Anfahrt: Ettlingen - A5 - Freiburg - B31 - Titisee - Feldberg Parkhaus in 1:45 h
Wetter: Abgesehen von 2x 20 min Wolkenfeldern meist sonnig, -4°C bis +7°C
Schnee: 10-30 cm teils feuchter Naturschnee plus kompakte Maschinenschneeauflage
Anlagen in Betrieb: Alle außer Feldberg: SCHL Silberwiese & Hebelwiese, Muggenbrunn: SCHL Köpfle
Wartezeit: 0-max 5 FBM ... es war durchgängig LEER
Gefallen: Netto 8 Stunden Skifahren im Hochwarzwald in 3 Skigebieten
Nicht gefallen: Geschlossene Anlagen, besonders Köpflelift in Muggenbrunn
Bewertung: min. 6 von 6 Punkten
Da ich in der laufenden Saison dank schneeloser Weihnachtsferien noch keinen einzigen Skitag im Südschwarzwald hatte und befürchtete, dass die endlich ausreichende Schneemenge nach den Faschingsferien wieder abgetaut sein würde, gab ich dem Mittelgebirge den Vorzug als Wochenend-Skiziel vor dem Allgäu. Das Wetter sollte bis auf den morgendlichen Durchzug letzter Wolkenfelder schön werden. Die Familie hatte andere Prioritäten, also entschied ich mich für die Powerkombination Feldberg - Muggenbrunn - Todtnauberg. Da Wetter und Schnee im Hochschwarzwald in der letzten Zeit selten so gut waren, ging ich (und Radio SWR3 auch) von großem Andrang aus. Folglich begann der Skitag um 8:00 Uhr im Parkhaus Seebuck am Feldberg. Meine Hoffnung auf Inbetriebnahme der KSB Seebuck schon um 8:15 Uhr wurde erfüllt. Entsprechend befuhren wir mit gerade mal 10 Skifahrern die schön präparierte Seebuckabfahrt in der Morgensonne mit Alpenblick. So hab' ich's mir gewünscht.
Gegen 9:30 Uhr hatte ich wie gewohnt deutlichen Andrang an der Seebuckbahn erwartet. Merkwürdigerweise blieb es aber weiterhin recht leer. Um die Vormittagsrunde durch geöffnete Anlagen und Pisten im Skigebiet Feldberg zu schaffen, bewegte ich mich trotzdem über die Zeigerabfahrt samt Wiederholung zu den Zellerliften. Auch hier stauen sich an Schönwettertagen gern die Skigäste. Nicht bei meinem Besuch. Entweder konnte ich direkt zum Bügel durchgehen oder vor mir wurden 3-5 Bügel befüllt. Die Abfahrt Zeller I war schneearm, unpräpariert und schlecht zu fahren, Zeller II war etwas besser. Spätestens am Grafenmattlift erwartete ich Stau ... den Lift fahre ich sonst wegen der üblen Warteschlange schon gar nicht mehr. Aber auch ihn fand ich fast leer vor und machte noch eine Wiederholungsfahrt. Dann ging es weiter über die gut beschneite und präparierte Wiesenquellen-/ex-Rothausabfahrt in Richtung Fahl. Ich hatte mich auf die Fahrt mit dem steilen DoppelSCHL Silberwiese gefreut. Der blieb unverständlicherweise außer Betrieb, obwohl die Trasse genug Schnee hatte. Schade.
