Hier war ich ja bereits 2018 schon mal und damals extrem begeistert. Die Gründe dafür sind hier ja allseits bekannt: Die Größe, die Höhe, die unglaublich genialen Routen, die oft als extrem lange Buckelpisten ausgeprägt sind, der Blick vom Mont Blanc...hach, es gibt wirklich viele Gründe das Skigebiet zu besuchen. Ich darf gleich eines vorne weg nehmen: Das Skigebiet hat mich auch bei meinem 2. Besuch begeistert - wenngleich nicht ganz so sehr wie beim ersten Mal. Das hat aber verschiedene Gründe, was ihr beim Lesen des Berichts herausfinden werdet.
Zum Skigebiet an sich - einfach mal die nackten Zahlen, die mehr oder weniger schon vieles erzählen, was es einmalig macht:
- 410 Pistenkilometer
- 7 markierte und gesicherte, aber nicht präparierte Routen
- 3.300m - der Panoramaberg Mont Fort mit fantastischen Rundumblick
- 1.400 - 3.300 - und eigentlich alle Expositionen - also extrem abwechslungsreich
- 4 Täler mit den unterschiedlichsten Orten - vom Retortenort Tyhon bis Chaletdorf Verbier ist alles dabei
^^ Früh Morgens auf Les Ruinettes - dem Dreh und Angelpunkt auf der Seite von Verbier.
^^ Es war noch recht dunkel um 9 Uhr - beim Eingrooven am Chaux Express.
^^ Wir sind dann aber doch gleich in die Funitel Richtung Attelas, weil ich am Vormittag wieder den Mont Gelé mitnehmen wollte.
^^ Attelas auf 2.727m - hier kommt die 4er Sesselbahn aus der Lac de Vaux Schüssel hoch.
^^ Viel wichtiger ist aber diese Bahn: Die Pendelbahn auf den Mont Gelé.
^^ Die einspurige 45er Seilbahn bringt einen auf den 3.033m hohen Mont Gelé. Von dort oben gibt es ausschließlich unpräparierte Abfahrten.
^^ Tiefblicke ins 2.000m tiefer gelegene Tal.
^^ Und auf die spannend trassierten 6KSB Les Attelas.
^^ Oben angekommen. Hinten rechts sieht man den höchsten Punkt im Skigebiet: Mont Fort mit der langen Pendelbahn Col de Gentianes. Auf dem Bild wird auch klar, wie weit "hinten" der Mont Fort eigentlich ist.
^^ Dieses Jahr entschied ich mich für die linke und damit längere Variante - die Abfahrt nach Tortin. Länge: 4,3km - 950 Höhenmeter!
^^ Hier sieht man, wie wenig Schnee generell vor Ort war - und wie unglaublich man auf die Sharks aufpassen musste. Mit etwas Umsicht ging aber trotzdem alles gut zu Fahren.
^^ Der obere Hang bereits in der Sonne - unten dann nur noch Schatten. Gerade untenraus zieht sich das Ding noch ordentlich.
^^ Jap, da leidet man gerne. Links dahinter die Standardroute Gentianes-Tortin vom Mont Fort her kommend.
Unten bei der Tortin angekommen hats uns das erste Mal am Tag gefressen. Man hat bei der langen Pendelbahn zwei Drehkreuze. Das wichtige - ob man in die aktuelle Gondel kommt - ist oben, nicht unten. Total dumm. Wir habens nämlich genau nicht geschafft. Wäre es gleich bei der ersten Kontrolle, wären wir einfach die Chassoure noch "schnell" gefahren. So haben wir einfach mal gut 15-20 Minuten verloren. Schade.
^^ Dafür war kein Anstehen beim Mont Fort angesagt. Sehr gut. Auf geht`s zum höchsten Punkt im Skigebiet.
^^ Das hab ich sicher das letzte Mal auch schon gefragt - was sieht man da auf halber Höhe? Soll das eine Hütte sein?
^^ Oben angekommen. Hier wird einem die unglaubliche Größe des Skigebiets auch bewusst.
^^ Blick Richtung Süden - mit dem großen Bergmassiv des Grand Combins 4.314m. Rechts der weiße hohe natürlich der Mont Blanc.
^^ Nochmal der Mont Blanc im Zoom. Der Name vom großen schwarzen übrigens Grand Jorasses mit 4.208m.
^^ Die perfekte Seilbahnstation? Ich finds schon sehr, sehr geil hier oben!
^^ Blick auf "Back du Mont Fort". Dort unten wo die 4 Skifahrer stehen, fahren wir später rein. Merken.
^^ Zu den Bergen - der große schwarze Dent Blanche 4.357m - das Matterhorn ist die Pyramide rechts davon. Die dritte Pyramide der Dent D´Herens.
^^ Jetzt wirds sportlich: Hier die Einfahrt in "Back de Mont Fort".
^^ Man hat hier bei diesen Bedingungen viele Möglichkeiten um die Hänge zu fahren. Wir nehmen eine der steilsten Varianten.
