Auf meiner Anreise ins Engadin stoppte ich heute in Davos und absolvierte hier die für mich immer mal wieder „obligatorische“ Tour durch die 4 Skigebiete von Klosters und Davos von Madrisa über Parsenn und Jakobshorn bis zum Rinerhorn. Aus den Vorjahren gibt es hierzu ja bereits eigene Marschtabellen, die auch heute wieder eingehalten worden sind.
Ein solcher Skitag ist natürlich wahnsinnig abwechslungsreich, aber man hat doch auch immer die Zeit im Nacken sitzen. Sowas müsste jetzt für mich nicht immer sein, aber ab und an taugt mir das wirklich.
Zu den Bedingungen in den einzelnen Teilskigebieten schreibe ich jeweils an der entsprechenden Stelle im Bericht mehr.
Allgemein gibt es noch zu berichten, dass das Wetter heute sehr gut war und es dauerhaften Sonnenschein gab. Erst am Nachmittag gab es immer mal wieder ganz harmlose Schleierwolken. Die Temperaturen waren am Morgen im zweistelligen Minusbereich, steigerten sich dann aber auf leichte Minusgrade.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:
Madrisa:
Pünktlich um 08:15 Uhr öffnete die Madrisabahn ihre Tore. Im Skigebiet ist nun mit Ausnahme des Madrisalifts, wo es aber zumindest im unteren Teil grundpräpariert ist, alles geöffnet.
Die Pisten waren ganz passabel präpariert. Die Pisten waren griffig, aber dennoch recht hart. An den phänomenalen Pistenzustand von vor zwei Wochen kamen sie heute nicht ansatzweise ran. Die für mich neu geöffnete Glatteggen-Piste war ziemlich ruppig und machte keinen Spaß.
Die Standard sowie die schwarze Hintenrum-Abfahrt waren gut. Auf dem unbeschneiten Teil der Talabfahrt gab es einiges an Gemüse. Unten im beschneiten Abschnitt war der Zustand gut.
Los war in diesem Teilskigebiet nichts.

Blick aus dem Schaffürggli-Sessel

Trassenzoom. Die 6KSB lief heute etwas langsamer, als vor 2 Wochen

Die Standard-Abfahrt war sehr gut, auch wenn sie insbesondere im Bereich von Geleändenübergängen nicht ganz sauber präpariert war

Die Glatteggen war, vor allem unten heraus, sehr unruhig und ruppig. Hier machte es kein Spaß und es gab daher auch keine Wiederholung dort.

Blick auf Madrisa

Die Bärnet war wiederrum sehr gut, ist aber teilweise doch sehr flach

Blick auf die Rückseite des Madrisa-Skigebiets. Es ist so schade, dass es hier keine vernünftige Beschäftigungsanlage (und Beschneiung) gibt

Ein letzter Blick auf die „Vorderseite“ des Skigebiets

Die schwarze Abfahrt hinten herum machte viel Spaß und war in einem tadellosen Zustand und auch steinfrei

Weiterer Verlauf dieser tollen Abfahrt

Die Talabfahrt war im oberen, unbeschneiten Teil noch unruhig und an vielen Stellen kam Dreck durch.

Die rasche Fahrt durch das sehr kalte und schattige Tal am Morgen war doch ziemlich zapfig

Im beschneiten Teil war die Talabfahrt aber ebenfalls tadellos.
Um 09:55 Uhr erreichte ich stressfrei den Ortsbus nach Klosters Platz.
Parsenn:
Parsenn sollte heute mit Abstand das schlechteste Teilskigebiet werden. Die Pisten waren in ihrer Konsistenz alle irgendwie etwas komisch. Es ist schwierig zu beschreiben. Es war irgendwie hart und weich gleichzeitig. Dazu war auf Parsenn auch recht viel los. I.d.R. musste ich immer ein paar Fahrbetriebsmittel abwarten.
Auch wenn mittlerweile schon mehr Pisten geöffnet sind, verteilen sich so die Menschenmassen nach wie vor nicht optimal.
Neu für mich geöffnet war heute der Gipfel Ost (in präpariertem Zustand).
Bei meiner Ankunft in Klosters Platz fuhr die Gotschnabahn noch durchgehend, sodass der Einstieg in dieses Teilskigebiet rasch von statten ging.

Gut und leer war die Mäder Direkt (44)

Die Mäder rechts (43) war nicht so gut wie die 44. Der Ausblick in Richtung Davosersee ist aber dennoch immer schön

Gruobenalp.

Am Furka-Zipper wuselte es leider ziemlich. Daher war die Piste, die an sich vom Zustand her ok war, nicht sorglos zu befahren

Blick auf die Parsennhütte

Die Rapid-Abfahrt war sehr gut und überraschend auch nicht all zu voll.
Wie man sieht war der Skischulrun grundpräpariert

Hauptertäli

Meierhoftäli

Und Meierhoftäli im Rückblick. Die Piste war in einem guten Zustand

Leider war die Totalp-Piste heute nicht mehr so menschenleer, wie vor 2 Wochen

Seetäli war recht unrund zu fahren

Die Kreuzweg-Piste war schön, aber zu kurz

Langsam wird die Piste in Richtung Obersäss runder. Auch unterhalb der Mittelstation war die Piste bis Schifer heute deutlich besser, als vor zwei Wochen.