Selbst in Fahl war die KSB Ahornbühl/Rothaus/Herzogenhorn recht leer, d.h. Wartezeit max. 3-5 Sessel. Später sah ich beim Vorbeifahren, dass auch der Parkplatz in Fahl nur halbvoll war. Die FIS-Abfahrt der KSB war gut zu fahren, jahreszeitbedingt aber weitgehend im Schatten. Erstmalig seit Jahren habe ich die DSB Weltcup wieder in Betrieb erlebt, was natürlich genutzt wurde. Die Abfahrten Fahler Loch und Klusenwald blieben schneemangelbedingt gesperrt, also tobte ich mich auf der FIS aus. Nach 5 min Mittagseinkehr am Kiosk Fahl um 11:30 Uhr ging es auf den Rückweg zum Seebuckparkhaus. Sowohl die dafür benutzte KSB Zeiger als auch die dorthin passierten Grafenmatt- und Zellerlifte blieben weiterhin leer. Wo waren die angekündigten Skigäste? Um 12 Uhr war ich wieder im Parkhaus - knapp zu spät, um 4 Stunden Parkzeit einzuhalten. Auf den Skipass bekommt man in der Saison 2022/23 keinen Parkrabatt mehr. So musste ich 10 (!) Euro Parkgebühr zahlen. Das ist einfach nur unverschämt, ein Schlag ins Gesicht. Auch die zahlenden Gäste vor mir schluckten bei der Preisanzeige. Für künftige Feldbergbesuche werde ich mir eine andere Parkmöglichkeit suchen, auch wenn sie mit mehr Laufen verbunden ist.
Mit 15 Minuten Transferzeit ging es vom Feldberg durch Todtnau nach Muggenbrunn. War es schon am Feldberg recht leer gewesen, so war es in Muggenbrunn bei Sonne und geöffnetem Franzosenberg- und Winkellift geradezu einsam, und ich bekam sofort einen Parkplatz im Tal. Ich habe das nicht verstanden. Der Franzosenberglift hatte wohl erst seinen zweiten Saisonbetriebstag mit dünner Nassschneedecke auf dem ostseitig ausgerichteten, von der Vormittagssonne gewärmten Hang. Aus beiden schon etwas aufgefahrenen Abfahrten kam stellenweise Dreck heraus. Am Südhang des Winkellifts war es ähnlich, nur dass der Schnee dort südhangbedingt noch schwerer war. Leider war der Stangenschlepper am Köpfle außer Betrieb ... m.W. lief er am Wochenende zuvor noch. An seiner Bergstation fand ich eine Schneehöhe von nur ca. 5 cm vor, wahrscheinlich war das der Grund.
Nach nicht ganz zwei Stunden in Muggenbrunn zog es mich nach 14 Uhr mit 5 min Transferzeit weiter nach Todtnauberg, wo die Nachmittagssonne so schön auf den Skihängen steht. Auch hier bekam ich sofort einen Parkplatz am Stübenwasenlift, und auch dieser Lift war im Gegensatz zu früheren Erfahrungen ziemlich leer, die nächste Überraschung. Auch die Abfahrten des Stübenwasenlifts waren wärmebedingt weich. Stellenweise kam Gras oder etwas Dreck durch, aber weniger als in Muggenbrunn. Als weitere Überraschung war der Schauermattkopflift in Betrieb - an den Vortagen war er m.E. noch geschlossen gemeldet. Den hatte ich bei meinen diversen Besuchen im Skigebiet Todtnauberg noch nie benutzt. Also wurde er nach einer Runde FIS-Abfahrt das nächste Ziel im Gebiet, zu erreichen über die Verbindungsziehwege. Seine Abfahrt war gar nicht mal schlecht, und nur der oberste Teil lag im Schatten. Der Scheuermattlift ist genau so steinalt wie der Kapellenlift. Über eine wenig attraktive Zwischenabfahrt an eben diesem ging es zurück zum Stübenwasenlift und von dessen Bergstation zum Hauptziel vor Ort, dem Stübenwasen-Gipfellift, jenem langen Seillift mit Zwischenstütze. An dessen Ende beginnt die Stübenwasen-Panoramaabfahrt, eine von Deutschlands schönsten Mittelgebirgsabfahrten. Wegen Fortschreitens der Jahreszeit in Richtung Frühjahr und damit verbundener längerer Tage gab es die "Goldene Stunde" zum Ende der Liftbetriebszeit in Todtnauberg nicht mehr - die gibt es nur Ende Dezember / Anfang Januar. Schön fahren ließ sich die Panoramaabfahrt abgesehen von etwas Schneemangel trotzdem. Nach einer weiteren Runde Gipfellift / Panoramaabfahrt fuhr ich bis Liftbetriebsende um 16:45 Uhr nur noch die FIS-Abfahrt am Stübenwasen.
So endete ein toller, sonniger Skitag im Hochschwarzwald mit unverhofft geringem Andrang und netto 8 Stunden Skifahren in drei Skigebieten. So viel und lange bin ich wohl noch bei keinem Besuch dort Ski gefahren.