^^ Hier geht es rein in die Rinne. Perfekte Bedingungen für so ein Unterfangen. Griffig, fest, nicht eisig - schön zum fahren.
^^ Unten wird es breiter. Die Steilheit kommt nicht raus. Im steilsten Bereich sicher an die 40 Grad.
^^ Der Hang von unten.
^^ Und nochmal von weiter weg. Sicher nicht immer fahrbar - aber extrem geil, dass wir es so erwischt haben.
^^ Hat die Rinne einen Namen? Würde mich interessieren...
^^ Danach wird die lange Tourenabfahrt um einiges leichter. Es weitet sich das Feld.
^^ Hier mal die Möglichkeiten im Sommer.
^^ Beim See (Lac du Grand Desert) unten raus muss man etwas schieben. Das ist aber mit Neuschnee um einiges anstrengender.
^^ Und wie bei jeder, einzigartigen Abfahrt stellt sich unten raus ein unglaubliches Glücksgefühl ein.
^^ Die ersten Bäume kommen in der Nähe vom Stausee
^^ Entlang vom Lac de Cleusòn muss man dann etwas mehr Schieben. Es lohnt sich aber immer!
^^ Entlang der Staumauer geht es dann nochmal etwas fordernder die letzten Höhenmeter zurück ins Skigebiet.
^^ Mega beeindruckend hier skizufahren.
^^ Der Abschnitt war mit am schwierigsten weil - wenig Schnee. Man musste verdammt aufpassen, sich hier nicht noch die Ski zu ruinieren.
^^ Zurück in der anderen Skifahrerwelt. Der kleine Retortenort Siviez.
^^ Jetzt die Enttäuschung des Tages: Der wichtige Verbindungssessel Combatseline lief nicht. Den Grund haben wir an dem Tag nicht erkennen können. Auf der Suche nach einem Verbindungsbus nach Veysonnaz waren wir überhaupt nicht erfolgreich. Auch an der Skipasskasse haben wir keine richtige Antwort erhalten. Hier zeigt sich mal ganz klar eine Schwachstelle im großen Skigebiet: Wenn eine Verbindungsbahn ausfällt, ist man nicht gewillt, für einen Ersatzbus zu sorgen. Das wäre in Österreich sicher anders.
^^ Also machten wir uns auf in einen anderen Skigebietsteil - Richtung Nendaz. Im Hinterkopf hatten wir aber auch die Idee, dass wir von dort vlt. einen Bus nach Veysonnaz finden könnten...
^^ Auch hier hat man natürlich die Möglichkeit sich auf Buckelpisten zu vergnügen...
^^ Hauptabfahrt dort mit Blick auf die Staumauer vom Cleuson Stausee.
^^ Auf der anderen Seite wartet die knackige schwarze Abfahrt Plan du Fou - Fontaines mit der recht neuen EUB aus dem Jahr 2019. Die Pendelbahn habe ich leider verpasst.
^^ Blick in die andere Richtung. Links müssten die Häuser von La Tzoumaz sein.
^^ Der Ausflug nach Nendaz zieht sich etwas. Die langsame 4SB Prarion sollte glaub ich auch schon ersetzt sein...
^^ Oben angekommen - Tracouet auf 2.200m. Portes du Soleil Charakter.
^^ Jetzt endlich der beeindruckende Tiefblick ins braune Rhonetal. Rechts Crans Montana - links daneben das mir bis dahin nicht bekannte Anzere.
^^ Und weiter unten dann Nendaz. Auch unglaublich viele Betten mit einigen richtigen Bunkern...
^^ Eine Gondel macht halt jedes Bild schöner...
^^ Interessanter Talstationskomplex. Immerhin mitten im Ort. Bahn ist aus dem Jahr 1992. Nachdem wir auch hier keinen Bus nach Veysonnaz finden konnten, gaben wir den Plan endügltig auf und machten noch eine Wiederholungsfahrt.
^^ Auf der Rückreise Richtung Verbier fanden wir eine sehr schön gelegene Hütte: Die Cabane Balavaux. Schön ruhig gelegen und voll in der Sonne.
^^ Generell ist der Bereich hier sehr lieblich. Ab einem Powderday - nette Treeruns.
^^ Wir sind am Plan du Fou und fahren zurück nach Tortin.
^^ Diesmal lassen wir die nächste Geländekammer Chassoure nicht "links" liegen. Eine unglaubliche Bahn. Wie geil ist das denn?
^^ Buckel ohne Ende. Hach herrlich. Eigentlich wollten wir das hier gar nicht fahren - aber das muss man ja praktisch mitnehmen.
^^ Wieder 4,3km und 950 Höhenmeter. Skifahrerherz, was willst du mehr?
^^ Hohohoho...die Einfahrt in die Geländekammer. Auch hier musste man natürlich extrem aufpassen. Aber ich habs geschafft ohne Feindkontakt durchzukommen.
^^ Rein da - es ging erstaunlich gut. Ich hab hier drin auch eine neue Schneeart kennengelernt: BPP - Buckelpistenpowder. Zwischen den Buckeln sammelt sich in den steileren Stücken immer wieder der abgeschabte Schnee, so dass es hier und da recht leicht ging durch diese Steilhänge.
