Wie gefährlich ist das Todesrisiko in unseren Lieblingssportarten?

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Kris
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Wie gefährlich ist das Todesrisiko in unseren Lieblingssportarten?

Beitrag von Kris »

Vielleicht ein recht interessanter Artikel hierzu, mit doch einigen Überraschungen bzgl. Todesrisiko in unseren Sportarten. Als Maßstab dient die kommerzielle Linienluftfahrt. Dort stirbt man im Schnitt nach 1141 Jahren Flugzeit. Bei Basejumpen nach 21 Stunden...
Alles andere liegt dazwischen.
Resort-Skifahren zählt zum Sichersten, was ja wenig wundert heutzutage.

https://chessintheair.com/wp-content/up ... Love-1.png

Der Artikel dazu:
https://chessintheair.com/the-risk-of-d ... t-we-love/
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<

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ski-chrigel
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Re: Wie gefährlich ist das Todesrisiko in unseren Lieblingssportarten?

Beitrag von ski-chrigel »

Huch, was für ein Hero ich bin, bin ich doch somit schon in meinem 9. Leben als Gleitschirmpilot und auch bereits in meinem 4. als Motorflugpilot. Letzters sogar trotz Absturz.
8)
Meine Berichte findet man seit 23.11.23 in einem anderen Forum
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Seilbahnjunkie
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Re: Wie gefährlich ist das Todesrisiko in unseren Lieblingssportarten?

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Man muss etwas vorsichtig sein, die haben da wild unterschiedliche Quellen zusammengemischt (aber wenigstens sauber darauf hingewiesen). Skifahren ist z.B. auf Colorado bezogen, Skitouren gehen auf Österreich. Die haben einfach genommen was sie grad gefunden haben.

Nichts desto trotz ist es ja bekannt, dass bei der Hobbyfliegerei wesentlich mehr passiert als bei den Profis, dir ja offenbar auch schon.
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Kris
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Re: Wie gefährlich ist das Todesrisiko in unseren Lieblingssportarten?

Beitrag von Kris »

ski-chrigel hat geschrieben: 05.11.2023 - 22:28 Huch, was für ein Hero ich bin, bin ich doch somit schon in meinem 9. Leben als Gleitschirmpilot und auch bereits in meinem 4. als Motorflugpilot. Letzters sogar trotz Absturz.
8)
Hast Du 315000 Flugstunden Paragleiter, und 256000 General Aviation? Müsstest damit schon recht betagt sein, rechne das mal in Jahre um ....... :mrgreen:
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
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Re: Wie gefährlich ist das Todesrisiko in unseren Lieblingssportarten?

Beitrag von 3303 »

Kris hat geschrieben: 05.11.2023 - 16:22 Resort-Skifahren zählt zum Sichersten, was ja wenig wundert heutzutage.
Aber es passiert ja offenbar trotzdem noch etwas. Man sollte also schon weiter an der Sicherheit arbeiten. Oder bist du etwa gegen mehr Sicherheit? :)
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Re: Wie gefährlich ist das Todesrisiko in unseren Lieblingssportarten?

Beitrag von sheridan »

Das Unfallrisiko ist natürlich höher als das Todesrisiko. Die Folgen von Unfällen sind aber meist nicht tödlich. Wäre noch die Frage, was die Ursachen für tödliche Unfälle in Skiresorts sind. Offpiste in einer Gletscherspalte verschwinden oder nach Betriebsschluss des Skigebiets in ein Windenkabel fahren würde ich z.B. nicht unter normalen Fahren im Skigebiet kategorisieren. Bei einer kurzen Google-Recherche kommen hauptsächlich Fälle zutage, bei denen Leute durch Kontrollverlust von der Piste abgekommen sind oder auf der Piste kollidiert sind.
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Re: Wie gefährlich ist das Todesrisiko in unseren Lieblingssportarten?

Beitrag von biofleisch »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 05.11.2023 - 22:34 Man muss etwas vorsichtig sein, die haben da wild unterschiedliche Quellen zusammengemischt (aber wenigstens sauber darauf hingewiesen). Skifahren ist z.B. auf Colorado bezogen, Skitouren gehen auf Österreich. Die haben einfach genommen was sie grad gefunden haben.

Nichts desto trotz ist es ja bekannt, dass bei der Hobbyfliegerei wesentlich mehr passiert als bei den Profis, dir ja offenbar auch schon.
Ich finde diese Statistik ziemlich unseriös.

Wenn man sich die Unfallstatistik des DHV für Gleitschirm anschaut, gibt es weniger als 10 tödliche Unfälle pro Jahr. Bei Millionen von Flügen und x00.000 tausenden von Flugstunden kann ich die angegebene Zahl nicht nachvollziehen.
Konkrete Unfallanalyse mit Grafik von 1998-2021
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Re: Wie gefährlich ist das Todesrisiko in unseren Lieblingssportarten?