51 Fotos vom Feldberg:
Seebuck und furchtbar hässliches Hotel Feldberger Hof.
Morgens um 8:15 Uhr in der KSB Seebuck. Es ist noch niemand auf der Piste.
Morgenimpression auf der leeren Seebuckabfahrt.
Zoom auf Gross Spannort und Chli Spannort in der Zentralschweiz.
Zoom übers Herzogenhorn in die Berner Alpen auf Lauterbrunnen Breithorn, Bietschhorn, Tschingelhorn, Gspaltenhorn, Blümlisalp und Doldenhorn.
Zoom zum Montblanc, 243 km. Es hat etwas gedauert, ihn in der nicht trockenen Luft auszumachen.
Erste Spuren auf der Seebuckabfahrt.
Blick über die Skihänge von Grafenmatt zum Herzogenhorn und den Berner Alpen.
Rillen am Seebuck nach oben ...
... und nach unten.
KSB Seebuck gegen den Hotzenwald.
Blick nach Norden auf den Südhang des Kandel. Und wenn's auch tausendmal nach Skihängen und Liftschneise aussieht: Da waren nie welche.
Blick nach Norden nach Breitnau. War dieser Südhang am Rossberg mal ein Skihang?
KSB Seebuck mit Finsteraarhorn, Fiescherhorn und Jungfrau in den Berner Alpen.
Feldberggipfel.
Zoom auf Eiger, Mönch und Jungfrau.
Zoom auf Oldenhorn und Les Diablerets in den Berner bzw. Waadtländer Alpen.
Resilift am Seebuck.
Zeigerabfahrt bei zwischenzeitlicher Bewölkung.
Skibrücke am Zeiger ganz leer.
Skibrücke und Zeigerbahn herangezoomt.
Abfahrt SCHL Zeller I, wenig Schnee und unpräpariert.
SCHL Zeller I.
Abfahrt SCHL Zeller II, besser zu fahren als Zeller I.
SCHL Zeller I.
Grafenmattabfahrt.
Das übliche Skischulgewusel auf der Feldbergpasshöhe / Grafenmatt.
Abfahrt am Grafenmattlift.
SCHL Grafenmatt und Emmendinger Hütte.
Gesperrte Abfahrt 9 am Grafenmattlift mit genug Schnee und problemlos zu fahren.
Obere Wiesenquellenabfahrt (oder wie auch immer die inzwischen benannt wurde).
SCHL Silberwiese außer Betrieb.
Untere Wiesenquellenabfahrt.
Wenig Andrang auch in Fahl an der KSB Ahornbühl / Rothaus / Herzogenhorn, real 3-5 Sessel Anstehen.
KSB Ahornbühl / Rothaus / Herzogenhorn.
Schussstrecke vom Ausstieg der KSB zur FIS-Abfahrt.
FIS-Abfahrt in Fahl ... und DSB Weltcup endlich mal in Betrieb!
Dito im Panoramamodus. Der Sessel war in Wirklichkeit heile.
Zoom übers Rheintal zum Großen Belchen in den Vogesen.
Letztes Steilstück der FIS-Abfahrt in Fahl.
In der DSB Weltcup in Fahl.
Talstationsbereich KSB Ahornbühl/Rothaus/Herzogenhorn oder wie auch immer wir sie nennen mögen. Gegenüber die ehemalige Bundeswehrkaserne Fahl.
Bergstation KSB Ahornbühl/Rothaus/Herzogenhorn mit guter Schneelage.
Schwarze FIS-Abfahrt in Fahl gegen den Feldberggipfel.
Diesen schönen Pistenplan vom Skigebiet Feldberg samt Umgebung und Feldsee kannte ich noch gar nicht. Steht an der KSB-Talstation in Fahl.
Mein 5-Sterne-Restaurant in Fahl.
In der KSB; links die leider gesperrte, rote Abfahrt Klusenwald. Angesichts des schönen Zustands der FIS-Abfahrt habe ich sie aber nicht vermisst.
SCHL Silberwiese geschlossen.
Wieder zurück in Richtung Seebuckparkhaus, hier auf der Grafenmattabfahrt.
