Sextener Dolomiten vom Hasenköpfl im Skigebiet Helm-Vierschach-Drei Zinnen
Skiberge Helm und Stiergarten im Zoom von unserer Unterkunft
Pragser Dolomiten von Niederdorf aus gesehen
Morgenlicht
Dreischusterspitze, 3152 m vom Bergstationsbereich Helm. Links die Bergstation 10-EUB Helm-Jet
Blick von 8-EUB Drei Zinnen auf die Sextener Dolomiten
Nicht nur künstlicher Winter – Februar 2024 in den Sextener Dolomiten
Traumhaft schön: Die Sextener Dolomiten vom Helm
Unser Faschingsskiurlaub 2024 (Ferienzeit wegen K1 nun seit drei Jahren nötig) fand im Hochpustertal vom 10.-17. Februar statt. Hier berichte ich über die allgemeinen Umstände des Urlaubs und die fünf Skitage in den „Drei Zinnen“. Separate Berichte wird es über die Tage bzw. Stunde am Kronplatz (LINK) und in Prags (LINK) geben.
Unterkunfts- und Destinationswahl
Da wir nicht zu denjenigen gehören, die am Ende eines Urlaubs gleich die Buchung für das nächste Jahr fixieren und wir eine Tendenz zur Abwechslung haben, waren wir Ende November 2023 schon recht spät dran für die bayerischen Faschingsferien, die in 2024 ja auch noch mit Teilen der österreichischen Semesterferien und gefühlt mit Ferien im ganzen Rest Europas zusammenfielen.
Innichen im Pustertal im Zoom vom Skigebiet Vierschach-Helm
Über die Webseite http://www.roterhahn.it (Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol) haben wir dann nach noch freien Unterkünften auf Bauernhöfen (warum das? Weil sich das mit unseren Kindern in der Vergangenheit bewährt hat und die Tiere dort und das „Mithelfen“ für die Kinder teilweise auch die größere Faszination als das Skifahren ausmacht) in relativer Nähe zu ansprechenden Skigebieten gesucht und dann entsprechende Anfragen gestellt.
Fündig wurden wir schließlich im Hochpustertaler Ort Niederdorf (grob: zwischen Bruneck und der österr. Grenze, fünf Kilometer von Toblach entfernt, etwa gleich weit von Vierschach wie von Percha oder Olang entfernt) auf einem freistehenden Bauernhof am unteren Südhang mit tollem Ausblick auf die Pragser und Teile der Sextener Dolomiten.
https://www.roterhahn.it/de/urlaub-auf- ... orf+5477-1
http://www.haubenthal.it
Der Hof liegt ca zwei Kilometer vom Ort entfernt (von der Pustertalstraße etwas weniger) und damit auch vom Bahnhof, von dem man aus im Halbstundentakt als Übernachtungsgast kostenfrei in die großen Skigebiete Drei Zinnen (Vierschach) bzw. Kronplatz (Percha/Ried) fahren kann.
Ausblick von der Unterkunft auf die Pragser und Sextener Dolomiten
Im Hochpustertal gibt es zudem ja noch die kleineren Skigebiete am Haunold/Innichen, Rienz/Toblach und Prags, so dass wir je nach Motivation und Fortschritten im Fahrkönnen von K2 recht flexibel in der Skigebietswahl zu sein dachten.
Fazit zur Unterkunft: wir waren vollauf zufrieden, die hohen Bewertungen hat der Hof zurecht, sehr nette Gastgeber, die einem spannende Einblicke in die Arbeit als Bergbauern vermitteln und sehr kinderfreundlich sind.
Brücke zwischen Bahnhof Vierschach und der dortigen „Front de neige“
Der Nachteil an unserer Konstruktion war natürlich die nicht ganz geringe Fahrerei jeden Tag nach Vierschach, aber ich möchte auch zugeben, dass Unterkünfte direkt an der Piste in dieser Ferienwoche und mit unserer späten Buchungszeit uns schlichtweg zu teuer waren und teilweise das Doppelte oder gar Dreifache von unseren Kosten für die Unterkunft ausgemacht hätten.
Diese Ski-in-Ski-out-Unterkünfte in Vierschach sind toll gelegen, aber vermutlich nicht sehr günstig. Schöne „staged authenticity“ im Übrigen…
Meine Frau und ich sind irgendwie immer noch die Preise in Frankreich vor >10 Jahren zu zweit in der Nebensaison in einer kleinen Bruchbude gewohnt (ich sage nur 2012: 600 Euro/Person für Unterkunft und Skipass 3V in Val Tho…).
Für die Skipässe haben wir nun bezahlt (inkl. 5% Rabatt für Online-Kauf mind. 2 Tage zuvor:
6 Tages Drei Zinnen: Erwachsene 356 Euro, Kind unter 6 Jahre frei.
6 Tage Dolomiti Superski: Erwachser 383 Euro (pro Tag 63,8 Euro), Kind über 6 Jahre 268 Euro (pro Tag 44,7 Euro). Immer noch teuer, aber vertretbarer als die 80 Euro für einen Tag ohne Vorverkaufsrabatt. Immer hin auch eine gewisse Größendegression erkennbar.
Haunold-Massiv, 2966 m, oberhalb von Innichen, photographiert von Niederdorf aus
Anreise am 10.02.2024
Da wir das große Chaos eines „Großkampftages“ (Samstag Beginn der Faschings- und sonstiger Ferien) befürchteten, fuhren wir bereits kurz vor 7 Uhr im Münchner Südosten los und gleich gar nicht auf die Autobahn (Unfall bei Hofolding), sondern blieben auf der bei uns ohnehin durchziehenden Rosenheimer Landstraße (bis auf einen Lkw ok) und fuhren erst in Bad Aibling auf die A8. Wir kamen dank Online-Vignette in Österreich (Fortschritt!) gut bis Innsbruck, wo wir angesichts der Wetterprognose (wir wollten heute nicht mehr auf die Piste) einen 1,5-stündigen Stopp einlegten (Parken am „Hafen“), per Bus in die Innenstadt fuhren, um den Kindern meinen Arbeitsplatz der Jahre 2020 bis 2022 zu zeigen, wobei das Interesse an kulturhistorischen Aspekten von Seiten des Nachwuchses recht beschränkt blieb.
Weiter ging es dann nach Tanken per Brennerautobahn (Video-Maut in Schönberg) bis zum Brenner, dort dann wegen auf Google Maps angezeigtem Stau an der Sterzinger Mautstelle per Landstraße nach Sterzing und dort erst auf die A22 bis Ausfahrt Pustertal/Brixen. Ab hier dann in Kolonne (aber ohne richtigen Stau – dafür in Gegenrichtung bis zur Autobahn!) bis Bruneck, wo wir eine längere Einkaufspause einlegten, um dann gegen 14 Uhr die Unterkunft zu erreichen. Bei besserer Wetterprognose und bei klarem Vorsatz heute noch ein paar Stunden Ski zu fahren hätten wir sicherlich auch eine Stunde früher losfahren können.
Pragser Dolomiten von Niederdorf aus gesehen
Wetter
Am Anreisetag bewölkt, am Sonntag, 11.02.2024 (Schnee-)Regen im Tal und Schneefall auf den Bergen; Sicht entsprechend eingeschränkt
Montag, 12.02.2024: Morgens noch wolkiger, aber immer mehr Auflockerungen
Dienstag-Freitag, 13.-16.02.2024: quasi durchweg sonnig, mit, wenn überhaupt, harmlosen Wolken. Immer gute Sicht