Daten des Skigebiets / Mountain information:
Base Elevation: 6’391 ft (1’948 m)
Summit Elevation: 9’350 ft (2’850 m)
Vertical Rise: 2‘959 ft (902 m)
Anzahl Anlagen: 12
Anzahl Pisten: 104 (8% grün, 35% blau, 57% schwarz/black double diamond)
Durchschnittlicher kumulierter Schneefall pro Winterhalbjahr: 350 in (8.9 m)
Kumulierter Schneefall im Winterhalbjahr 22/23: 613 in (1557 cm / 15.57 m)
Längste Abfahrt: Elk Ridge, 2.9 miles (4.7 km)
Passzugehörigkeit: Mountain Collective / IKON
Tageskartenpreis am Tag der Besuche: USD 185
Pistenpläne:
Snowbasin Ski Resort
Gefallen:
Nicht gefallen:
Unsere Tipps:
Unbedingt eine Lodge besuchen. Für amerikanische Verhältnisse wirklich toll, mit schönen Sitzmöglichkeiten, sehr ansprechender Einrichtung und insbesondere die Needle Lodge hat unglaublich schöne Toiletten. Man wähnt sich fast wie in einem Casinohotel in Las Vegas.
Pistenmässig ist die Elk Ridge von oben bis unten der Oberhammer. Wir haben während unserem Aufenthalt in den USA selten so eine geile, rassige und mit einer perfekten Steilheit versehene Piste gefahren. Top! Die Willow am Becker Chair ist ein weiteres top Highlight und extrem selten befahren. Leider nur über den langsamen 3er Sessel erreichbar.
Bilder und Eindrücke:
05.02.2023
Nach Skitagen in Alta und Park City wussten wir, dass entweder Snowbasin oder Snowbird als nächstes auf dem Programm standen. Es ist Sonntag und wir wollten dem Verkehr im Little Cottonwood Canyon ausweichen, daher entschieden wir uns für die von South Jordan etwas längere Anreise nach Ogden ins Gebiet von Snowbasin. Nach 50minütiger Fahrt erreichten wir das Parking beim Grizzly Center und genossen einen top Shuttle Service von direkt unserem Parkplatz bis zur Talstation des John Paul Express. Das wäre, je nach Parking Lot, ein gut 5 wenn nicht 10minütiger Marsch mit Skischuhen. Gilt es immer zu vermeiden! Schnell die beiden Tageskarten am Desk abgeholt und schon waren wir auf dem Vierersessel John Paul Express welcher einem direkt und schnell an die Mount Odgen Bowl bringt. An der Needles Gondola hatte es leicht mehr Leute, die flacheren Pisten und EUB-Bequemlichkeit lassen grüssen! Wetter heute: am Morgen noch schön, doch dann sind ziemliche Schneefälle angesagt. Es sollte sich herausstellen, dass sich diese Combo als supergeil herausstellt. Anreise in die Berge mit dem 4x4 und seinen grottenschlechten, abgefahrenen All-Season-Reifen und aufkommender Schneefall mit abenteuerlicher Rückreise - so viel Teaser sei schon mal erlaubt!
Grizzly Downhill under Wildflower Downhill - zwei grossartige Abfahrtspisten, beide top präpariert. Überhaupt haben wir ziemlich schnell erfahren, dass die Pistenteams aufgrund des massiv überdurchschnittlichen Neuschnees dieses Jahr in Snowbasin Pisten präparieren konnten, welche sie teilweise 10 Jahre nicht mehr maschinell aufbereitet haben. Das Wetter zieht weiter zu und wir ziehen zum Café in die Needles Lodge. Die Menus sahen grossartig aus und überhaupt, die Lodge war sehr europäisch eingerichtet. Mehr Charme als die sonstigen US-Lodges, welche wir bis dato besucht haben. Wir kamen mit Einheimischen aus Ogden ins Gespräch und währenddem es Café und Café wurden, fing es draussen an zu schneien. Ein richtiger Schneesturm zog auf! Die gesprächigen Locals erzählten dieselben Geschichten, welche wir aus den Alpen auch nur zu gut kennen: Immer mehr Leute, immer weniger local feeling und immer teurere Preise. Das ist der Grundtenor und wir können nur nicken. Corona hat dem Wintersport-Boom auch hier weiteren Schub verleihen können und sie haben Angst, dass das Skigebiet bald von einem grossen Resort „gefressen“ wird. Snowbasin und Sun Valley (Idaho), welches wir anschliessend auf unserer Route eingeplant haben, gehören der selben Eigentümerfamilie. Sympathisch und hoffentlich bleibt das noch ganz lange so!