In der KSB Zeiger.
Und die letzte Abfahrt im Feldberggebiet zum Parkhaus.
19 Fotos aus Muggenbrunn:
Pistenplan Muggenbrunn. SCHL Köpfle war leider geschlossen; SCHL Wasen ist nicht angebunden.
Talstation SCHL Franzosenberg mit Abfahrten links und rechts. Kaum jemand da.
Im SCHL Franzosenberg.
Stütze SCHL Franzosenberg gegen den Hasenhorn-Hang in Todtnau.
Abfahrt Franzosenberg auf der einen ...
... und auf der anderen Seite, beide mit aufgefahrenem Feuchtschnee und etwas Dreckversatz.
Vom Franzosenberg schaut man aufs Herzogenhorn und ein Stück historische Rennabfahrt am Silberberg.
Im SCHL Winkel.
Zoom in die Berner Alpen auf Großhorn, Breithorn, Bietschhorn und Gspaltenhorn. Unten irgendein Weiler im Raum Schönau im Wiesental.
Panoramafoto Skihang Winkel. Leer wie alles Andere auch an diesem Tag. Ganz rechts der ...
... Belchengipfel mit dem Skihang Wiedener Eck davor.
Zoom vom Skihang Winkel zum Skihang Hornlift Fröhnd. Hinter dem Jura (teils schwach zu erkennen) Grand Combin, Wildhorn, Oldenhorn/Diablerets und am rechten Bildrand der Montblanc. Ich wusste bislang nicht, dass man ihn auch von hier sieht.
Abfahrt SCHL Winkel. Wo sind die Skischulkinder, die sonst den Hang bevölkern?
Im Imbiss rechts waren sie auch nicht.
Noch ein Zoom in die Schweizer Alpen auf Blümlisalp, Doldenhorn und Balmhorn.
Abstecher durch den Wald zur Bergstation des SCHL Köpfle.
Von dort hat man guten Blick auf die FIS-Abfahrt am Stübenwasen in Todtnauberg, mein nächstes Ziel.
Bergstation des geschlossenen SCHL Köpfle. Hier lagen max. 5 cm Schnee, durch die man durchbrach.
Letzte Panoramaaufnahme am Franzosenberg.
25 Fotos aus Todtnauberg:
Talstation/Einstieg SCHL Stübenwasen ziemlich leer.
Im SCHL Stübenwasen.
Zoom übers Rheintal zum Elsässer Skigebiet Gaschney und zum Hohneck in den Vogesen.
FIS-Abfahrt Stübenwasen.
SCHL Stübenwasen mit Todtnauberg.
Familienabfahrt Stübenwasen mit Schweizer Alpen.
Familienabfahrt Stübenwasen.
Ziehwegverbindung zum ...
... Skihang Scheuermattkopf.
SCHL Scheuermattkopf.
Im SCHL Scheuermattkopf.
Pano vom Skihang Scheuermattkopf.
Zoom zum Bucklift in Todtnauberg.
Im SCHL Kapellenlift.
Die Namensgeberin des Kapellenlifts.
Abfahrt Kapellenlift.
Zoom zum Belchengipfel, ganz links die EUB.
Wieder im SCHL Stübenwasen.
Stübenwasen Panoramalift, ein langer Seillift mit Zwischenstütze, an der man kurz aussteigen muss und zusehen muss, dass man vom eigenen Schlepphaken nicht überholt wird.
Blick vom Ausstieg Stübenwasen Panoramalift zum Schauinsland. In dem schattigen Kar befindet sich der SCHL Rotlache samt Abfahrt.
Noch ein Zoom zum Großen Belchen in den Vogesen.
Rückblick auf die Trasse des Stübenwasen Panoramalifts.
Stübenwasen Panoramaabfahrt gegen den Belchen. Einfach nur schön.
Stübenwasen FIS-Abfahrt.
Letztes Abfahrtsstück zur Talstation des Stübenwasenlifts.
[Edit 12. Februar 2023: Bildbeschreibungen hinzugefügt.]
[Edit 13. Februar 2023: Bildbeschreibungen detailliert; Fotonachbearbeitung, wo sinnvoll.]