Nachdem ich mir am Samstag keineswegs sicher war, den Sonntag noch einmal in Ischgl zu verbringen siegte am Sonntagmorgen doch die Faulheit und ich blieb vor Ort, zumal die Schneeverhältnisse im Vergleich zu vorgestern nur besser werden konnten.
So wurde es dann auch, auch wenn sich in der Früh auf der schweizer Seite zähe Wolken gehalten haben. Auf der österreichischen Seite war es dahingegen aber schön sonnig. Erst gegen späteren Nachmittag zogen dann von Süden weitere Wolken auf.
Die Präparation war angesichts der Wetterkapriolen von gestern natürlich sehr schlecht. Es gab zahlreiche Löcher und Absätze. Dazu waren die Pisten noch sehr hart. Im Tagesverlauf führte die starke Sonneneinstrahlung und die hohe Temparatur zu herrlich weichen Pisten, sodass die schlechte Präparation auch wieder egal war. Auf der Samnauner Seite wurde es am Nachmittag stellenweise bremsig. Haufenbildung gab es nur selten auf den neuralgischen Abschnitten. Sie war aber weitaus weniger fatal, wie gestern.
Auch der Andrang war besser, als gestern. In der Früh war schon noch gut was los, aber je näher das Konzert rückte, desto leerer wurde es im Skigebiet. Zum Konzert waren auch sehr viele Fußgänger, vor allem in den 50ern, unterwegs. Während des Konzerts war es dann auf den Pisten sehr leer, wenn auch nicht völlig einsam.
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Am Morgen war angesichts der eigentlichen Wettervorhersage die Ernüchterung groß, als ich mich durch die Wolken auf der Samnauner Seite stochern musste. An der Alp Trida war die Sattelbahn parat. Viderjoch I und Flimsattel öffneten gegen 08:45 Uhr

Der Versuch, den Wolken durch Höhe zu entkommen gelang auf der Greitspitze

Schwarze Außenrumabfahrt an der Langen Wand. Hier ging es trotz schlechter Präparation und sehr harter Verhältnisse recht gut

Blick zum Palinkopf. Bei der Palinkopfsesselbahn war am Morgen, obwohl sie fuhr, der Zustieg abgesperrt. Glücklicherweise erreicht man mit der Zebalsbahn auch alle Pisten und Verbindungen.

Blick aus der Zeblasbahn

Hin und wieder lappten auch ein paar Nebelfelder aus der Schweiz in den Palinkopfsektor rüber

Abfahrt im Bereich der Höllspitz-Sesselbahn-Bergstation

Blick von der Höllspitz-Abfahrt zur Thaya

Blick aus dem Höllspitz-Sessel kurz vor dessen Bergstation

Die Abfahrt in Richtung Gampen war sehr ruppig

Blick aus der Gampenbahn

Blick zum Piz Val Gronda. Auch wenn die dortige Piste nur als Route geöffnet war, war sie präpariert

Lange Gampenbahn. Schade, dass alle Lifte in Ischgl immer recht langsam laufen und man so viel Zeit verliert

Die Abfahrt am Piz Val Gronda war im Gegensatz zu vielen an deren Pisten gut präpariert und schon leicht firnig. Das machte so Spaß, sodass es hier tatsächlich untypischerweise eine Wiederholungsfahrt gab

Weiter unten auf der PVG-Abfahrt

Abfahrt zur Gampenbahn, wo es ganz unten auch schon ein paar unkritische braune Stellen gab

Die schwarze Abfahrt am Palinkopf fand ich wiederrum nicht so ansprechend

Und auch die schwarze Abfahrt an der Langen Wand war, so wie eigentlich immer, schlecht, da hart-eisig und extrem schlecht präpariert