Mittlerweile sind wir eine Stunde am quatschen und draussen schon mindestens 10-15cm feinster Powder gefallen. Also nichts wie los. Die Sicht mittlerweile miserabel und so beschränkten wir uns an die Pisten rund um den Middle Bowl Express - möglichst immer am Lift haltend, es hat teilweise doch auch einige felsige Bereiche hier, welche in der schlechten Sicht nicht immer einwandfrei erkennbar waren. Wir geniessen den Powdernachmittag in vollen Zügen und denken drei Stunden lang nicht an die bevorstehende Heimfahrt im turbulenten Schneetreiben. Auf der Talabfahrt dann habe ich mir in den Trees leider noch die Skihosen zerrissen - gleich etwas Goretex Tape zugetan und die Hosen sind wieder im Schuss! Snowbasin zum ersten hinterlässt bei uns einen grossartigen Eindruck - wir kommen definitiv bei schönem Wetter noch einmal! 10.02.2023
Wir haben lange, ganze 5 Tage lang, auf jenen Tag gewartet, wo es endlich ganz schönes Wetter ist und wir unseren zweiten Snowbird-Tag einlösen können. Die zweitletzte Nacht in der Salt Lake Region verbringen wir in einem Airbnb im nördlichen Stadtteil. Wir sind nach der heutigen problemlosen Anreise wiederum total geflasht vom Shuttleservice, welcher die Skigäste auch wochentags fast alle 30 Sekunden vom Parkplatz zum Skigebiet fährt.
Die Grizzly am John Paul Express war etwas hart, es ist leicht wärmer geworden, was wir dann insbesondere auch am Strawberry spüren sollten. Nach der Photosession an der Gipfelbahn wechselten zügig zum Strawberry ber, da wir diesen Teil vor 5 Tagen leider nicht befahren konnten. Die Gondel ist ziemlich windanfällig und blieb da den ganzen Tag geschlossen. Gut, dass auf die neue Saison zusätzlich eine KSB dazukommt, welche die Redundanz in diesem tollen Bereich erhöht. Wir kommen auf 15 Fahrten an der Strawberry Gondola und notieren in unseren Tagebüchern, alle Pisten „perfectly groomed“ sind.
Als Top-Pisten heute gelten für uns:
- Elk Ridge top to bottom
- Elk Ridge
- Main Street to Sun King
sowoie die Garnahan's.
Auch der Rückweg zur Base via Philippo Ridge und The Diamond war genial zu fahren - durch die Lage an der Ridge zählen diese beiden Pisten nicht wirklich als Hauptrückführungspisten, was wir natürlich zu schätzen wissen. Lunchtime heute in der schönen Februarsonne der Strawberry Talstation. Die Burger hier sind super und die Angestellten noch besser. Sehr gut gemacht! Wir konnten das erste Mal draussen essen - südseitiger Ausrichtung sei Dank.
Generell hatte es heute in der „Mitte des Resorts“ rund um den Porcupine-Bereich eher viele Leute, welche sich auf etwas schmaleren Pisten tummelten. Wir beschliessen den Tag mit einer letzten Stunde am Wildcat und Porcupine und stellen fest, dass der heutige Tag als einer der bisherigen Top 3 Tage mit den Pistenskiern in das Reisetagebuch eingeht. Jetzt freuen wir uns auf ein feines Nachtessen in unserem Airbnb und einen frühen Feierabend. Morgen steht die gut 5 stündige Fahrt nach Idaho an mit Besuch der Shoshone Falls. Sun Valley, wir kommen! Inhaltsverzeichnis:
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