Am 11. Gings dann also per Bus, Zug und nochmals Bus los bis in einen der entlegensten Winkel des Schweizer ÖV-Netzes. Erst wollte ich schon früh los und auf dem Weg noch irgendwo skifahren. Passend wären da Klosters, Scuol oder Grüsch-Danusa gewesen (letzteres hätte ich noch nicht gekannt). Nauders fiel raus weil ich extrem früh hätte los müssen um dann doch nur den Nachmittag zu haben. Aber ich hatte sehr schlecht geschlafen und fühlte mich etwas krank und bin dann deshalb erst nach 9 Uhr los, so dass ich gegen 3 Uhr im Hotel war. Viel zu spät bemerkte ich erst, dass ich ja auch einen kleinen Umweg hätte machen können und via das Münstertal nach Nauders hätte fahren können. Auch diese Linien sind im GA inklusive. Dann wäre sogar ein Zweitbesuch in Minschuns möglich gewesen. Die haben aber, wie viele andere auch, wegen Schneemangel geschlossen.
Auf dem Weg hatte ich keine Probleme und ich war nur etwas unsicher mit dem Umstieg in Martina dass auch da alles klappt. Erstaunlicherweise konnte in dem italienischen Bus eine Passagierin kein Ticket kaufen. Automaten gibt es aber auch nicht. Mitfahren durfte sie trotzdem. Wie sich das wohl rechnet. Den Rest des Tages genoss ich die Vorzüge des Hotels und erkundete den Ort.
Skitag 1 Nauders/Schöneben
Wieder schlecht geschlafen und noch verschnupfter war ich mir nicht sicher wie lang ich skifahren werde. Nichtsdestotrotz wollte ich früh los um möglichst alles zu sehen und dann zu entscheiden was zu wiederholen.
Frühstück gabs aber erst ab 8:00, doch der erste Skibus fährt um 8:18. Dass ist nicht das erste mal wo ich mich frage warum man erst so spät zum Frühstück kann in einem Skigebiet.
Ich war dann doch recht schnell an der Bergkastellbahn. Es war auch sehr wenig Andrang. Schnell war klar dass der Pistenplan täuscht. Die Bahnen sind lang, die Pisten breit, die Höhenunterschiede gross... ...und die Landschaften schön. Die Sonne kam raus und es war etwas schöner als erwartet. An der Tscheyeckbahn schien am meisten Sonne und die Piste war der Hammer. Lang, breit und pulvrig. Da gab es ein paar Wiederhohlungen.
An der Gaislochbahn hingegen war es leider eisig und knollig.
Auch schön war die sehr lange Abfahrt vom Tscheyeck bis zur Bergkastell-Talstation. Ein paar Minuten durchziehen bis die Schenkel brennen. Soll ja auch Sport sein
Ich erkundete auch noch den Rest des Gebiets und wiederholte die ein oder andere Fahrt entschied mich dann aber früher als ich dachte für den Wechsel mit dem Skibus nach Italien rüber.
Die Sonne riss noch mehr auf und der Blick auf die riesigen Pistenautobahnen motivierten mich trotz Erschöpfung enorm. WOW Gewaltig, da reicht "Autobahn" nicht aus, auch nicht "Amerikanischer-Highway" oder "Flugfeld". Hier wird mir nochmals klarer dass der Pistenplan mit den paar Linien dem nicht gerecht wird. Auch wunderbar griffig war es (und wird es noch sein). Perfekt zum schnellen carven. Und die Landschaften gefielen mir hier noch mehr. Besonders das Rojental... ...und die Tiefblicke.
So erst mal bis hier. Ich bin im Zug und muss gleich in Bern umsteigen und dann bin ich nicht mehr allein. Den Rest schreib ich später. Wollte das jetzt aber doch schon mal hochladen.
...und weiters gehts
Langsam war ich hungrig, doch gerade zur Mittagszeit wollte ich nicht ins Restaurant gehen. Daher entschied ich mich noch bis zur Haideralm zu schaukeln und wieder zurück. Der Plan war in die kleine Hütte hinten im Rojental einzukehren. Also erst mal los die Höllentalabfahrt runter. Genial. Solche Abfahrten durch Wälder mag ich sehr. Besonders wenn es sich abwechslungsreich mal steiler mal flacher durchschlängelt. Erinnerte mich etwas an die Sportabfahrt in Zell. Daher entschloss ich mich sie auch noch mal zu wiederholen und dann erst die "Talabfahrt" Richtung St. Valentin anzutreten.
Mein Akku hatte dann etwas kalt, daher keine Fotos von der Haideralm. Die Abfahrt gefiel mir sehr. Wiederum eine sich lange schlängelnde Fahrt durch schöne Wälder. Der Schnee war auch da sehr gut. Allerdings gibts dann dort leider auch nicht mehr zu sehen. Also gleich wieder zurück ins Rojental zur Rojenhütte. Die Hütte hatte ich schon bei der ersten durchfahrt ausgekundschaftet. Die Lage der Hütte an einer schwarzen Abfahrt zuhinters im Skigebiet versprach Ruhe (auch wenn die Sonne dort wohl erst im März hinscheint), die angeschriebenen Mittagsmenüs regionale und preiswerte Küche und das Bauchgefühl ist selten falsch. Jackpot. Obschon es gut gefüllt war (der Anzahl Skis nach dachte ich es müsste fast leer sein) wurde ich rasch und freundlich bedient und die Lasagne war innert Minuten da (vor dem Getränk
Danach ging es zurück Richtung Nauders. Vorher lag aber noch einmal das geniale Höllental drin. Auch die Talbfahrt in Schöneben gefiel mir ganz gut. Auch die führt lange durch den Wald. Mit dem schnellen praktischen Skibus gings dann zurück. Den Fahrplan muss man sich aber immer wieder anschauen, der Bus fährt sehr unregelmässig.
Zurück in der Bergkastellbahn war ich dann so erschöpft dass ich schon fast abbrechen wollte, doch die Sonne schaute noch einmal hervor und so motivierte es mich noch einmal die lange Talfahrt vom Tscheyeck bis zuunterst zu fahren. Für ein Bild hatte dann der Akku noch gereicht...
Leider gibt es Skiline in Nauders nicht, so war der lange Skitag nicht aufgezeichnet. Es waren aber nach meinem Durchzählen ca. 30 Liftfahrten.