Blick zum Höllboden

Blick von der Sassgalun-Bergstation in Richtun Idalpe

Die Abfahrt zur Thayabahn war um Welten besser, als vorgestern

Auch die Abfahrt am Höllspitz machte Spaß

Weiter unten auf der Abfahrt

Von der Höllspitzbahn ging es dann auch wieder in Richtung Schwarzwand

Auf der steilen 13 von der Greitspitze in Richtung Idalp

Blick auf die Idalpe. Noch ist das Konzertgelände nur mäßig besucht

Nette rote Abfahrt zur Nachtweidebahn

Blick zur Idalpe

Die 5 zur Pardoramabahn war wieder herrlich

Und auch weiter unten blieb die 5 gestern sehr gut

Auch die Piste unter der Vellileckbahn in Richtung Pardoramabahn war sehr gut

Weiter unten auf eben dieser Abfahrt

Blick aus der Vellileckbahn. Der schwarze Steilhang dorthin war nicht mehr gut. Die Velliltalabfahrt war leider wegen Lawinengefahr geschlossen. Schade, aber angesichts der Lawinensituation doch sehr verständlich

Kurz vor dem Pardatschgrat

Blick auf die Idalpe, wo das Konzert nun in vollem Gange war. Von außen betrachtet wirkte das Konzert aber sehr lahm. Es gab kaum Bewegung im Publikum, kaum jemand sang mit und auch Applaus war sehr spärlich. Von außen betrachtet – es kann in echt also ganz anders gewesen sein - schien der Eros also nicht wirklich anzukommen (was ich persönlich nachvollziehen kann, da es null meinen Musikgeschmack trifft und auch nicht zu Ischgl passt). Aber die Massen blieben trotzdem dort, was mir sehr recht war

Start der Talabfahrt 1

Auch die Talabfahrt war wieder in einem guten Zustand. Da in den Bedingungen zum Konzert stand, dass ein Wiedereintritt nicht möglich sei, wagte ich keine Fahrt bis ins Tal sondern stieg an der Mittelstation der Fimbabahn wieder zu.

Auch die blaue Abfahrt zur Nachtweidebahn wurde gefahren

Dank des Konzerts konnte man auch in Ruhe die blaue Abfahrt an der Flimjochbahn fahren, die noch in einem sehr guten Zustand war

Für die letzten 1,5-2 Betriebsstunden ging es dann noch einmal hinüber nach Samnaun. Hier an der Greitspitzbahn
Da im Bereich Flimjoch eine Lawine auf den geöffneten Ziehweg von der Viderjochbahn II zum Flimjoch abging, war der Rückweg aus Salaas nur via SL möglich (oder eben über Ischgl).
Im Bereich des Lawinenabgangs waren mehrere Trupps im Einsatz. Ich hoffe, dass es niemanden erwischt hat.

Blick auf die Alp Trida

Ausblick Bergstation Visnitzbahn

An der Visnitzbahn war es stellenweise recht bremsig

Verbindungspiste von der Visnitzbahn in Richtung Alp Bella

Blick zur Grivalea-Bergstation

Grivalea-Abfahrt

Herrlich und noch kaum befahren war die Abfahrt an der Mullerbahn, auch wenn sie leider recht kurz ist

Auch die Rückbringerpiste zur Alp Trida war noch kaum befahren und machte viel Spaß. Die Bewölkung wurde nun doch merklich dichter, wobei die Bodensicht aber stets gut blieb

Auch eine Fahrt an der Flimsattelbahn ging sich dann noch aus

Die Viderjochbahn schlossen sie überpünktlich um 16:13 Uhr. Hier sitze ich in einem der letzten Sessel, ehe garangiert wurde. Danach ging sich aber natürlich noch eine freiwillige Fahrt mit der Sattelbahn aus

Ehe es dann auf die finale Talabfahrt nach Laret ging

Die letzten Schwünge mit meiner GraubündenCard und vermutlich auch diese Saison
Fazit:
Der gestrige Tag hat sich definitiv gelohnt. Nach einem schlechten Start hat sich der Skitag kontinuierlich verbessert und sich so zu einem recht guten Tag gemausert. Das Konzert war wirklich gut, da sich so die Leute nur auf der Idalpe im Konzertgelände tummelten und im restlichen Gebiet freie Fahrt auf bis dahin guten Pisten angesagt war.
Schade, dass die GraubündenCard ihren Gültigkeitswechsel am 01.05.23 hat, sodass heute mit der alten Karte nicht mehr möglich ist.