ja die Bahn fährt ab und an auch im Winter ( hier 2017)
Wenn wenig Schnee und alle gut gelaunt sind fährt die Bahn auch im Winter.
Wen muss man bei der Seilbahngesellschaft bestechen, damit die PB "Freccia nel Cielo" auch im Winter fährt?
Gruppe anmelden und erst am Besuchstag morgens wieder abmelden, wenn das Seilbahnpersonal schon eingeteilt ist? :D
Raptor311 hat geschrieben: 06.12.2022 - 17:24 Danke für den tollen Bericht.
Irgendwie mag ich Cortina…
und ich sage immer: Cortinas Stärken sind auch Schwächen.
mangelnde Beschneiung, kaum Verbunde, aber dafür tolle Landschaft und eher mässig voll
Wir waren wirklich irritiert über den extremen Gegensatz beim Andrang zwischen Gröden und Cortina und hatten vor Ort eher einen Andrang erwartet wie an der Marmolada-Pendelbahn. Die Beschneiung im Tofana-Gebiet war bei unserem Besuch gut bzw. völlig ausreichend.
Mich irritiert nur, dass Cortina es nicht schafft, von Faloria aus eine Talabfahrt zu unterhalten und dass der komplette Sektor Mietres einfach aufgegeben wurde, obwohl er Verbindungscharakter zwischen den anderen Skigebietsteilen hatte.
Es war unser Erstbesuch in Cortina, und wir lernen immer dazu. :ja:
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Re: Cortina d'Ampezzo / Tofana 3. März 2022

Beitrag von GIFWilli59 »

Harzwinter hat geschrieben: 04.12.2022 - 01:03 Die neue KSB Tofana Bus folgte den Trassen ihrer beiden Vorgängerbahnen und hat darum eine Kurve mit Ein- und Ausstiegsmöglichkeit. So etwas kann nicht jede Liftgesellschaft bezahlen.
In dem Fall ja auch nur als 16 Jahre alte Gebrauchtanlage vom Maiskogel bei Kaprun. ;-)
Harzwinter hat geschrieben: 04.12.2022 - 01:03 Auf >2500m staubte es beim Schwingen sogar, trotz der lächerlichen Naturschneelage in Cortina.
Geht auch mit Kunstschnee, wenn er schön trocken und mal durchgefroren ist. :D
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Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
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Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
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Re: Cortina d'Ampezzo / Tofana 3. März 2022

Beitrag von ATV »

Abenteuerliche Trassierung der neuen KSB Tofana Bus. Keine Ahnung, ob sie der Trasse der Vorgängerbahn folgt oder nicht.
Die Bahn folgt schon dem Vorgänger allerdings wurde die Trasse oben italientypisch um den steilen Starthang kastriert. Vorher war es eine 2SB von Nascivera. Ra Valles war übrigens eine 3SB keine DSB, 80er Jahre Doppelmayr Modell.
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: Cortina d'Ampezzo / Tofana 3. März 2022

Beitrag von Menja »

Harzwinter hat geschrieben: 06.12.2022 - 18:46
Menja hat geschrieben: 06.12.2022 - 17:56 Ja die Bahn fährt ab und an auch im Winter ( hier 2017)
Wenn wenig Schnee und alle gut gelaunt sind fährt die Bahn auch im Winter.
Wen muss man bei der Seilbahngesellschaft bestechen, damit die PB "Freccia nel Cielo" auch im Winter fährt?
Gruppe anmelden und erst am Besuchstag morgens wieder abmelden, wenn das Seilbahnpersonal schon eingeteilt ist? :D

Ich vermute so ähnlich läuft es! :D
Sie machen es ganz nett mit Espresso aus Thermoskannen und kleine Dolce verpackt. Gratis wohlgemerkt.
Wichtig ist dass nicht zuviel Schnee liegt.
Die Bahn fährt dann nach Bedarf und Lust und Laune.
Vielleicht als Trost….ich komme seit über 50 Jahren in die Dolomiten und eben auch seit Jahren nach Cortina ( wo die Kinder noch schulpflichtig waren immer an Fasching) und habe im Winter die Bahn nur einmal fahren können. ;D
Menja
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Re: Cortina d'Ampezzo / Tofana 3. März 2022

Beitrag von Menja »

Da hatte es echt nicht viel Schnee….
Da hatte es echt nicht viel Schnee….
Menja
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