Gesetzt waren zwei Übernachtungen im Hotel mit Thermalbad in Charmey, dies in Verbindung mit einer viertägigen Wanderung und einer Zusatznacht irgendwo. Dazu den Magic Pass nützen so gut es geht. Die Route stand bald fest, siehe nachfolgenden Beitrag.
Mit dem Wetter hatten wir Glück, kein unangekündigter Sturm überraschte uns. Am ersten Tag war der Morgen recht kalt, am letzten Tag der Mittag brütend heiss.
Anreise: Zürich - IC - Fribourg - Bus - Schwarzsee
Im Winter verbrachten wir drei Tage mit Schneeschuhlaufen am Schwarzsee, deshalb wollten wir die Wanderung hier beginnen. Bei bedecktem Himmel und Wind fuhren wir mit der 2er KSB zur Riggisalp. Von hier führt der Weg südwärts mit wenig Ab- und Aufstieg zum Euschelpass.
^ Euschelpass, hinten die Gastlosen
Hinunter nach Jaun, dem einzigen deutschsprachigen Ort der Commune de Val-de-Charmey.
^ Jaun, vom Wasserfall aus gesehen. Die vielen Wassertröpfchen in der Luft trüben die Sicht.
^ Der Wasserfall sprudelt hier aus dem Berg heraus. Das Wasser versickert elf Tage vorher unterhalb des Vanil Noir zwei Täler weiter weg.
Fahrt mit der 4er KSB Gastlosen-Express zum Musersbergli. Das Berggasthaus ist geschlossen, kein Pächter gefunden. So ganz ohne Gastro dürfte es schwierig sein, ein gutes Sommergeschäft zu machen.
Der weitere Weg führt uns auf der Westseite der Gastlosen entlang.
^ „Grossmutterloch“
^ Unser Ziel für Heute, das Chalet du Soldat
^ Ganz hinten der Vanil Noir
^ Der Weg Morgen führt unter den Felsen entlang
^ Eindrücklich, so etwas wie die kleinen Dolomiten
^ Nächster Morgen, Blick zurück
^ Aufstieg zum Wolfs Ort, dem Übergang zur anderen Seite
^ neuer Ausblick
^ nun entlang der Südostwände
^ stetiges Auf und Ab
^ Hinten die Grubenberghütte SAC. Vor neun Jahren wurde von der Hütte aus der „Savigny-Trail“ angelegt, der eine Lücke auf dieser Seite der Gastlosen schloss.
^ Auf der Alp Le Savigny sind sie am Käsen, die Schweine bekommen die frische Molke
^ Pertet à Bovets, wieder ein Übergang, wir wechseln die Seite
^ Freie Sicht zu den Dents du Midi, dem Mont d’Or, Tour de Mayen und Tour d’Aï (v.l.n.r.).
^ Zuerst geht es oberhalb der Felsen durch, dann unterhalb
^ Le Sori. Hier sind wir wieder im Kanton Fribourg, den wir am Wolfs Ort verlassen hatten um kurz durch Bern und Waadt zu gehen.
^ Der verschwundene Bach vom Vanil Noir, dessen Wasser in Jaun aus dem Berg sprudelt
^ Hochmoor Gros Mont
^ Haltestelle für den Alpinbus, Rufbus oder wie auch immer der genannt wird. Fährt im Sommer während bloss 27 Tagen und muss reserviert werden. So etwas wie ein Geheimtipp, ganz im Gegensatz zur neu eingeführten Postautoverbindung Jaun - Mittelberg - Saanen, die ein voller Erfolg ist.
^ Dieser Kleinbus brachte uns (und noch fünf weitere Wanderer) in knapp halbstündiger Fahrt auf schmaler Strasse nach Charmey.
Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir im komfortablen Hotel mit angeschlossenem Thermalbad.
^ Morgen Tag 3 : vom Dorf hinunter zum etwas versteckt gelegenen Lac de Montsalvens und diesem entlang bis zur Staumauer.
^ Bei der Staumauer beginnt die Großes de la Jogne
^ Schöner Weg, teilweise aufwändig ausgebaut
^ Leider endet der Weg plötzlich an einem Parkplatz, von dem man noch ein gutes Stück entlang der vielbefahrenen Strasse (und diese zwei Mal queren) zur Bushaltestelle gehen muss. Unbegreiflich, wieso der Weg nicht die 400 m oberhalb dem Bach weitergeführt wird bis zur Bahnstation Broc-Fabrique und dem Schokolademuseum. Man kann kein Hindernis erkennen, das dies unmöglich machen würde.
Mit dem Bus fahren wir zurück nach Charmey und nehmen die Gondelbahn auf den Vounetse
^ Die Gondelbahn fährt bis halb Elf Nachts! Das grosse Angebot wird rege genutzt : Gleitschirmfliegen, Klettersteig, Wandern, verschiedene Möglichkeiten für die Kinder und vor allem wichtig, Fondue an der prallen Sonne mit einer Flasche Wein!
^ Charmey, Mac de Montsalvens, rechts Bulle und links Le Moléson
^ Tag 4 : um den Magic Pass auch Heute noch zu benützen, machen wir den unspannenden, eher langweiligen Aufstieg zur La Berra. Zuerst das Tal nach Hinten bis zur Kartause La Valsainte. Eine riesige Anlage für noch zehn Mönche und sieben Laien.
Dann der Aufstieg zum Gipfel in grosser Hitze.
^ Die Aussicht ist grandios, auf alle Seiten geht der Blick weit.
^ Die Bergstation des Télémix und das Bergrestaurant liegen etwas unterhalb des Gipfels.
^ Talfahrt. Das ist viel los, Biker die in ihren Wohnmobilen auf dem Parkplatz an der Talstation campieren, Wanderer und die Ausflügler, die Fondue an der prallen Sonne essen.
Die Talstation des Télémix befindet sich bei einem grossen Parkplatz im Nichts. Am Wochenende während der Saison fährt zwei Mal ein Bus, wir gehen noch das Stück bis La Roche hinunter, was mit Kindern nicht zu empfehlen ist . Der Wanderweg führt einen Km der Strasse entlang, ohne Trottoir.
Der Berg ist jetzt ziemlich aufgeräumt, hier stand früher ein Sammelsurium von Liften. Kann man auf stahlseil.ch nachschauen.
Die erste Erschliessung war ein kühner Wurf, ein Gürtellift mit über 2 Km Länge, 700 Hm und Links- und Rechtskurven.
So, wir konnten den MP fünf Mal gebrauchen, sind aber schon auch noch schön gewandert.
Rückreise: La Roche - Bus - Fribourg - IC - Zürich