Gegen 10 Uhr treffe ich in Silenen (zwischen Erstfeld und Amsteg) beim lustigen Chilcherbergbähnli ein. Von den vier Parkplätzen an diesem Ende der Welt sind drei frei: Die Bahn wird täglich von 7 bis 21 Uhr von der Bergstation aus bedient. Ich wundere mich, denn da oben ist nur ein Alpbetrieb, sonst nichts. Die Einzelfahrt kostet günstige 7.- und ist ein wirkliches Abenteuer. Wenige Minuten nach dem Loslaufen gelangt man zu einer recht wackligen Hängebrücke: Nach rund 30 Minuten erreicht man einen tollen Aussichtspunkt im Riggwald, von wo man ua. den Stau auf der A2 beobachten kann: Der Weg scheint nicht sehr intensiv begangen zu werden, wenn er zeitweise so aussieht: Nach rund 50 Minuten Marschzeit erreicht man den Waldiberg… …von wo man eine weitere „Kistenbahn“ nach Bristen runter nehmen kann. Sie wird mittels passendem (!) Münz (steht zum Glück so auf der Homepage) selbständig bedient: Sie ist aber nicht halb so eindrücklich wie die vorherige Bahn. Ein kurzer Fussmarsch durch das Maderanertal… …führt mich zur Golzernbahn: Von dort sind es 20min zum Golzernsee. Ein idyllischer Bergsee mit erstaunlich warmem Wasser. Ein Bad darf natürlich nicht fehlen: Genauso wenig ein Plättli im nahegelegenen Restaurant: Gut gestärkt folgt der längste und anstrengendste Teil meiner heutigen, insgesamt 3 1/2 stündigen Wanderung. Der zweistündige Rückmarsch über den Höhenweg zurück nach Chilcherberg. Der Weg ist anstrengend. Manchmal steil ansteigend, dann wieder bröckelig absteigend. Aber die Aussicht ist phänomenal. Immer mit Blick auf den Bristen: Ziel in Sicht. Auf dem ganzen Weg begegnete ich nur einer einzigen Person. Ziemlich durstig erreiche ich die Bergstation und trinke mir Mut für die Talfahrt an
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