Gipfel Ost war heute auch präpariert offen. Leider war die Piste noch sehr schlagig

Flache Wasserscheide-Abfahrt

Die Talabfahrt nach Davos Dorf fand ich heute überhaupt nicht schön zu fahren.
Um 12:40 Uhr erwischte ich dann mit nur knappen Puffer den Ortsbus nach Davos Platz
Jakobshorn:
Leider fuhren die Jakobshornbahnen wohl nur im 15min-Takt, sodass ich erst um 13:00 Uhr weiter kam. Am Jakobshorn war es dann wieder deutlich ruhiger und der Pistenzustand war auch wieder etwas besser. Selbst die Calvadeler-Hauptabfahrt war heute recht gut beisammen. Dies ist ja sonst nur sehr selten den Fall. Herausragend war heute mal wieder Usser Isch und auch die Gipfelabfahrt und Bräma waren nicht schlecht.
In Summe also wieder eine deutliche Steigerung im Vergleich zu Parsenn.

Die Bräma-Abfahrt machte gleich schon wieder viel mehr Spaß, als viele Pisten auf Parsenn. Der Blick auf Davos ist auch immer wieder schön, auch wenn Davos selbst m.E. keinen Schönheitspreis gewinnt

Weiter unten auf der Bräma-Abfahrt. Ab hier war die Piste teilweise dann von der härteren Sorte.

Zur Gipfelabfahrt gelangt man über diesen coolen Grat. Die Gipfelabfahrt war sehr gut.

Usser Isch war mal wieder Weltklasse! Einfach ein cooler Hang.
Ich ärgerte mich später doch etwas, dass ich mich nicht traute, noch eine Runde am Usser Isch einzulegen, da ich um meinen Zug zum Rinerhorn fürchtete. Letztendlich war ich aber dann 8min „zu früh“ am Gleis. Bei einer Umlaufzeit von 6min am Usser Isch wäre sich also noch eine Fahrt ausgegangen.

Seitenblick zum Jatz Quattro

Sogar die direkte Abfahrt am Calvadeler-Bubble war heute recht gut zu fahren

Ausblick von der Calvadeler-Bergstation

Bis zu diesem Fotostandort war die Abfahrt am Jatz Quattro sehr gut. Anschließend wurde die Piste aber doch recht hart.

Die schwarze 7 am Usser Isch

Blick auf Davos, wo ich nun ja, wie schon geschrieben, „zu früh“ am Bahnsteig für den 14:31-Uhr-Zug nach Glaris eintraf.
Rinerhorn:
Die letzte Station für heute war das Rinerhorn. Die Pisten am Juonli waren auch heute mal wieder mehr als perfekt. Es machte riesig Spaß, diese Piste auf der gesamten Breite carven zu können. Juonli ist wohl einfach der Paradehang Graubündens. Schön wäre halt, wenn es dort eine 4KSB (o.ä.) gäbe
Am Rinerhorn waren nun auch neu Hubel und Nüllisch geöffnet. Die Pisten am Hubel waren beide noch Müll, sehr unruhig, große Löcher und auch einiges an Steinen und Dreck. Die Abfahrt am Nüllisch-SL war wider Erwarten sogar recht gut.
Die Talabfahrt war ebenfalls in einem sehr guten Zustand, sodass ich die die Betriebszeit bis 16:28 Uhr voll ausnutzte.
Das Rinerhorn war auch heute im direkten Vergleich der Davoser Skigebiete das Top-Skigebiet. Ein tolles Juwel!

Natürlich ging es zuerst an den genialen Juonli-Hang, der heute perfekt war – super griffig und leer! So muss Skifahren sein!

Blick zum Hubel. Die Nebelschwaden im Hintergrund haben sich mittlerweile bis Höhe Klosters vorgearbeitet

Die rote Abfahrt am Hubel war sch****

Und auch die blaue Hubel-Abfahrt war nicht wirklich arg viel besser. Hubel hätte ich mir absolut schenken können

Über dem Landwassertal zog auch sehr eindrucksvoll Nebel auf

Die von oben gesehen linke Variante am Juonli kann der Hauptpiste halt doch nicht das Wasser reichen, auch wenn sie bei Leibe nicht schlecht war.

Nüllisch war wider Erwarten recht gut. Nur ganz unten sieht die direkte Zufahrt zur Talstation noch schlimm aus. Ich habe daher den Umweg über Jatzmeder gewählt

Nachdem nun oben im Gebiet alles dicht war, tobte ich mich noch bis zum Betriebsschluss auf der genialen Talabfahrt aus. Ich hoffe, ich schaffe es auch mal zum Nachtski her.
Um ca. 16:45 Uhr machte ich dann für heute in Glaris Feierabend.
Fazit:
Die Tour durch die 4 Davoser Skigebiete ist mit der Zeit im Nacken doch auch immer ein cooles Erlebnis. Dennoch hoffe ich, dass bald mal noch mehr Varianten aufgehen, sodass man auch mit der Kombination von weniger Teilskigebieten ähnlich viel Abwechslung wie heute erfahren kann.
Heute waren auf Madrisa und am Jakobs- und Rinerhorn die Verhältnisse doch sehr gut. Nur Parsenn viel etwas hinten ab. Daher lautet das Ranking der einzelnen Skigebiete für heute
1. Rinerhorn
2. Jakobshorn
3. Madrisa (nur ganz knapp vom Jakobshorn geschlagen)
4. Parsenn (abgeschlagen)