Beitrag von hch »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 05.11.2023 - 22:34 Man muss etwas vorsichtig sein, die haben da wild unterschiedliche Quellen zusammengemischt (aber wenigstens sauber darauf hingewiesen). Skifahren ist z.B. auf Colorado bezogen, Skitouren gehen auf Österreich. Die haben einfach genommen was sie grad gefunden haben.
Ja, es wirkt ein bisschen zusammengewürftelt. Für uns vielleicht ungewohnt aber hier sehr relevant ist auch dass Resort-Skifahren in den USA, und auch insbesondere in Colorado nicht nur Piste bedeutet, sonder auch das ganze Gelände inklusive Wald dass in den Resort-Boundaries liegt und sehr viel befahren wird. Wirklich out of bounds fahren im Vergleich zu uns nur sehr wenige, und das ist meistens dann gleicht mit Aufstieg (egal ob Felle oder zu Fuß) verbunden.

Und immer dran denken, übers Leben gerechnet liegt das Todesrisiko bei 100% :)
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Re: Wie gefährlich ist das Todesrisiko in unseren Lieblingssportarten?

Beitrag von hch »

sheridan hat geschrieben: 06.11.2023 - 07:37 Das Unfallrisiko ist natürlich höher als das Todesrisiko. Die Folgen von Unfällen sind aber meist nicht tödlich. Wäre noch die Frage, was die Ursachen für tödliche Unfälle in Skiresorts sind.
Also zumindest bei uns ist beim Skifahren (genauso wie bei Alpinunfällen im allgemeinen) Herz-Kreislaufversagen die mit Abstand häufigste Todesursache, gefolgt von Stürzen ohne Fremdeinwirkung.

Kollisionen sind zwar die häufigste Unfallursache auf Pisten, aber selten tödlich.

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GIFWilli59
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Re: Wie gefährlich ist das Todesrisiko in unseren Lieblingssportarten?

Beitrag von GIFWilli59 »

biofleisch hat geschrieben: 06.11.2023 - 09:01
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 05.11.2023 - 22:34 Man muss etwas vorsichtig sein, die haben da wild unterschiedliche Quellen zusammengemischt (aber wenigstens sauber darauf hingewiesen). Skifahren ist z.B. auf Colorado bezogen, Skitouren gehen auf Österreich. Die haben einfach genommen was sie grad gefunden haben.

Nichts desto trotz ist es ja bekannt, dass bei der Hobbyfliegerei wesentlich mehr passiert als bei den Profis, dir ja offenbar auch schon.
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Wenn man sich die Unfallstatistik des DHV für Gleitschirm anschaut, gibt es weniger als 10 tödliche Unfälle pro Jahr. Bei Millionen von Flügen und x00.000 tausenden von Flugstunden kann ich die angegebene Zahl nicht nachvollziehen.
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Wie viele Mio Flugstunden absolviert wurden, steht da aber auch nicht, oder?

Und ich glaube, die 13 Toten beziehen sich nur auf die 38.000 Mitglieder. Basierend auf der Statistik aus Kris' Artikel wären das 12 h / Mitglied.
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
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Re: Wie gefährlich ist das Todesrisiko in unseren Lieblingssportarten?

Beitrag von biofleisch »

GIFWilli59 hat geschrieben: 06.11.2023 - 11:29 Wie viele Mio Flugstunden absolviert wurden, steht da aber auch nicht, oder?

Und ich glaube, die 13 Toten beziehen sich nur auf die 38.000 Mitglieder. Basierend auf der Statistik aus Kris' Artikel wären das 12 h / Mitglied.
Korrekt. Es ist nicht ganz einfach (aber auch nicht unmöglich) die gesamten Flugstunden eines Jahres zu ermitteln.
Was aber definitiv unsinn ist, anzunehmen jeder Pilot hätte "nur" 12 Flugstunden pro Jahr. Die meisten werden so ca. 40-60 haben. Ich habe über 250h pro Jahr, bin da aber schon eher ein Ausreisser nach oben.
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sheridan
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Re: Wie gefährlich ist das Todesrisiko in unseren Lieblingssportarten?

Beitrag von sheridan »

hch hat geschrieben: 06.11.2023 - 10:54 Also zumindest bei uns ist beim Skifahren (genauso wie bei Alpinunfällen im allgemeinen) Herz-Kreislaufversagen die mit Abstand häufigste Todesursache, gefolgt von Stürzen ohne Fremdeinwirkung.
Interessant, hätte ich nicht gedacht. Ist dann wohl primär die Klientel Ü60. Stürze ohne Fremdeinwirkung würde ich unter Kontrollverlust subsumieren.
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