Für ein kurzes Skiwochenende wählte ich Samnaun als ersten Einstiegspunkt.
Ich war bereits am Parkplatz überrascht, dass ich nicht zuvorderst parken konnte. Es war doch schon in der Früh einiges los, was aber hauptsächlich an einem Wettbewerb auf der Samnauner Seite lag.
Im übrigen Gebiet war es – für Ischgler Verhältnisse – sehr leer, für normale Ansprüche hingegen doch recht voll. Da war es über die Osterfeiertage in den „richtigen“ Bündner Skigebieten leerer. Anstehen musste man natürlich nie, denn das muss man in Ischgl auch an Großkampftagen selten. Den Sessel musste ich mir aber öfters teilen.
Im Skigebiet oben sind über Nacht leider ca. 5-10cm oftmals nasser und pappiger Neuschnee gefallen. Dort wo Samnaun in der Früh frisch präparierte, war das ok. Auf den nicht frisch präparierten Pisten wurde der Neuschnee sehr schnell unangenehm knollig.
Im Tagesverlauf wurden die meisten Pisten aufgefahren und verbuckelt und der Neuschnee schwer und unangenehm sulzig. Schade, denn eigentlich bin ich sehr wohl ein Freund von Sulz.
Das Wetter war am Morgen noch recht trüb. Ab Mittag riss es dann aber mehr und mehr auf und der Tag wurde wettermäßig sehr freundlich.
Insgesamt ist es nach wie vor stark, was für ein großes Angebot Ischgl bis zum Saisonende aufrecht erhält. Das Skigebiet ist aber trotz dessen, dass es grundsätzlich abwechslungsreich ist, halt doch sehr eng und alles andere als weitläufig. Hier täuscht die Liftdichte ein größeres Skigebiet vor, als tatsächlich existiert. Dennoch ist Ischgl natürlich nicht per se schlecht, aber halt dennoch mit Vorsicht zu genießen.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:

Am Morgen war dieses Mal immerhin die Sattelbahn parat. Da sie es in Samnaun aber unverständlicherweise nicht fertig bekommen, einen synchronisierten Betriebsbeginn zu arrangieren gab es daher an der Sattelbahn 5 „Straffahrten“. Leute, das muss besser gehen!

In der Früh war es leider noch sehr trüb


Langsam wurde es aber immer heller

Grivalea war langweilig wie immer, „muss“ aber der Vollständigkeit halber gefahren werden

Liftgewusel an der Alp Trida. Viele Lifte, viele Pisten aber wenig Fläche halt

Verbindung Viderjoch I und II

Blick aus dem Viderjoch II-Sessel

Dito

Auch eine flache Abfahrt an der Flimsattelbahn wurde eingelegt

Blick aus der Greitspitzbahn, wo teilweise noch dichtere Wolken hängen blieben

Salaas

Die Abfahrten an der Langen Wandbahn waren am Vormittag furchtbar knollig. Am Nachmittag wurde es dann durch die Aufweichung besser

Dito

An der Zeblasbahn war nur eine schwarze Abfahrt ausgesteckt. Diese war besser, als die an der Langen Wand, aber dennoch bestand auch hier Steigerungspotential.

Blick aus der Palinkopfbahn

Die Abfahrt in Richtung Nachtweidebahn war schon schön sulzig

Idalp

Beginn der Talabfahrt in Richtung Ischgl. In den oberen Bereichen waren die Talabfahrten noch sehr gut, sie wurden aber bereits oberhalb der Mittelstationen schwer sulzig

Talabfahrt, hier noch im guten Bereich

Der Prennerhang war, trotz sehr geringer Frequentierung, bereits sehr tief

Auch die Abfahrt zur Pardoramabahn war im oberen Bereich noch sehr gut und weiter unten dann schon sehr tief

Die Gratabfahrt am Pardatschgrat war wie so oft sehr gut

Dito

Steilhang zur Vellileckbahn

Blick ins Velliltal

Die Trassenführung der dortigen 6KSB so direkt über den Grat ist auch ungewöhnlich

Ausblick aus der Vellil-Sesselbahn

Blick zum Pardatschgrat

Bergstationsbereich Pardatschgrat

Landschaftlich schöne Abfahrt durchs Velliltal

Blick zur Idalpe

Höllboden

Die Abfahrt zur Thaya war auch schon recht sulzig, aber noch gut zu fahren

Rückblick von der gleichen Stelle

Blick aus der Höllspitzbahn, kurz vor deren Bergstation

Und der Blick vis a vis

Die dortige „Außenrum“-Abfahrt war noch recht gut

Start der Verbindungspiste zur Gampenbahn. Ich fuhr zunächst aber noch einmal zuerst in Richtung Thaya

Blick von der Thaya-Bergstation in Richtung Idalp

Auch Bodenalpe wurde mitgenommen. Der Schnee war hier natürlich schon sehr schwer, was aber kaum störte, da die Abfahrt auch am Nachmittag noch kaum befahren war

Die Verbindung von der Höllspitzbahn zur Gampenbahn war, wie so oft, furchtbar

Blick aus der Gampenbahn auf die sehr schlechte Piste

Die Piste 40 war aber noch ok

Nur zuunterst war der Sulz unangenehm tief

Blick zum Restaurant Schwarzwand mit den Talstationen Zeblas und Palinkopf

Blick aus der Langen Wandbahn. Die Pisten dort waren am Nachmittag besser, als am Vormittag, da weniger knollig

Ausblick Lange Wand

Über die 80 ging es dann wieder ins Tal. Die obersten Meter waren noch gut. Unten raus war es dann aber doch eher ein Krampf. Der Weg entlang des Orts zur Talstation wird schon sehr knapp. Ich würde meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass dieser Weg bis Saisonende hält
Fazit:
Ich merke gerade wieder, dass ich in den letzten zwei Jahren in Graubünden qualitativ deutlich höherwertiger Skifahren durfte. Leider gibt es dort aber kaum mehr ein Angebot. Klar gibt es in Graubünden kaum vergleichbar große Skigebiete, aber manchmal geht ja auch Qualität vor Quantität. Klar, Ischgl ist ein tolles großes Skigebiet mit vielen verschiedenen Pisten aller Schwierigkeitsgrade, aber ein Gefühl von Weite kommt mir in diesem Skigebiet nie auf. Dafür liegt alles zu kompakt beieinander und quasi jeder Punkt des Skigebiets ist mit einer Liftfahrt erreichbar. Ich bin mir sicher, 95% der Ischgl-Gäste taugt das komplett, ich stelle mir unter einem Großskigebiet aber doch eigentlich was anderes vor. Es bestätigt sich auch heute, dass Ischgl nie mein Lieblingsskigebiet werden wird. Es hat zwar viele Stärken, aber halt auch viele Schwächen.
Der heutige Tag war jetzt nicht schlecht. Schade, dass es nun wieder Neuschnee gab, den nun wirklich niemand mehr braucht. Dadurch haben die Pisten doch sehr gelitten. Auch wenn es heute nicht wirklich voll war, war ich überrascht, wie viel dennoch los war. Ich bin gespannt, wie dies kommendes Wochenende aussieht. Heute war das Publikum sehr gesittet unterwegs und keinesfalls Ischgl-typisch.
Ein klassischer Durchschnittstag heute.