^^ Nochmal der Blick nach oben - hier kommt die Steilheit einigermaßen raus.
^^ Unten angekommen. Nein, wir nehmen nicht die blöde Tortin Pendelbahn.
^^ Wir haben noch ein anderes Ziel vor uns. Dafür müssen wir durch diese Schneesüssel durch - Lac des Vaux. Lustigerweise sind fast alle Übergänge von beiden Seiten erschlossen. Um aber zwischen den Tälern hin und her zu kommen muss man IMMER eine der Buckelpisten nehmen. Einmalig.
^^ Mont Gele - Attelas.
^^ Hier unser nächstes Ziel: Die sagenumwobene Bobbahn Vallon d`Arbi.
^^ 5,5 km - 900 Höhenmeter - Legende pur.
^^ Nochmal ein Blick zurück in den gemütlichen Kessel Lac des Vaux.
^^ Und da geht es lang. Es sind diese Abfahrten, die ein Skifahrerleben komplettieren.
^^ Hier steht die berühmte Schneefräse, mit der die Bobbahn in die Wand gefräst wird. Gibt es sonst auch nirgends.
^^ Ist in diesem Winter leider weniger spektakulär als sonst. Ich glaub in manchen Wintern sieht man gar nicht nach rechts raus. So hatten wir halt ein tolles Panorama.
^^ Man hat sogar die Möglichkeit, direkt nach Verbier abzufahren. Wir wollen aber natürlich nach rechts, die volle Länge genießen.
^^ Komplette Abfahrt Vallon D`Arbi mit Tzoumaz ganz unten.
^^ Auch wieder schön steil. Und vor allem komplett alleine...
^^ Kompletter Steilhang in der Totalen.
^^ Auch weiter unten gibt es noch eine Bobbahn durch den Wald. Herrlich.
^^ In einer Lawinenschneise geht es dann weiter ins Tal.
^^ Wenn man den Wanderweg verpasst, muss man durch das ganze Gestöppel dort drüben runter. Schaut nach wenig Spaß aus.
^^ Und am Ende? Geht es ganz gemütlich auf einer zugeschneiten Straße bis nach La Tzoumaz.
^^ Mit der EUB geht es dann zurück nach Les Savoleyres in die Sonne. Hier oben ist die Welt iwie stehen geblieben.
^^ Zurück in Verbier. Mit herrlicher Abendsonne geht es zurück ins Tal. Die Abfahrt Croix du Ceur ist am Nachmittag ein Traum.
^^ Genau hier genießt man das Leben nochmal in vollen Zügen...
^^ Blick von der anderen Seite Richtung Savoleyres. Kompletter Südhang. Ist spätetestens im März schneefrei.
^^ Wir fahren nochmal hoch Richtung Ruinettes. Ein zweites Mal Mont Fort geht sich leider nicht mehr aus. Dafür war der Abstecher nach Nendaz zu lange.
^^ Dafür gibt`s noch mal was für Liftfetischisten.
^^ Funispace - sehr fotogen.
^^
^^ Und noch mal eine Abfahrt in der Abendsonne. Die cool trassierte Attelas KSB.
^^ Wir nehmen noch einen letzten Sektor mit, den wir heute noch nicht besucht haben: La Chaux mit dem berühmten Gipfel der Freeride Worldtour Bec de Rosses.
^^ Man kommt aus dem Staunen nicht raus.
^^ Alles gesehen - glücklich!
^^ Und ganz alleine auf der letzten Abfahrt von Attelas...ein Traum!
^^ Bei dieser Apres Ski Kneipe sind wir letztes Mal auch gelandet. Iwie cool und halt ziemlich lang in der Sonne.
^^ Zwei glückliche Menschen, die heute wieder sehr viel gesehen haben.
^^ Finito.
^^ Mit der EUB gehts dann zurück nach Le Chable. Sie fährt ja ewig. Daher echt perfekter Einstiegspunkt.
Also: Verbier hat auch bei meinem zweiten Besuch mehr als überzeugt. Es ist für mich eines der spektakulärsten Skigebiete der Alpen. Das kann auch der kaputte Verbindungslift nach Veysonnaz nicht kaputt machen. Wir haben an dem Tag dafür so viel anderes gesehen und vor allem richtig viele der Buckelpistenabfahrten gemacht: Mont Gele - Tortin - Back du Mont Fort - Chassoure - Tortin - Vallon D`Arbi... dazu der herrliche Ausblick vom Mont Fort, die schönen Nachmittagspisten in Verbier - hach, es hat mal wieder (fast) alles gepasst. Das Skigebiet überzeugt also auch ohne Neuschnee. Für mich bleibt Verbier also definitiv auf der Liste - immer wenn ich in der Ecke bin, werde ich das Skigebiet mitnehmen. Verbier ist einfach geil!
^^ Zur Feier des Tages gab es am Abend noch ein sehr leckeres Raclette in Martigny. Für 26,-€ all you can eat in der Schweiz, gar nicht mal so schlecht.